31. Juli 2019
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31. Juli 2019

Afrika: Viele Frauen ohne Internetzugang / Berlin mitverantwortlich für Afrikas Klima? / Sudan schließt Schulen

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1. Afrika: Viele Frauen ohne Internetzugang

Silja Fröhlich thematisiert in der Deutschen Welle, dass mehr Männer als Frauen in Afrika Zugang zu Internet und mobilen Diensten haben. Frauen fehlen oft die finanziellen Mittel für mobile Daten. Zudem können auch unangemessene Texte und Fotos bei verheirateten Frauen zu Konflikten in der Familie führen, so Aissata Fall aus dem Senegal. Lediglich jede dritte Handybesitzerin nutze mobile Daten. Bei den Männern seien es immerhin sieben von zehn. Auch nutzen Frauen ihr Mobiltelefon vor allem für berufliche Zwecke. Zu Hause stehe dann die Familie im Mittelpunkt, so Yalwati Shuaibu, Anwältin aus Nigeria. Digitale Bildung sei ein wichtiger Schritt, um Frauen zu stärken, sagt Agnes Odhiambo, Expertin für Frauenrechte. Oft seien auch soziale Strukturen ein Problem. So können Frauen oft nicht selbständig handeln, wenn es um den Kauf von mobilen Daten oder Handys und Smartphones geht. Der globale Mobilfunkunternehmensverband GSMA schätzte jedoch, dass die globale Wirtschaftskraft um rund 628 Milliarden Euro steigen könne, wenn Frauen den gleichen Zugang zum Internet haben wie Männer. Insbesondere in Afrika mit seinem großen Sektor für mobile Technologien gebe es hier enormes Potenzial. Auch für demokratische Prozesse und das Mitwirken bei politischen Entscheidungen sei es wichtig, Frauen den Zugang zum Internet zu ermöglichen, so die mosambikische Frauenrechtlerin Graca Samo.

2. Berlin mitverantwortlich für Afrikas Klima?

Unter anderem das Handelsblatt, der Deutschlandfunk und Focus Online berichten, dass Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) die Verantwortung für Klimaschutz in Afrika auch in Deutschland sieht. Aktuell beobachte man die Auswirkungen der Klimaveränderung in Europa, aber die Situation sei in Afrika um “ein Vielfaches dramatischer”, so Karliczek. Sie wolle die Ausbildung lokaler Klimaexpert*innen vorantreiben und laufende Klimaforschungsprojekte unterstützen. Rund 25 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren seien für Investitionen in Westafrika geplant. Auch Bundesentwicklungsminister Gerd Müller sehe hier Handlungsbedarf. In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland forderte er eine/n eigenständige/n Afrika-Kommissar*in im Kabinett der angehenden EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

3.Sudan schließt Schulen

Wie mehrere Medien, darunter der Tagesspiegel, der Deutschlandfunk, die Stuttgarter Zeitung, der Standard und Evangelische.de  berichten, schließt das Militär im Sudan landesweit alle Schulen. Zuvor seien am Montag fünf Schüler*innen in der Stadt Al-Obeid von Sicherheitskräften erschossen worden, als sie gegen die Rationierung von Brot und Benzin demonstriert haben. Nun schließe die Regierung landesweit alle Schulen und reagiere somit auf die nun stattfindenden Proteste von Schüler*innen gegen Polizeigewalt. Auch die Verhandlungen zwischen der Protestbewegung und dem Militärrat seien vorerst vertagt worden, so Taha Osmann, Unterhändler der Opposition. Das Kinderhilfswerk Unicef habe die Regierung im Sudan zu einer Untersuchung der Vorkommnisse aufgerufen.

 

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