5 Gründe, weshalb 50% der Entwicklungshilfe an die Ärmsten gehen muss

5 Gründe, weshalb 50% der Entwicklungshilfe an die Ärmsten gehen muss

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Die am wenigsten entwickelten Länder

Die am wenigsten entwickelten Länder

Dass Entwicklungsgelder vor allem an die Menschen gehen sollten, die sie am dringendsten brauchen, scheint eigentlich ein „no brainer“ zu sein. In der Praxis sieht das jedoch oft anders aus. Es gibt einen alarmierenden Trend, dass weltweit immer weniger Gelder an die am wenigsten entwickelten Länder, auch LDCs genannt, fließen.

ONE fordert daher, dass bis 2020 die Hälfte der Entwicklungsgelder an die am wenigsten entwickelten Länder fließen muss. Diese Gruppe von Staaten hat ein besonders niedriges Bruttosozialprodukt und nur sehr wenig Menschen haben z.B. Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung.

Hier sind 5 gute Gründe, weshalb 50% der Entwicklungsgelder an die am wenigsten entwickelten Länder gehen müssen.

1) Der Bedarf ist am höchsten. In diesen Ländern lebt im Durchschnitt 43% der Bevölkerung von weniger als 1,25 US-Dollar (ungefähr 1 Euro) pro Tag und sind damit von extremer Armut betroffen. In anderen Entwicklungsländern liegt dieser Anteil bei nur 13%.

2) Die Armut ist noch extremer. In den am wenigsten entwickelten Ländern leben Menschen oft noch deutlich unter dem Limit von 1,25 US-Dollar pro Tag. Der Grad der Armut in diesen Ländern ist daher noch höher, als es in anderen Entwicklungsländern der Fall ist.

3) Sie sind strukturell besonders schwach. Die am wenigsten entwickelten Länder sind durch schwache wirtschaftliche und soziale Entwicklung gekennzeichnet. Dadurch sind sie besonders gefährdet, in extreme Armut abzurutschen, und können sich nur schwer aus dieser befreien.

4) Sie sind besonders auf Entwicklungsgelder angewiesen. Für diese Länder ist es schwieriger, Gelder durch Steuereinnahmen oder Investitionen aus dem Ausland zu bekommen als für Länder mit mittleren Einkommen. Deshalb sind sie besonders auf Hilfe angewiesen. In den am wenigsten entwickelten Ländern stammen über 70% der Investitionen aus dem Ausland aus staatlichen Entwicklungsgeldern.

5) Bis zum Jahr 2030 wird die Hälfte der weltweit extrem armen Menschen in diesen Ländern leben. Wenn wir es schaffen wollen, bis zum Jahr 2030 extreme Armut zu beenden, müssen wir uns auf die Menschen konzentrieren, die am ärmsten und am schlechtesten zu erreichen sind. Dabei müssen wir besonders darauf achten, wo diese Menschen tatsächlich leben.

Die Umsetzung dieses Ziels ist eine Frage des politischen Willens. Island und Irland wenden bereits die Hälfte ihrer Entwicklungsgelder für die am wenigsten entwickelten Länder auf. Belgien, Großbritannien, Japan, Korea und Luxemburg sind nicht weit davon entfernt.

Wenn wir bis 2030 extreme Armut beenden wollen, muss Entwicklungshilfe besser verteilt werden. Fordere Merkel jetzt dazu auf, sich zum 50%-Ziel zu bekennen und nimm an unserer Twitter-Aktion teil.

Was ONE sonst noch fordert und wie wir das erreichen können, kannst du in unseren diesjähren DATA-Bericht nachlesen.

 

                                                                                                         -Fabian Hühne-

×

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unserer Privacy Policy einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.
Du willst immer auf dem Laufenden sein, wie du dich im Kampf gegen extreme Armut engagieren kannst?
Dann trag dich auf unserem Verteiler ein, um E-Mails von ONE zu erhalten und gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Deine Unterstützung bedeutet uns sehr viel. Wir werden dich niemals um Spenden bitten. Du kannst dich jederzeit austragen.
Bist du sicher? Wenn du 'Ja' auswählst, zeigen wir dir weitere Wege, dich mit deiner Stimme im Kampf gegen extreme Armut einzusetzen. Du kannst dich jederzeit austragen.

Diskutiere mit

Regeln für Kommentare