30. November 2021
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30. November 2021

WHO fordert Pandemie-Abkommen / Nigeria: “Vergewaltigungs-Pandemie” / EU plant Megainfrastrukturprojekt in Entwicklungsländern

1. WHO fordert Pandemie-Abkommen

Angesichts der Ausbreitung der Corona-Variante namens Omikron haben sich die Gesundheitsminister*innen der G7-Staaten gestern außerplanmäßig gemeinsam beraten. Darüber berichten unter anderem die Süddeutsche Zeitung, ZDF.de und Deutsche Welle. Die Impfkampagnen in Entwicklungsländern müssten beschleunigt werden, so die G7-Staaten. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) drängt auf eine gerechte Verteilung von Impfstoffen auf der Welt, um die Pandemie zu beenden, wie Handelsblatt und das Redaktionsnetzwerk Deutschland schreiben. Eine rechtlich bindende Vereinbarung sei die beste Grundlage gemeinsamen Handelns, so WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Viele Dosen seien mit nur noch kurzer Haltbarkeit in den Entwicklungsländern eingetroffen. Dies stelle Empfängerstaaten vor große Herausforderungen, Impfkampagnen nachhaltig zu planen. Die Planungsunsicherheit erschwere es auch, Menschen massenhaft zu mobilisieren . “Das müssen wir jetzt ausbaden”, sagt die Epidemiologin Catherine Kyobutungi, die das Africa Population and Health Research Center leitet, gegenüber dem Spiegel. China hat ferner zugesagt, Afrika 600 Millionen Impfdosen kostenlos zur Verfügung stellen, wie ntv.de berichtet. Weitere 400 Millionen sollen Unternehmen beider Seiten gemeinsam produzieren. Außerdem wolle die Volksrepublik 1.500 medizinische Fachkräfte in Teams nach Afrika entsenden.

2. Nigeria: “Vergewaltigungs-Pandemie”

Die Nationale Menschenrechtskommission hat in Nigeria 2020 über 11.000 Vergewaltigungsfälle dokumentiert. Darüber berichtet Dunja Sadaqi für Tagesschau.de. Laut diesen Berichten erlebe eins von drei Mädchen zumindest eine Form sexuellen Missbrauchs, noch bevor es 25 Jahre alt ist. Stigmatisierung und Schuldzuweisungen führen dazu, dass viele Opfer schweigen und so die Täter zusätzlich ermutigen. Die Dunkelziffer sei somit deutlich höher, sagt Adaora Onyechere, die den Ausschuss für Frauenangelegenheiten der Afrikanischen Union leitet. Die nigerianische Regierung habe bereits 2020 versprochen, strengere Gesetze zu erlassen, um Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe zu ahnden. Die Polizei soll besser ausgebildet, die Bevölkerung stärker sensibilisiert werden, um das Schweigen zu brechen. Wegen sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt sei der Ausnahmezustand ausgerufen worden. Viel verändert habe sich jedoch nicht. Im Gegenteil, währned des Lockdowns im vergangenen Jahr habe sich die Gewalt gegen Frauen noch verstärkt.

3. EU plant Megainfrastrukturprojekt in Entwicklungsländern

Mit einem Investitionsprogramm in Höhe von bis zu 300 Milliarden Euro will die EU den Bau von moderner Infrastruktur in Schwellen- und Entwicklungsländern fördern. Das thematisiert Moritz Koch im Handelsblatt. Morgen soll die Strategie mit dem Namen “Global Gateway” offiziell von der EU-Kommission vorgestellt werden. Um die UN-Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und eine klimaneutrale Weltwirtschaft zu schaffen, fehlen nach EU-Schätzungen 1,3 Billionen Euro pro Jahr. Viel zu lange habe sich die EU gescheut, ein Problem für den Infrastrukturausbau außerhalb Europas aufzulegen, so Frank Kehlenbach, der beim Hauptverband der Deutschen Bauindustrie den Bereich Europa und Auslandsbau leitet. Die Strategie könne auch auf eine Neuausrichtung der europäischen Entwicklungspolitik hinauslaufen. Bisher habe sich die EU auf klassische Entwicklungszusammenarbeit konzentriert und die strategische Bedeutung von Infrastrukturvorhaben vernachlässigt. Dabei haben neben der EU auch Japan, die USA und Großbritannien die Bedeutung einer strategischen Infrastrukturpolitik erkannt. Sie seien der EU bei der Umsetzung aber deutlich voraus, schreibt Koch.

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