31. August 2021
Aktuelles

31. August 2021

Entwicklungszusammenarbeit im Bundestagswahlkampf / Südafrika: Impfskepsis bremst Erholung / Mali: Kein einheitlicher Plan

1. Entwicklungszusammenarbeit im Bundestagswahlkampf

André Bochow thematisiert in der Schwäbischen Zeitung die entwicklungspolitischen Vorhaben der Parteien im Wahlkampf für den Bundestag. Vor sechs Jahren haben sich alle UN-Mitgliedsstaaten zur Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung bekannt. Trotzdem prallen die Pläne immer wieder auf die Interessen der deutschen Wirtschaft. Bis auf die AFD stehen alle Parteien zu den 17 UN-Entwicklungszielen. So konzentriere sich die Union stark auf afrikanische Länder, die SPD plane dagegen das Lieferkettengesetz mit “Zugang zu Gerichten in Europa und Entschädigung der Opfer” zu verschärfen. Die Grünen wollen eine Institution, die das Regierungshandeln nach entwicklungspolitischen Maßgaben überprüft und die Linken rufen dazu auf, Militärausgaben weltweit um zehn Prozent zu senken. Die FDP wolle wirtschaftlich schwächere Länder bis spätestens 2030 mit 0,2 Prozent der Wirtschaftsleistung unterstützen. Unter anderem für die Südwest Presse interviewt Bochow außerdem Heike Spielmans, Geschäftsführerin des Verbands für Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (Venro). Ihr zufolge gehe es weniger um die Auseinandersetzung zwischen den Parteien, die AFD ausgenommen, als um die Behauptung gegenüber anderen Ressorts in der Regierung.

 

2. Südafrika: Impfskepsis bremst Erholung

Tycho Schildbach schreibt in der Tageszeitung (Taz) über die Impfskepsis in Südafrika. Präsident Cyril Ramaphosa wolle eine “Immunisierungsoffensive” starten.Bis Ende des Jahres wolle er 70 bis 90 Prozent der erwachsenen Bevölkerung mindestens eine Dosis verabreichen. Doch die Bevölkerung ziehe nicht mit. Die Impfquote liege aktuell bei 23 Prozent. Eine im Juli durchgeführte Erhebung der Universität von Johannesburg ermittelte Misstrauen in die politischen Institutionen als einen der wichtigsten Gründe für die Ablehnung der Covid-Impfung. Für die Frankfurter Allgemeine Zeitung interviewt Christian Geinitz die südafrikanische Außenministerin Naledi Pandor. In Afrika bestehe durch die Corona-Pandemie die Gefahr von wachsender Armut und wirtschaftlicher Not, während viele andere Länder ökonomisch die Kurve gekriegt hätten. Der Kontinent habe 25 Jahre lang wirtschaftliches Wachstum verzeichnet, den die Pandemie drohe, zunichte zu machen. Von der deutschen Wirtschaft erhoffe sie sich deswegen stärkere Investitionen in den afrikanischen Kontinent, etwa in den Abbau von Mangan und die Lebensmittelproduktion.

 

3. Mali: Kein einheitlicher Plan

In Mali kämpfen radikale Islamisten für einen “Gottesstaat”. Das vergrößert die Wirtschaftskrise und treibt den Kämpfern Nachwuchs zu, berichtet Norbert Hahn für Tagesschau.de. Wenn die seit Jahren versprochene Sicherheit fehle und die Chancen schwinden, den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, haben die Islamisten leichtes Spiel, so Hahn. Im Strudel dieses Konflikts entstehen immer weitere Auseinandersetzungen, zunehmend auch ethnische Konflikte . Fast 2.000 Tote gebe es in den vergangenen zwölf Monaten trotz internationaler Friedenstruppen zu verzeichnen. Christian Mölling, Forschungsdirektor bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, sieht die unterschiedlichen Ansätze der Länder als Problem: Frankreich richte den “Fokus auf die Bekämpfung von Terroristen in der Region mit Spezialeinheiten”, während Deutschland staatliche Strukturen aufbauen wolle, um Terroristen den Nährboden zu entziehen. Benötigt werde jedoch ein allumfassender Ansatz, der alle Beteiligten involviere, sowie ein “langer Atem”.

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Du willst immer auf dem Laufenden sein, wie du dich im Kampf gegen extreme Armut engagieren kannst?

Dann trag dich auf unserem Verteiler ein, um E-Mails von ONE zu erhalten und gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Deine Unterstützung bedeutet uns sehr viel. Wir werden dich niemals um Spenden bitten. Du kannst dich jederzeit austragen.
Privacy options
Bist du sicher? Wenn du 'Ja' auswählst, zeigen wir dir weitere Wege, dich mit deiner Stimme im Kampf gegen extreme Armut einzusetzen. Du kannst dich jederzeit austragen.

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Ich möchte per E-Mail über aktuelle Kampagnen informiert werden (Du kannst dich jederzeit hier austragen)

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt. Es gelten die Google Datenschutz & Geschäftsbedingungen

Ähnliche Beiträge