Bundespräsident Gauck zu Kirche und Entwicklungszusammenarbeit. Die Top-Themen des Tages

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Die Top-Themen des Tages:

  1. Bundespräsident Gauck zu Kirche und Entwicklungszusammenarbeit
  2. „Fünf Löwen auf dem Sprung“
  3. Weltbank-Präsident Kim auf Afrika Reise

 

1. Bundespräsident Gauck zu Kirche und Entwicklungszusammenarbeit

Einige Medien, wie die Welt online und domradio, berichteten gestern von Bundespräsident Joachim Gaucks Rede auf der gestrigen Jubiläumsfeier zur 50-Jährigen Kooperation von Kirche und Regierung in der Entwicklungszusammenarbeit. Gauck würdigte die Erfolge der Kirchen in der Entwicklungsarbeit. Sie würde den Einsatz für den „fernen Nächsten“ lebendig halten und würden so den Willen stärken, die Ursachen von Armut zu bekämpfen. „Die Kirchen lassen sich nicht entmutigen – so verwundert es nicht, dass die kirchliche Entwicklungszusammenarbeit bisweilen ein höheres Ansehen genießt, als die staatliche“, sagte er (domradio). Gauck habe auch davor gewarnt, dass eine Entwicklungsindustrie die Interessen der Partner ersetzen könnte. Es ginge im Wesentlichen darum, Menschen dabei zu unterstützen, ihre eigenen Verantwortungspotentiale zu leben. Dies bekräftigte Erzbischof Zollitsch. „Es ist für uns Kirchen keine Festtagsrhetorik, wenn wir sagen: Die Armen selbst müssen Träger der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung sein“, so Zollitsch. Die Voraussetzung dafür zu schaffen und Hindernisse zu beseitigen, sei Aufgabe staatlicher und kirchlicher Entwicklungsarbeit (domradio). Gauck betonte auch, dass Entwicklung eine „ganzheitliche Aufgabe” für Politik und Gesellschaft, Staat und Kirche sei.

2. „Fünf Löwen auf dem Sprung“

BörsenNEWS berichtete gestern von einer Studie das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung namens „Fünf Löwen auf dem Sprung – Wirtschaftliche und demografische Potenziale der aufstrebenden Länder Afrikas“. In der Studie wurden zunächst 50 Staaten in vier Bereichen untersucht: Bevölkerungspotential, Lebensbedingungen, Politik und Wirtschaft. Die Ergebnisse seien sehr gemischt. Einige Länder würden bereits heute überzeugen, andere hätten schlechte Aussichten auf eine positive Entwicklung. Fünf Länder wurden ausführlicher überprüft: Südafrika, Ghana und Ägypten als Hoffnungsträger, Kenia, das volkswirtschaftlich leistungsfähigste Land Ostafrikas, als Land einer so genannten „zweiten Liga“ sowie Nigeria als bevölkerungsreichstes Land im Mittelfeld (BörsenNEWS). Jedoch stünde jedes der Länder vor gewissen Herausforderungen. In Ghana würde die schlechte Infrastruktur die wirtschaftliche Entwicklung behindern. Südafrika leide unter hohen HIV-Infektionsraten und in Ägypten seien große Teile der jungen Akademiker arbeitslos. In Kenia würden die hohen Geburtsraten die Lebensmittelversorgung sowie das Bildungs- und das Gesundheitssystem überbelasten. Und Nigerias wirtschaftlicher Erfolg sei größtenteils auf die Erträge von Erdöl zurückzuführen von denen nur wenige profitieren. Durch Bevölkerungswachstum könne sich die Konfliktlage verschärfen.

3. Weltbank-Präsident Kim auf Afrika Reise

Eric Segueda berichtet in der Deutschen Welle von der Afrika Reise des Weltbank-Präsidenten Jim Yong Kim. Afrika zähle zu den „Top-Prioritäten“, begründete Kim seinen Entschluss, den Kontinent als erstes offizielles Reiseziel seiner Amtszeit zu wählen. Er sei „tief von dem Wachstum und Erfolg Afrikas überzeugt“, so Kim. Gestern habe der WB-Präsident seine dreitägige Reise abgeschlossen, bei der er die Elfenbeinküste und Südafrika besuchte. Experten werteten die Reise als Signal, dass die Weltbank allmählich ihre Sichtweise auf Afrika ändere, so die Deutsche Welle. „Ich glaube, dass die Weltbank im Augenblick dabei ist, zu verstehen, dass da mehr Chancen als Risiken sind“, sagte Ralf Wittek, Regionalleiter der Hanns-Seidel-Stiftung in Westafrika. Nach 20 Jahren verfehlter Entwicklungspolitik müsse man sich von der Idee verabschieden, „mit dem großen Streuen von Geld und der großzügigen Vergabe von Krediten Einfluss nehmen zu können“, so Wittek. Die Weltbank müsse gezielter arbeiten und sollte die Zivilgesellschaft stärker einbeziehen.

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