7. Januar 2020
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7. Januar 2020

„Babyfabriken“ boomen in Nigeria / Deutschland verbessert Transport von Ebola-Kranken / Kenia: USA stocken Truppen auf

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1. „Babyfabriken“ boomen in Nigeria
Das Redaktionsnetzwerk Deutschland thematisiert den illegalen Handel mit Säuglingen und Kleinkindern in Nigeria. Dieser habe sich zu einem lukrativen Geschäft für Menschenhändler*innen entwickelt. Die Nachfrage sei sehr hoch. Laut der Hilfsorgsanisation SOS-Kinderdörfer vermitteln die Menschenhändler*innen die Kinder oft an kinderlose Paare aus der ganzen Welt. Neben der illegalen Adoption werden die Kinder auch zu Sklaverei, sexuellen Handlungen und Organhandel missbraucht. An die Kinder gelangen die Menschenhändler*innen meist dadurch, dass sie junge Frauen aus dem armen Osten des Landes mit Versprechen auf ein besseres Leben anlocken, sie dann entführen und schwängern. Auch verzweifelte schwangere Jugendliche, die von ihren Familien verstoßen wurden, seien oft Opfer des Kinderhandels. Oft werden diese selbst nach der Geburt in „Babyfabriken“ festgehalten und zum Sex gezwungen, um erneut schwanger zu werden.

2. Deutschland verbessert Transport von Ebola-Kranken
Christoph Schult berichtet im aktuellen Spiegel, dass das Auswärtige Amt (AA) plant, erkrankte Ebola-Helfer*innen nach Deutschland zu evakuieren. Seit dem Sommer 2018 seien in der Demokratischen Republik bereits über 2200 Menschen an der hochansteckenden Infektionskrankheit gestorben, bei dem Ebola-Ausbruch in Westafrika zwischen 2013 und 2016 seien insgesamt rund 11.000 Menschen ums Leben gekommen. Anders als bei der letzten Epidemie gebe es jetzt zwar zwei Ebola-Impfstoffe, diese können allerdings nicht flächendeckend eingesetzt werden, da einige Gebiete im Kongo unter Kontrolle von Rebell*innen seien. Die Gefahr einer regionalen Ausbreitung sei laut AA noch immer „sehr hoch“. Mithilfe von „modularen Evakuierungseinheiten“ wolle das Bundesaußenministerium Betroffene bereits beim Transport intensivmedizinisch versorgen und dabei das behandelnde medizinische Personal schützen. Durch die Bauweise könne zudem nach Ankunft ein schnellerer Transport in ein Krankhaus gewährleistet werden. Dadurch könne wichtige Zeit gespart werden – gewöhnlich sterben Patient*innen „binnen zehn Tagen“. Die Evakuierungseinheiten seien kompakt genug, um mit gängigen Frachtflugzeugen transportiert zu werden.

3. Kenia: USA stocken Truppen auf
Zwei Tage nach dem Angriff auf einen US-Militärstützpunkt in Kenia kam es im Osten des Landes  erneut zu einem Anschlag, wie Tagesschau.de berichtet. Dabei seien vier Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Zudem töteten Milizionäre der islamistischen Al-Shabab sechs weitere Menschen in einer kenianischen Grenzregion. Im Nachbarland Somalia kämpfe die Terrororganisation um die Vorherrschaft. Mit Unterstützung der USA stelle Kenia Truppen für eine Mission der Afrikanischen Union bereit, um gegen Al-Shabab vorzugehen. Wie die Agentur Reuters weiter meldet, stocken die USA als Reaktion auf den Anschlag vor zwei Tagen ihre Truppen in Kenia auf. Bei dem Angriff seien nicht nur drei US-Militärs getötet worden, sondern es seien jeweils zwei Flugzeuge und Hubschrauber sowie mehrere Armeefahrzeuge zerstört worden.

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