31. Juli 2020
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31. Juli 2020

Corona-Impfstoff für alle? / Klimakrise verschärft sich im Schatten von Corona / Korruption nimmt zu

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1. Corona-Impfstoff für alle?
Das Handelsblatt thematisiert, wie das Wettrennen um einen Corona-Impfstoff die zwischenstaatlichen Beziehungen beeinflusst. Nicht erst seit der Pandemie gebe es Vorwürfe von Hackerangriffen gegen China und Russland. Zwar betonen die meisten Staaten die Bedeutung internationaler Kooperation in der Corona-Bekämpfung. Trotzdem wolle jeder Staat der erste sein, der einen effizienten Impfstoff entwickelt. Ob ein künftiger Impfstoff auch wirklich allen Menschen zugänglich gemacht werde, sei umstritten. Der Reflex, sich auf die eigene Bevölkerung zu fokussieren, sei sehr stark, wie Außenpolitiker Norbert Röttgen (CDU) sagt. Er warnt vor einem „Impfstoff-Nationalismus“. Stärker von Armut betroffene Staaten ohne eigene Pharmaindustrie könnten dadurch auf der Strecke bleiben. Insbesondere China sehe den Impfstoff nicht nur als Mittel zum Schutz der eigenen Bevölkerung, sondern auch als politische Währung. Peking verspreche afrikanischen Staaten, ihnen Zugang zum Impfstoff zu geben und Kredite für Medizin bereitzustellen. Beim China-Afrika-Gipfel Mitte Juni habe Chinas Präsident Xi Jinping seine Unterstützung zugesichert. So könne sich China den Einfluss auf seine Rohstofflieferungen und Absatzmärkte auf dem afrikanischen Kontinent sichern.

2. Klimakrise verschärft sich im Schatten von Corona
Wie die Hamburger Morgenpost thematisiert, macht die Klimakrise auch während der Corona-Pandemie keinen Halt. Zu Beginn der Pandemie sei vielerorts von einer Erholung der Natur gesprochen worden, weil CO2-Werte sanken. Dies sei aber längst kein Langzeit-Trend. Nicht nur in Lateinamerika werde Regenwald abgeholzt. Laut der UN-Landwirtschaftsbehörde FAO sei Afrika in den letzten zehn Jahren Brennpunkt der weltweiten Waldverluste geworden. Starkes Bevölkerungswachstum und die Not von Kleinbauern und –bäuerinnen, neue Ackerflächen zu gewinnen, seien die Gründe dafür. Nicht zu unterschätzen seien zudem klimawandelbedingte Extremwetterereignisse wie Dürren, Heuschreckenplage oder Stürme. Zudem werde die Lage für Umweltaktivist*innen immer gefährlicher. 2019 seien 212 Umweltschüter*innen getötet worden, wie die NGO Global Witness in einer Studie mitteilte. Die Deutsche Welle berichtet über ein Projekt junger kenianischer Agrarunternehmer*innen. Frederick Kimathi Githua und sein Team lassen in ihrem Gewächshaus in Nairobi nicht Pflanzen, sondern Larven heranwachsen. Die Insekten werden als Tierfutter verwendet. Durch die sozialen Netzwerke finde sein Unternehmen auch international Beachtung. Er liefere Starter-Sets mit Fliegeneier an andere Produktionsstätten in Afrika, aber auch Europa. Die Herstellung sei umweltfreundlicher und ergiebiger als etwas von Soja, was sonst Hauptbestandteil der meisten Tierfuttermittel sei.

3. Korruption nimmt zu
Wie David Ehl in der Deutschen Welle thematisiert, kommen nicht alle Mittel, die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie mobilisiert werden, dort an, wo sie sollen Das Korruptionsrisiko sei extrem hoch. Wegen der Dringlichkeit würden vielerorts Anti-Korruptions-Mechanismen ausgesetzt, wie Sarah Steingrüber erklärt, unabhängige Beraterin für Anti-Korruptionsmaßnahmen im Bereich Globale Gesundheit. In Simbabwe etwa seien im Covidgate-Skandal überteuerte Schutzmasken für 28 US-Dollar pro Stück verkauft worden, was einem Monatsgehalt in Simbabwe entspreche. Der mittlerweile entlassene Gesundheitsminister Obadiah Moyo müsse sich nun vor Gericht verantworten, jedoch stehe auch die Präsidentenfamilie unter Verdacht, in den Fall verstrickt zu sein. Muchaneta Mundopa, Beobachterin bei Transparency International Simbabwe, erklärt, dass es zudem auch im pharmazeutischen Bereich Korruption gebe und das chronisch unterbezahlte medizinisches Personal Schmiergeld annehme, wie aus einer derzeit laufenden Studie hervorgehe. Auch der Zugang zu Beatmungsgeräten und das vorzeitige Quarantäne-Ende könne sich in verschiedenen afrikanischen Ländern erkauft werden, wie zuletzt in Kamerun. Die Zivilbevölkerung könne wegen der Ausgangsbeschränkungen nicht gegen die Korruption mobilisieren.

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