9. September 2021
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9. September 2021

129 Tote durch Meningitis-Epidemie in Demokratischer Republik Kongo / Deutschland unterstützt Schutz des Regenwalds in Afrika / Somalia: Der Westen macht die gleichen Fehler wie in Afghanistan

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1. 129 Tote durch Meningitis-Epidemie in Demokratischer Republik Kongo

Deutschlandfunk und aerzteblatt.de berichten über den Ausbruch einer Meningitis-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo, bei der bereits 129 Menschen starben. Insgesamt seien laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Nordosten des Landes bisher 261 Verdachtsfälle ge­meldet worden. Die Sterb­lichkeitsrate sei sehr hoch. Verursacht werden die Infektionen, die bisher vor allem in Banalia in der Provinz Tshopo auftraten, den Angaben zufolge durch Meningokokken. Die Bakterien werden durch Tröpfcheninfektionen übertragen und können zu einer schweren Meningitis oder Sepsis führen. Die kongolesischen Gesund­heitsbehörden haben bereits ein Notfallteam nach Tshopo geschickt. Die WHO wolle rasch mit weiteren Expert*innen und Medikamenten helfen. In dem zentralafrikanischen Land war es in der Vergangenheit immer wieder zu Ausbrüchen von Hirnhautentzündung gekommen, meist jedoch mit einer geringeren Sterblichkeitsrate.

 

2. Deutschland unterstützt Schutz des Regenwalds in Afrika

Mit Vertretern von zehn Ländern, darunter Kamerun, der Tschad, die Republik Kongo und die Demokratische Republik Kongo, vereinbarte Entwicklungsminister Gerd Müller auf der Tropenwald-Konferenz in Berlin verstärkte Schutzmaßnahmen für den zweitgrößten Regenwald der Erde. Darüber berichten die Deutsche Welle und ZDF.de. Müller habe darauf aufmerksam gemacht, dass die Zerstörung der Regenwälder durch Brandrodung elf Prozent der weltweiten CO2-Emissionen ausmache. Das Kongobecken sei nach dem Amazonas-Regenwald der zweitgrößte Tropenwald. Expert*innen schätzen jedoch, dass im Kongobecken bis 2100 kein Regenwald mehr übrig sein wird. Deutschland unterstütze den Prozess zum Schutz des afrikanischen Regenwaldes über die zentralafrikanische Waldinitiative CAFI. Ziel sei es, 127 Millionen Hektar Wald bis 2030 zu schützen und wiederherzustellen – “das ist die dreifache Größe Deutschlands”, so Müller. Die indigene Bevölkerung soll in die Schutzmaßnahmen eng eingebunden werden.

 

3. Somalia: Der Westen macht die gleichen Fehler wie in Afghanistan

Christian Putsch thematisiert in der Welt die Situation in Somalia. Seit der Rückeroberung Afghanistans durch die Taliban werden viele Vergleiche mit der Situation im flächenmäßig fast gleich großen Land gezogen. Die Parallelen drängen sich auf, so Putsch, da der Aufbau der Zentralregierung auch in Somalia nur mit mäßigem Erfolg laufe. Die Vereinigten Staaten haben aus beiden Ländern ihre Soldat*innen abgezogen. Somalia gelten die Regierungstruppen auch nach 15 Jahren westlicher Militärhilfe als unfähig, sich gegen die Terrorist*innen zur Wehr zu setzen. Allerdings würden laut der Einschätzung von Beobachter*innen ohne die Amisom-Mission der afrikanischen Union auch große Städte wie Mogadischu und Kismayo wieder in die Hände der Terrorgruppe al-Schabab fallen. Bis Ende 2023 sei geplant gewesen, die Soldat*innen der Amisom abziehen zu lassen. Doch dies scheine nach den Ereignissen in Afghanistan unrealistisch. Laut Putsch müsse sich der Westen einige gravierende Fehler eingestehen. Die Aufgabe, staatliche Strukturen in einem Land aufzubauen, sei unterschätzt worden. Zudem sei der Organisationsgrad von al-Schabab falsch eingeschätzt worden. Das größte Scheitern liege allerdings im erfolglosen Kampf gegen die Korruption.

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