7. April 2022

7. April 2022

Hunger in Afrika: Rotes Kreuz schlägt Alarm / Kriegsverbrechen in Äthiopien / EU: Energie aus Afrika statt Russland?

1. Hunger in Afrika: Rotes Kreuz schlägt Alarm
Laut dem Internationalen Roten Kreuz leidet jeder Vierte in Afrika unter Hunger – insgesamt rund 346 Millionen Menschen. Das berichten unter anderem Spiegel, Zeit Online und Stern.de. Die Zahl der Hungernden auf dem Kontinent werde in den kommenden Monaten noch weiter zunehmen. Diese Krise dürfe trotz des Ukraine-Kriegs nicht in den Hintergrund rücken, warnt das Rote Kreuz. Die gegenwärtige Dürre sei maßgeblich verantwortlich für den Hunger in Somalia und Äthiopien. In Äthiopien verschärfe der Tigray-Konflikt die Lage noch weiter. In Westafrika habe sich die Situation ebenfalls dramatisch verschlechtert. Die Gründe hierfür reichen von bewaffneten Konflikten, Dürren, Überschwemmungen bis zu den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Hinzu kommen deutlich schlechtere Ernten und ein starker Anstieg der Lebensmittelpreise. In Vergleich zu 2015 sei dort die Zahl der Hungernden von sieben auf 27 Millionen gestiegen. Bis Mitte des Jahres erwarten Hilfsorganisationen einen weiteren Anstieg auf 38 Millionen Hungerleidende. Darüber hinaus habe der Ukraine-Krieg bereits jetzt starke Auswirkungen auf die Verfügbarkeit und die Preise von Getreide in Afrika, wie das Handelsblatt thematisiert.

2. Kriegsverbrechen in Äthiopien
Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, prangern die Menschenrechtsorganisationen Amnesty International (AI) und Human Rights Watch (HRW) Kriegsverbrechen in der umkämpften Region Tigray an. Vor allem Sicherheitskräfte aus der Region Amhara sollen verantwortlich sein für “Massenvertreibungen, Vergewaltigungen, Plünderungen und brutale Tötungen”. Das äthiopische Militär solle diese Taten billigen und sich sogar beteiligen – was die Zentralregierung in Addis Abeba leugne. In der Tigray-Region sollen ferner “ethnische Säuberungen” stattfinden, die als Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu werten seien, so AI und HRW. Die beiden Organisationen rufen die Regierung Äthiopiens auf, dringend zu reagieren und die Sicherheitskräfte abzuziehen. Die internationale Reaktion auf das Handeln der Zentralregierung sei noch zu zurückhaltend, klagen die Menschenrechtsorganisationen an.

3. EU: Energie aus Afrika statt Russland?
Als Reaktion auf die Abkehr der EU von russischen Rohstoffen, bringen sich laut Tagesspiegel Schwellenländer als Alternativen in Stellung. Kadri Simson, Energiekommissarin der EU, sieht in Afrika großes Potential für die Produktion von grünem Wasserstoff. Insgesamt seien Schwellenländer wie Nigeria, Ägypten und Marokko, aber auch Indonesien, offen für Energiepartnerschaften mit der EU, erwarten allerdings starke Investitionen in den Um- und Ausbau des eigenen Energiesektors. Europa spiele eine entscheidende Rolle dabei, Schwellenländer darin zu unterstützen, stärker auf nachhaltige Alternativen zu setzen als auf fossile Energieträger.

 

 

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