30. April 2019
Top-Themen

30. April 2019

Merkel besucht Sahel-Staaten / Melinda Gates im Interview / Afrikanischer Freihandel in den Startlöchern

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

1. Merkel besucht Sahel-Staaten
Diese Woche bereist Bundeskanzlerin Angela Merkels Burkina Faso, Mali und Niger. Dies nehmen die Süddeutsche Zeitung und das Handelsblatt zum Anlass, das deutsche Afrikaengagement zu analysieren. Während Merkel den Kontinent vor Oktober 2016 für über fünf Jahre gar nicht besucht habe, sei Afrika mittlerweile ein Schwerpunkt ihrer Außenpolitik. Dieses Mal besuche sie „Transitstaaten“ von Migrant*innen, wobei neben der ökonomischen Entwicklung insbesondere die prekäre Sicherheitslage thematisiert werde. 24 Millionen Euro habe Deutschland bisher in die Staaten Mali, Niger, Burkina Faso, Tschad und Mauretanien investiert. Islamistische Terrorgruppen, ethnische Konflikte und Armutskriminalität machen der Region zu schaffen. Merkel werde ihre Reise am Mittwoch in Burkina Faso beginnen, wo erst am Sonntag bei einem Anschlag auf eine evangelische Kirche sechs Menschen getötet wurden. Darüber berichteten unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung, das ZDF, die Tageszeitung (taz), Spiegel Online, die Frankfurter Rundschau und die Deutsche Welle.

2. Melinda Gates im Interview
In der Welt am Sonntag schildert Melinda Gates in einem Interview anlässlich der Veröffentlichung ihres neuen Buches persönliche Erlebnisse aus ihrer Anfangszeit bei Microsoft und als Mitbegründerin der Gates-Stiftung. Die Geschäftsfrau und Philanthropin wolle mit dem Buch das Wissen und die Erfahrungen teilen, das sie während ihrer Arbeit in Afrika gesammelt habe. Damit wolle sie zum einen zeigen, wie den Menschen am besten geholfen werden kann, und zum anderen die Welt zum Handeln aufrufen. Ihr seien die Bekämpfung extremer Armut und Krankheiten sowie Investitionen in Bildung und Gleichberechtigung besonders wichtig. Sowohl die US-Präsidentenpaare Barack und Michelle Obama als auch George W. Bush und seine Frau Laura seien Geschäftsfreunde ihrer Stiftung, da sie dieselben Ziele verfolgen und wissen, dass Entwicklungshilfe notwendig und wichtig sei. Mit dem aktuellen US-Präsidenten Donald Trump teilen sie und ihr Mann Bill Gates dagegen nicht dieselben Werte, denn seine Administration habe die Entwicklungshilfe systematisch gekürzt. Jedoch arbeiten sie mit vielen Mitgliedern des US-Kongresses zusammen. Da der Kongress den Haushalt beschließe, müsse dieser von der Bedeutung der Entwicklungshilfe überzeugt werden.

3. Afrikanischer Freihandel in den Startlöchern
Paul Starzmann thematisiert in der heutigen Ausgabe des Tagesspiegels die in Afrika entstehende Freihandelszone. Die Afrikanische Union (AU) mit Sitz in Addis Abeba plane, eine riesige Freihandelszone nach europäischem Vorbild zu errichten. Diese wäre mit 52 Staaten, 1,2 Milliarden Menschen und einem Bruttoinlandsprodukt von 2,5 Billionen US-Dollar dreimal so groß wie die Europas. Durch den Wegfall der Zölle auf Dienstleistungen und 90 Prozent der Produktzölle bis 2022 solle der innerafrikanische Handel um mehr als die Hälfte wachsen. Zusätzlich wolle die AU einen afrikanischen Reisepass einführen, damit nicht nur für Waren, sondern auch für Personen Freizügigkeit herrsche. Anfang April haben bereits 22 AU-Mitglieder das Afrikanische Freihandelsabkommen ratifiziert, zwei weitere Mitgliedsstaaten seien gerade dabei. Es trete damit voraussichtlich im Juli in Kraft. Wie die Umsetzung dann konkret aussehen werde, sei jedoch noch offen.

×

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unserer Privacy Policy einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.
Du willst immer auf dem Laufenden sein, wie du dich im Kampf gegen extreme Armut engagieren kannst?
Dann trag dich auf unserem Verteiler ein, um E-Mails von ONE zu erhalten und gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Deine Unterstützung bedeutet uns sehr viel. Wir werden dich niemals um Spenden bitten. Du kannst dich jederzeit austragen.
Bist du sicher? Wenn du 'Ja' auswählst, zeigen wir dir weitere Wege, dich mit deiner Stimme im Kampf gegen extreme Armut einzusetzen. Du kannst dich jederzeit austragen.

Diskutiere mit

Regeln für Kommentare

Ähnliche Beiträge