6. Januar 2020
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6. Januar 2020

Terrorserie in Afrika / Müller für neuen EU-Afrika-Pakt / US-Botschafter verlässt Sambia

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1. Terrorserie in Afrika
Afrika hat eine regelrechten Serie an Terroranschlägen zu beklagen. Bei einem Attentat auf einen Schulbus in Burkina Faso seien mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen Kinder. Das melden unter anderem Spiegel Online, Zeit Online, die Stuttgarter Nachrichten und der Deutschlandfunk. Neun weitere Betroffene seien verletzt worden. Noch sei nicht klar, wer genau für die Tat verantwortlich sei. Das Land sei in den vergangenen Jahren vermehrt Zielscheibe für Anschlage islamistischer Gruppierungen gewesen. Wie das ZDF und der Deutschlandfunk weiter melden, hat die Terrormiliz Boko Haram bereits vor Weihnachten ein Massaker auf dem Tschadsee verübt, bei dem rund 50 Menschen umgebracht wurden. Der Anschlag sei nur dank eines Überlebenden bekannt geworden, die meisten von ihnen Fischer*innen aus Tschad, Kamerun und Nigeria. Ferner berichten Tagesschau.de, Spiegel Online, die Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Tageszeitung (taz) und der Deutschlandfunk, dass die islamistische Al-Shabab-Miliz einen Anschlag auf einen Militärstützpunkt in Kenia verübt hat. Dabei seien ein US-amerikanischer Soldat und zwei Pentagonmitarbeiter*innen getötet worden. Zwei weitere Soldat*innen seien verletzt worden. US-General Stephen Townsend verkündete, die USA werde weiterhin dafür sorgen, „dass Al-Shabaab kein Rückzugsgebiet in Ostafrika habe, um Anschläge zu planen“.

2. Müller für neuen EU-Afrika-Pakt
Im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland fordert Entwicklungsminister Gerd Müller eine Neuausrichtung der EU-Afrika-Politik. Das diesjährige Auslaufen des Cotonou-Vertrags könne die Gelegenheit für eine neue Partnerschaft sein. Kernelemente sollen eine Zusammenarbeit in Energie- und Klimafragen, die Bekämpfung von Armut und Hunger, faire Handelsbeziehungen sowie ein „Abkommen für geregelte Migration“ sein. In Anbetracht des stark wachsenden afrikanischen Energiebedarfs müsse Afrika zu einem „grünen Kontinent“ werden, um die globale Erderwärmung noch auf zwei Grad begrenzen zu können. Derzeit seien dort jedoch etwa 450 Kohlekraftwerke im Aufbau oder geplant. Zudem kündigte der CSU-Minister die Einrichtung eines deutsch-afrikanischen Jugendwerks an.

3. US-Botschafter verlässt Sambia
Wie die BILD, die Süddeutsche Zeitung, der Tagesspiegel sowie der Deutschlandfunk melden, verlässt der US-Botschafter Daniel Foote Sambia. Dem war ein Streit über die Rechte Homosexueller vorausgegangen. Die Regierung Sambias hatte nach Kritik des US-Diplomaten an der homophoben Politik des Landes um die Ablösung Footes gebeten. In Sambia seien homosexuelle Handlungen verboten und können mit langjährigen Haftstrafen geahndet werden.

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