3. November 2021
Aktuelles

3. November 2021

Äthiopien: Regierung verhängt Notstand / Madagaskar: Hungersnot ist alarmierend / Deutschland investiert in Südafrikas Kohleausstieg

1. Äthiopien: Regierung verhängt Notstand

Nach dem Vormarsch der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) hat Äthiopiens Zentralregierung gestern einen landesweiten Ausnahmezustand für sechs Monate ausgerufen. Darüber berichten die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Tageszeitung (taz) und die Deutsche Welle. Die Entscheidung habe der Ministerrat getroffen. Der Notstand sei notwendig, um Bürger*innen vor der Gewalt der TPLF zu schützen. Außerdem sei dadurch den Behörden unter anderem die Möglichkeit gegeben, Straßensperren zu errichten sowie Verkehrs- und Kommunikationsverbindungen zu unterbrechen. Auch sei die Übernahme der Verwaltung durch das Militär in bestimmten Bereichen und die Inhaftierung von Verdächtigen mit Verbindungen zum Gegner möglich. Zuvor hatten die Behörden in der Hauptstadt Addis Abeba die Einwohner*innen dazu aufgefordert, ihre Wohngegenden im Konflikt mit der TPLF zu verteidigen. Der militärische Konflikt in Äthiopien dauere nun seit rund einem Jahr an.

 

2. Madagaskar: Hungersnot ist alarmierend

Die verheerende Hungersnot in Madagaskar ist nach Angaben des Welternährungsprogramms (WFP) die einzige durch den Klimawandel verursachte Notlage dieser Art. Darüber berichten der Spiegel die Berliner Morgenpost, Merkur.de und evangelisch.de. Im Süden des Landes nahe der Ostküste Afrikas haben 1,3 Millionen Menschen nicht genug zu essen, so Aduino Mangoni vom WFP. Die Lage werde sich noch verschlimmern, weil die nächste Ernte erst im April erwartet werde. Bis dahin werde eine halbe Million Kinder unter fünf Jahren unterernährt sein. Das fünfte Jahr in Folge herrsche nun eine Dürre, in diesem Jahr am schwersten seit 1981. Zudem gebe es ungewöhnlich starke Sandstürme durch Bodenerosion. Auf den Feldern wachse kaum noch etwas, die Menschen müssen sich von Kaktusblättern und Heuschrecken ernähren. Das WFP benötige rund 60 Millionen Euro, um den Nahrungsbedarf bis April zu decken. Es sei unklar, wie viele Kinder schon durch Unterernährung gestorben seien, da Säuglinge oft erst Monate nach der Geburt registriert werden.

 

3. Deutschland investiert in Südafrikas Kohleausstieg

Die Süddeutsche Zeitung, das Redaktionsnetzwerk Deutschland und die Deutsche Welle berichten über die Zusage Deutschlands, 700 Millionen Euro in den Ausstieg aus der Kohleverstromung in Südafrika zu investieren. Dies sei Teil einer neuen Energie-Partnerschaft mit Südafrika, der sich auch Großbritannien, die USA, Frankreich und die EU angeschlossen haben. Insgesamt seien in den kommenden fünf Jahren 8,5 Milliarden US-Dollar an Unterstützung vorgesehen, ein Großteil davon als Kredite. Die Partner wollen zudem private Mittel sowie Mittel der Weltbank mobilisieren, um den Einsatz grüner Technologien zu fördern. Für Deutschland werden 670 Millionen durch das Entwicklungsministerium bereitgestellt, die restlichen 30 Millionen Euro übernehme das Umweltministerium. Laut Bundesumweltministerin Svenja Schulze könne Südafrika dadurch beim Kohleausstieg “eine Blaupause für andere Regionen” werden. Momentan sei Südafrika der siebtgrößte Kohleproduzent der Welt und belege auf der globalen Rangliste des Kohlendioxid-Ausstoßes pro Kopf den neunten Platz.

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