30. August 2021
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30. August 2021

Deutschland spendet 70 Millionen Impfdosen / Äthiopien: Zerbricht der Vielvölkerstaat? / Nigeria: Entführte Kinder wieder frei

1. Deutschland spendet 70 Millionen Impfdosen

Mehrere Medien, darunter Tagesschau.de, die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichten über die G20-Konferenz „Compact with Africa“, die am Freitag in Berlin stattfand. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe zusätzlich zu den bisher zugesagten 30 Millionen Corona-Impfdosen weitere 40 Millionen Vakzine angekündigt, die die Bundesregierung ärmeren Ländern zukommen lassen möchte. Die Tatsache, dass bislang nur zwei Prozent der Bevölkerung in Afrika gegen das Coronavirus geimpft seien, sei „eine dramatische Ungerechtigkeit, die wir schnell überwinden müssen“, so Merkel. Es gebe zudem erste konkrete Projekte für eine Impfstoffproduktion in Afrika. Auch Entwicklungsminister Gerd Müller habe sich für eine eigenständige Impfstoffproduktion in Afrika ausgesprochen. Unter anderem das Handelsblatt, die Rheinische Post und RTL.de melden, dass das deutsche Pharma-Unternehmen BioNTech erwägt, Impfstoffe auch in Afrika herzustellen. Geprüft werden Produktionsmöglichkeiten in Südafrika, Ruanda und Senegal. BioNTechs mRNA-Technologie könne auch über Covid-19 hinaus angewandt werden, man arbeite bereits an Impfstoffen gegen Tuberkulose, Malaria und HIV. Die Entwicklungsorganisation ONE fordert ferner kurzfristige Liquiditätshilfen für afrikanische Länder, damit diese die finanziellen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Pandemie bewältigen können. Dies melden unter anderem Zeit Online, RTL.de, die Stuttgarter Nachrichten, die Frankfurter Neue Presse sowie die Münstersche Zeitung.

 

2. Äthiopien: Zerbricht der Vielvölkerstaat?

Christian Putsch thematisiert in der Welt am Sonntag die Konflikte in Äthiopien. Das Land sei in einen Vielfrontenkrieg verwickelt, der längst existenzbedrohend für den ganzen Staat sei. Tausende Menschen wurden getötet, fast zwei Millionen Bürger*innen vertrieben. Zuletzt hatte es vor allem Nachrichten zu den Misshandlungen und Vergewaltigungen an Frauen gegeben. Laut Amnesty International sei die Tigrayer Miliz (TPLF) in die Afar-Region im Osten vorgerückt. Zudem sei das Bundesland Oromia zunehmend Schauplatz von Kämpfen. Als Folge drohe dem Land die schlimmste Hungersnot seit Jahrzehnten, unter anderem, weil die Zentralregierung immer wieder Nahrungsmittellieferungen in die Krisengebiete unterbinde. Beobachter*innen vergleichen die Situation mit dem Zerfall Jugoslawiens in den 1990er-Jahren. Wie zuletzt im Südsudan drohe das Modell eines ethnischen Föderalismus erneut zu scheitern, so Putsch.

 

3. Nigeria: Entführte Kinder wieder frei

Mehr als 100 verschleppte Schüler*innen sind in Nigeria aus den Händen ihrer Entführer freigekommen. Darüber berichten die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Deutschlandfunk. Es sei noch immer unklar, wer genau hinter den Entführungen stecke und ob Lösegeld gezahlt wurde. Insgesamt 136 Kinder waren im Mai aus der Schule gekidnappt worden. Einige der Schüler*innen, von denen die jüngsten drei Jahre alt seien, seien nach Angaben von Schulbehörden in der Gefangenschaft gestorben. 16 weitere haben fliehen können, so Umar Idris, Direktor einer islamischen Schule in der Stadt Tegina. Im Zusammenhang mit Überfällen auf Schulen komme es in Nigeria regelmäßig zu Entführungen einer größeren Zahl von Kindern. Dahinter stehen meistens islamistische Terrorgruppen wie Boko Haram und andere kriminelle Banden, die Lösegeld erpressen wollen.

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