Mädchen und Frauen

Aya Chebbi: Vom Arabischen Frühling zum pan-afrikanischen Aktivismus

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Um ihren Aktivismus zu verstehen, so Aya Chebbi muss man die historischen Umstände berücksichtigen. “Ich wurde nicht in einem normalen Kontext geboren. Es war nicht so, dass ich einfach studieren, arbeiten und nach Hause gehen konnte.”

Die tunesische Jugend und der Arabische Frühling

Damit meint sie unter anderem den Arabischen Frühling. Diese Welle von Protesten begann 2010 in Tunesien und führte in der arabischsprachigen Welt zu weitreichenden Reformen und Umstürzen. Die Jugend, darunter Aya Chebbi, bildete das Rückgrat des Aufstandes und spielte eine wichtige Rolle in der Gestaltung der tunesischen Zivilgesellschaft. Die gemeinsame Vision von Freiheit und Würde hat sie vereint: „Wir kämpfen um das gleiche.“

Eine neue Form des Aktivismus

Ihr Aktivismus endete aber nicht nach der tunesischen Revolution. Sie reiste in andere Regionen Afrikas, um weitere Bewegungen von Jugendlichen kennen zu lernen, sich zu vernetzen und zusammenzuarbeiten. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist dabei der Einsatz des digitalen Raumes. Sie möchte “die Art und Weise revolutionieren, wie wir uns für andere einsetzen, Informationen abrufen und unseren Aktivismus organisieren”. Dabei profitiert sie nicht nur vom Austausch mit der älteren Generation. Im Gegenzug möchte sie dieser auch die Ansätze der jungen Aktivist*innen näher bringen.

Organisationen und Projekte Aya Chebbis

Aya Chebbi ist zudem Gründerin verschiedener Projekte. Eines davon ist das Afrika Youth Movement (AYM), eine der größten pan-afrikanischen Bewegungen. Die Vision der Bewegung ist ein Kontinent, der Bürger*innenrechte, Frieden, Gleichheit und soziale Gerechtigkeit sicherstellt. Die Zahl der Anhänger*innen ist in den vergangenen Jahren auf mehr als 10.000 Basisaktivist*innen aus 40 afrikanischen Ländern angewachsen.
Zudem ist Aya Chebbi Gründerin des Youth Programme of Holistic Empowerment Mentoring. Dieses fördert junge Aktivist*innen, die sich für ihre Gesellschaft engagieren.
Als wäre das noch nicht genug, ist Aya Chebbi auch noch die erste Jugendbeauftragte der Afrikanischen Union (AU) und jüngste Diplomatin im Kabinett des Präsidenten der AU-Kommission.

Aya Chebbi in Tunis auf dem Platz, an dem sich während des Arabischen Frühlings die Demonstrant*innen versammelten. Quelle: Wussy Mag

Vielschichtige Identität in einer globalisierten Welt

Ihr Engagement basiert dabei auf einem vielschichtigen Identitätsgefühl als tunesische, arabische und afrikanische Frau in einer globalisierten Welt. In ihrer Arbeit spiegeln sich diese Erfahrungen wider. So legt sie einen Schwerpunkt auf Frauenrechte und die postkoloniale Machtungleichheit zwischen globalem Norden und Süden. Beim Feminismus geht es für sie nicht darum „die Gesellschaft auf der Grundlage des Geschlechts zu spalten. Das Ziel ist, die Gesellschaft zu vereinen, um in Gleichheit, Einheit und Zusammenarbeit zu gedeihen”.

Beeindruckt von Aya? Unterstütze sie im Kampf um Geschlechtergerechtigkeit und unterzeichne den offenen Brief, den sie mit herausgegeben hat.

Mach dich stark für Frauen weltweit

An die Staats- und Regierungschef*innen weltweit
Wir sind die Frauen, die an vorderster Front gegen Geschlechterungerechtigkeit und globale Armut kämpfen.
Tagtäglich erleben wir, mit welcher Entschlossenheit und Würde Mädchen und Frauen die schwierigsten Hindernisse bezwingen. Wir sehen Fortschritte und sind beeindruckt von der Kraft, mit der Menschen Veränderung bewirken. Wir lassen uns niemals unterkriegen, doch ohne Ihre Unterstützung können wir den Kampf nicht gewinnen.
Sie haben uns ein großes Versprechen gegeben: Bis 2030 wollen Sie die Gleichberechtigung der Geschlechter erreichen und alle Frauen und Mädchen stärken. Doch bei dem aktuellen Tempo wird das noch 108 Jahre dauern. Das ist inakzeptabel. Wir brauchen echte Fortschritte, keine leeren Versprechen.
Wir fordern, dass Sie Ihr Versprechen auf allen Ebenen einlösen und Verantwortung übernehmen: Vom diesjährigen G7-Gipfel bis zur Finanzierungskonferenz des Globalen Fonds, von den Spitzenpolitiker*innen der Afrikanischen Union bis zu unseren lokalen Vertreter*innen. Lassen Sie Ihren Worten Taten folgen, mit finanziellen Mitteln und politischen Reformen.
Um den Fortschritt zu beschleunigen, müssen sich auch Männer für Veränderungen stark machen. Gemeinsam mit uns, nicht gegen uns. Und wir Frauen müssen gleichberechtigt mitentscheiden - denn man kann nicht verändern, was man selbst nicht wahrnimmt.
Wir wollen kein Mitgefühl, sondern fordern Taten. Es gibt keine Gleichberechtigung, solange wir nicht alle die gleichen Rechte haben.

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