4. Dezember 2020

4. Dezember 2020

UN-Corona-Gipfel: António Guterres warnt vor langfristigen Auswirkungen der Pandemie / Mutmaßlicher Kriegsverbrecher aus Liberia steht vor Bundesstrafgericht in der Schweiz / Opposition kritisiert Bundesregierung für Entwicklungszusammenarbeit als Migrationspolitik

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

1. UN-Corona-Gipfel: António Guterres warnt vor langfristigen Auswirkungen der Pandemie
Mehrere Medien, darunter Arte, ZDF und Stern.de, berichten über die Rede des Generalsekretärs der Vereinten Nationen (UN) António Guterres anlässlich eines Sondergipfels der UN-Generalversammlung zur Coronakrise. Die Pandemie habe weltweit fast 1,5 Millionen Menschen das Leben gekostet und die soziale Ungleichheit sowie den Klimawandel verschärft, so der UN-Generalsekretär. Er warnt, dass ein Impfstoff die langfristigen Schäden der Coronakrise nicht beheben könne. Denn es drohe eine Hungersnot, die extreme Armut nehme zu und die Welt stünde vor einer der größten globalen Rezessionen seit acht Jahrzehnten. Er habe daher an die Staatengemeinschaft appelliert, einen fairen Zugang für alle zu einem Impfstoff zu ermöglichen. Dieser solle als „globales öffentliches Gut“ betrachtet werden. Mehrere deutsche Organisationen fordern eine entschlossene internationale Zusammenarbeit in der Pandemie-Bekämpfung. ONE warnt vor „Impf-Nationalismus“ und bittet die Staaten, die Covax-Initiative zu unterstützen.

2. Mutmaßlicher Kriegsverbrecher aus Liberia steht vor Bundesstrafgericht in der Schweiz
Wie die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) und das Langenthaler Tagblatt schreiben, wird in der Schweiz derzeit erstmals ein Prozess gegen einen mutmaßlichen Kriegsverbrecher aus Liberia geführt. Der Angeklagte Alieu Kosiah habe vor seiner Verhaftung jahrelang in der Schweiz gelebt und sei jetzt seit über sechs Jahren in Untersuchungs- und Sicherheitshaft. Die Vorwürfe gegen Kosiah sind schwerwiegend: er habe eine Frau mehrfach vergewaltigt, einen Kindersoldaten rekrutiert sowie Ermordungen und Misshandlungen von Zivilist*innen angeordnet und durchgeführt. Zudem habe seine Gruppierung männliche Jugendliche und Männer zu Gewaltmärschen gezwungen. Wer erschöpft war, sei geschlagen oder direkt exekutiert worden. Außerdem werde Kosiah vorgeworfen, das Herz eines ermordeten Mannes verspeist zu haben. Der Fall ist historisch, da er der erste Fall vor einem Bundesstrafgericht in der Schweiz sei und sich erstmals ein liberianischer Warlord vor einem Gericht für Kriegsverbrechen in Liberia verantworten müsse.

3. Opposition kritisiert Bundesregierung für Entwicklungszusammenarbeit als Migrationspolitik
Sofian Philip Naceur meldet in der Tageszeitung (TAZ), dass die Bundesregierung Algerien nun als bilateralen Partner der deutschen Entwicklungszusammenarbeit betrachten wird. Allerdings hat sich die Menschrechtslage in Algerien in den letzten Jahren verschlechtert. Der Grünen-Bundestagsabgeordneten und Fraktionssprecher für Entwicklungspolitik Uwe Kekeritz verurteilt daher die Zusammenarbeit mit Algerien. Es gehe bei der Kooperation mit Algerien um Deutschlands geopolitische Interessen. Kekeritz zeigte sich insbesondere darüber besorgt, dass Deutschland nun vermehrt mit Transitstaaten des afrikanischen Kontinents zusammenarbeite. Algerien führe fast wöchentlich völkerrechtswidrige Massenabschiebungen nach Niger durch. Für Deutschland und weitere EU-Staaten sei Entwicklungspolitik zu einem elementaren Bestandteil der Grenzkontrollpolitik auf dem afrikanischen Kontinent geworden. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung entgegnete dem, dass es sich bei der Zusammenarbeit mit Algerien nicht um migrationspolitische Aspekte gehe. Vielmehr lege das BMZ den Fokus auf die Förderung von Umweltprojekten. Allerdings fördere Algerien selbst die Gewinnung fossiler Energie insbesondere mit Fracking. Dagegen protestierten Teile der Zivilbevölkerung, worauf die Behörden mit Gewalt reagiert hätten.

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Du willst immer auf dem Laufenden sein, wie du dich im Kampf gegen extreme Armut engagieren kannst?

Dann trag dich auf unserem Verteiler ein, um E-Mails von ONE zu erhalten und gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Deine Unterstützung bedeutet uns sehr viel. Wir werden dich niemals um Spenden bitten. Du kannst dich jederzeit austragen.
Privacy options
Bist du sicher? Wenn du 'Ja' auswählst, zeigen wir dir weitere Wege, dich mit deiner Stimme im Kampf gegen extreme Armut einzusetzen. Du kannst dich jederzeit austragen.

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

You agree to receive occasional updates about ONE’s campaigns. You can austragen at any time.

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt. Es gelten die Google Datenschutz & Geschäftsbedingungen

Ähnliche Beiträge