Beschneidungen schützen vor HIV. Die Top-Themen des Tages.

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Aids-Schleife

  1. Beschneidungen schützen vor HIV
  2. Helfen experimentelle Wirkstoffe gegen Ebola?
  3. Online-Aktivismus bewirkt Veränderungen

1. Beschneidungen schützen vor HIV
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet von einer in Südafrika von dem Mediziner Bertrab Auvert durchgeführten Langzeitstudie, nach der die Beschneidung von Männern auch Frauen vor einer Übertragung des HI-Virus schützt. Bereits vor zwölf Jahren habe der Mediziner festgestellt, dass eine Beschneidung Männer in 60 Prozent der Fälle vor einer HIV-Infektion schützen könne. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe die Zirkumzision 2007 in ihren Präventionskatalog gegen eine HIV-Infektion aufgenommen. Bei der in Melbourne bei der Welt-Aids-Konferenz vorgestellten Studie habe sich gezeigt, dass ein Anstieg der männlichen Beschneidungen von zwölf auf 53 Prozent innerhalb der letzten zwölf Jahre dazu geführt habe, dass die Neuinfektionsrate bei Männern halbiert werden konnte und auch Frauen seltener infiziert wurden. Frauen, die ausschließlich mit beschnittenen Männern zusammen waren, wiesen eine Prävalenzrate von 17,8 Prozent auf, wohingegen Frauen im Verkehr mit unbeschnittenen Männern eine Ansteckungsrate von 30,4 Prozent aufwiesen. Zudem sei bei der Konferenz ein neues Präparat vorgestellt worden, das gegen Tuberkulose, eine der häufigsten Todesursachen bei Aidskranken, eingesetzt werden könne. Dieses sei verträglicher und erfolgsversprechender als bisherige medikamentöse Therapien, welche wegen ihrer Langwierigkeit und den Nebenwirkungen oft abgebrochen würden. Das erste neue Tuberkulosemedikament seit 50 Jahren könne in drei Jahren marktreif sein.

2. Helfen experimentelle Wirkstoffe gegen Ebola?
Anlässlich der in Westafrika herrschenden Ebola-Epidemie sprechen sich laut Tagesspiegel und sueddeutsche.de Ebola-Forscher vermehrt dafür aus, angesichts der hohen Todesrate und der schwer zu kontrollierenden Ausbreitung der Krankheit bisher nicht-genehmigte und daher ungenutzte Impf- und Therapiepräparate einzusetzen. Dies berge ein leichter kalkulierbares Risiko als die Krankheitswelle, die bisher über 1.200 Infizierte und mehr als 600 Tote zutage gefördert habe, so die Befürworter. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe sich gegen eine Anwendung der Wirkstoffe ausgesprochen, bei denen die Nebenwirkungen noch unbekannt seien. Derweil hätten Helfer vor Ort mit großem Misstrauen in der Bevölkerung und vereinzelter Gewalt zu kämpfen. Patienten würden teilweise aus ihren Isolationszellen „befreit“ oder versteckt. Wie die Frankfurter Rundschau Online und Deutsche Welle (DW) weiter berichten, habe Nigeria kurz nach Bekanntwerden der ersten Ebola-Fälle im eigenen Land ein Flugverbot gegen die Fluggesellschaft ASky ausgesprochen. Vergangene Woche sei ein Ebola-infizierter Liberianer mit der Airline in die nigerianische Großstadt Lagos geflogen und am Zielflughafen zusammengebrochen. Ferner meldet sueddeutsche.de den Tod des sierra-leonischen Ebola-Experten Sheik Umar Khan, der selbst in Westafrika geholfen habe, die Krankheitswelle einzudämmen.

3. Online-Aktivismus bewirkt Veränderungen
Wie der Evangelische Pressedienst (epd) meldet, versuchen Aktivisten weltweit, ihre Ziele vermehrt mithilfe von Onlinepetitionen zu erreichen. So habe eine Onlinepetition dazu geführt, dass das Oberste Gericht in Indien den freien Verkauf von schwer ätzender Schwefelsäure einstellte. Bis zu der Gerichtsentscheidung habe ein indisches Opfer eines Säureanschlages vergeblich versucht, gegen die freie Verbreitung der Flüssigkeit vorzugehen. In Deutschland hätten 130.000 Unterstützer für den Schutz freier Hebammen gefochten. So sei das Thema in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurde. Plattformen wie Change.org, Campact oder Avaaz erfreuten sich immer größerer Beliebtheit. Alleine bei Change.org starteten jede Woche 400 neue Unterschriftenaktionen. Paula Hannemann, Deutschland-Chefin von Change.org, stellt heraus, dass das Internet Informationen transparenter mache und so Schieflagen im System besser erkannt würden. Kritiker bezeichnen diese niedrigschwellige Form der Partizipation spöttisch als „Sofa-Aktivismus“, beim welchem sich das Engagement beim Klicken erschöpfe. Es sei zudem leichter, gegen etwas zu mobilisieren als für etwas. Nichtsdestotrotz könnten Onlinepetitionen gerade bei regionalen und abseitigen Themen viel erreichen, so der Social-Media-Experte und Blogger Jan Eggers. Hannemann bezeichnete die Trennung zwischen traditionellem und Online-Aktivismus als „künstlich“. Hinter jeder Petition stünden Menschen, die auch auf der Straße aktiv sind. Online-Aktivismus sei oft nur der erste Schritt.

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