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Nur ein Jahrzehnt nach der Finanzkrise ignorieren wir gerade eine wesentlich offensichtlichere Krise, die sich langsam auf unserem nur 14 Kilometer von Europe entfernten Nachbarkontinent ausbreitet: Die Verdopplung der Bevölkerung Afrikas bis 2050.

Diese Entwicklung lässt zwei Szenarien zu: Eines, in dem Afrika in nur 17 Jahren über mehr Arbeitskräfte als China oder Indien verfügt und die treibende Kraft der Weltwirtschaft sein wird. Oder eines, wo Millionen junger Menschen auf dem afrikanischen Kontinent keine Beschäftigung haben oder ihnen die Fähigkeiten fehlen, um eine zu finden – wo sie frustriert sind und weg wollen oder, schlimmer, anfällig werden für extremistische Ideologien. Wer dies als afrikanisches Problem versteht, hat nichts verstanden.

Die aktuellen Rückgänge der Entwicklungsfinanzen, die afrikanischen Ländern zur Verfügung stehen, deuten darauf hin, dass die nötigen Investitionen nicht schnell genug passieren und im Umfang nicht ausreichen. Das ist besorgniserregend. Der heute veröffentlichte Bericht von ONE zeigt, dass alle drei finanziellen Grundpfeiler der Entwicklungsfinanzierung – Entwicklungshilfe, Eigenmittel und Auslandsinvestitionen – auf dem afrikanischen Kontinent seit 2012 geschrumpft sind und heute insgesamt auf dem niedrigsten Level seit 2009 liegen.

Es scheint, als ob die Entwicklungshilfe 2016 mit 140,1 Milliarden US-Dollar ein Allzeithoch erreicht habe. Allerdings ist der Anteil, der für die ärmsten Länder bereitgestellt wird, seit 2013 um vier Prozent gesunken – obwohl es auch dann schon weniger als ein Drittel der Gesamtsumme war. Viele Geber haben ihre Entwicklungshilfebudgets für die Versorgung von Geflüchteten im Inland genutzt. In Deutschland war dies nicht der Fall, doch auch hier wurden große Teile der Kosten als Entwicklungshilfe angerechnet. So konnte Deutschland 2016 zum ersten Mal das Ziel erreichen, 0,7% des Bruttonationaleinkommens als offizielle Entwicklungshilfe aufzuwenden. Deutschland hat 2016 mehr als 25 Prozent seiner Mittel für Geflüchtete in Deutschland ausgegeben – das ist mehr Geld, als nach Afrika floss. Das Gesamtvolumen der afrikanischen Eigenmittel, die größte Finanzquelle für afrikanische Länder, lag 2012 bei 568 Milliarden US-Dollar, ermöglicht durch den Boom der Rohstoffpreise. Doch seitdem sind die Einnahmen um dramatische 24 Prozent eingebrochen.

Auslandsinvestitionen in afrikanische Länder sind seit der internationalen Finanzkrise unbeständig. Nach der Krise sanken die ausländischen Investitionen erst, doch 2012 gipfelten sie bei 77 Milliarden US-Dollar. Damit machten Direktinvestitionen in Afrika fünf Prozent der globalen Auslandsinvestitionen aus. Doch vergangenes Jahr erreichten von jedem global investierten Dollar nur 3 Cent den afrikanischen Kontinent. Darüber hinaus entfielen auf nur sechs der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder, von denen fünf rohstoffreich sind, 75 Prozent der gesamten ausländischen Direktinvestitionen für diese Ländergruppe. Während einer Periode, in der Afrikas Bevölkerung um 14 Prozent angewachsen ist, sind die finanziellen Ressourcen für den Kontinent um 22 Prozent gesunken.

Rückgang der Finanzmittel in Afrika: ODA, FDI und Inlandseinnahmen

Rückgang der Finanzmittel in Afrika: ODA, FDI und Inlandseinnahmen (Quelle: Data Report 2017)

Die Regierungen müssen den demographischen Entwicklungen ins Auge sehen. Noch ist die Gelegenheit günstig, um in Beschäftigung, Bildung und Beteiligung zu investieren, um eine demographische Dividende zu erreichen.  Allein die Geschlechtergleichheit bei Bildung könnte 112 bis 152 Milliarden US-Dollar pro Jahr freisetzen, indem Entwicklungsländer neue Märkte und Handelspartner und Afrikas Wandel mitgestalten. Doch das Zeitfenster schließt sich.

Wenn die aktuelle Generation junger Afrikaner*innen aufwächst ohne die Möglichkeit, eine gute Bildung und Ausbildung zu erhalten, werden mehr und mehr junge Menschen keine andere Möglichkeit mehr für sich sehen, als sich auf den Weg zu machen.

 Der vollständige Bericht kann hier heruntergeladen werden. Die wichtigsten Ergebnisse sind hier zusammengefasst. 

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