7. Dezember 2021
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7. Dezember 2021

Svenja Schulze wird neue Entwicklungsministerin / Afrika produziert eigene Impfstoffe / Pandemie: Afrika beklagt “Afrophobie”

1. Svenja Schulze wird neue Entwicklungsministerin

Die bisherige Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) soll im Kabinett vom designierten Bundeskanzler Olaf Scholz das Entwicklungsministerium übernehmen. Darüber berichten unter anderem die BILD und die Westfälischen Nachrichten. Laut Scholz sei die 53-Jährige „genau die richtige“ Ministerin für die wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Dies seien wichtige Themen für „Deutschlands Verortung in der Welt“. Die Amtsübergabe sei für Mittwoch geplant. Schulze sei die vierte Frau in der Ministerriege der SPD. Ab 2010 war Schulze sieben Jahre lang Landesforschungsministerin von Nordrhein-Westfalen. Seit März 2018 war sie Bundesumweltministerin. Sie hatte unter anderem das deutsche Klimaschutz-Paket mit auf den Weg gebracht. Für Schulze sei es “eine große Ehre”, im ersten Kabinett mit Scholz arbeiten zu dürfen. Laut Scholz müsse das Entwicklungsministerium in Zukunft sicherstellen, dass es überall gute Entwicklungsperspektiven gibt. Weiterhin müssen Hunger, Armut und der Klimawandel bekämpft werden.

 

2. Afrika produziert eigene Impfstoffe

Fritz Schaap berichtet im Spiegel über die südafrikanische Firma Afrigen, die daran arbeitet, den ersten mRNA-Impfstoff auf dem afrikanischen Kontinent zu entwickeln und herzustellen. Das Ziel sei, dass Afrika in Zukunft besser dastehe und nicht mehr nur auf Impfstoffspenden aus dem Ausland angewiesen sei. Afrigen versuche, den Moderna-Impfstoff zu kopieren und an die Bedürfnisse ärmerer Länder anzupassen. Der Impfstoff soll beispielsweise wärmeresistenter sein. Eigentlich hätte man mit einem bereits fertig entwickelten Impfstoff arbeiten können, doch keiner der mRNA-Impfstoffproduzenten sei bereit gewesen, seine Patente abzugeben. Das Handelsblatt, Deutschlandfunk und das Ärzteblatt berichten ferner, dass Afrika bis 2040 rund 60 Prozent seiner Impfstoffe selbst produzieren will. Der Aufbau einer eigenen Impfstoffproduktion sei nicht nur im Kampf gegen die Corona-Pandemie notwendig, sondern auch gegen andere Krankheiten wie Malaria oder Ebola. Man habe erste Fortschritte gemacht seit dem Aufbau einer entsprechenden Plattform vor acht Monaten durch die Afrikanische Union (AU). Dazu zähle die Gründung der Afrikanischen Medizinagentur (AMA).

 

3. Pandemie: Afrika beklagt “Afrophobie”

Die Reisebeschränkungen für das südliche Afrika, die aufgrund der Corona-Variante Omikron verhängt wurden, befeuern Afrophobie, schreibt Bernd Dörries in der Süddeutschen Zeitung. Das könne in der Berichterstattung der europäischen Medien beobachtet werden. Gleichzeitig werden die Reisebeschränkungen für südafrikanische Länder zu einem wirtschaftlichen Milliardenschaden führen. Die Regierungen der betroffenen Länder fordern deshalb, die Verbote zurückzuziehen. Auch der frühere südafrikanische Oppositionsführer Mmusi Maimane schreibt in einem Gastbeitrag für die Berliner Zeitung von “tief sitzenden Vorurteilen” der westlichen Länder gegenüber dem afrikanischen Kontinent. Die Virus-Mutation sei lange im weltweiten Umlauf gewesen, bevor südafrikanische Wissenschaftler*innen gegenüber der Weltgemeinschaft “Rechenschaft ablegten”, so Maimane. Afrika sei ein Kontinent der Chancen, “das nächste Indien und China zugleich”, weil die Bevölkerung bis zum Jahr 2040 voraussichtlich auf 2,5 Milliarden Personen heranwachsen werde. Das nächste Jahrzehnt gehöre Afrika, und Maimane setze auf seine mehrheitlich junge Bevölkerung, um “die Früchte der demografischen Dividende” zu ernten. Die Welt müsse “sorgfältig darüber nachdenken”, wie sie Afrika in der aktuellen Phase des Übergangs behandele.

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