3. Dezember 2019
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3. Dezember 2019

Hunger durch Klimakrise / Deutschland: Mehr Einsatz für fairen Handel? / Perspektivlos in Simbabwe

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1. Hunger durch Klimakrise
Nachdem die Entwicklungsorganisation Oxfam gestern einen Bericht zu Klimageflüchten vorgestellt hatte, mahnt die Nichtregierungsorganisation Save the Children heute an, dass dieses Jahr in Afrika mindestens 1.200 Menschen aufgrund von Wetterextremen ums Leben gekommen sind. Dies melden unter anderem die Welt, die Berliner Zeitung, T-Online.de und der österreichische Standard. Durch die Klimakrise drohe zudem 33 Millionen Menschen eine prekäre Ernährungslage, die Hälfte von ihnen Kinder. Daher fordere die Organisation von der Politik bei der derzeit stattfindenden Weltklimakonferenz in Madrid „starke Entscheidungen“, die die Auswirkungen des globalen Klimawandels verringern.

2. Deutschland: Mehr Einsatz für fairen Handel?
Deutschland will sich stärker für faire Lieferketten und Produktion im Ausland einsetzen, wie unter anderem Tagesschau.de, ZDF.de, Focus Online und die Deutsche Welle melden. Auf ihrer Äthiopienreise betonten Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD), dass sie entschiedener gegen ausbeuterische Arbeit vorgehen und im Zweifel deutsche Firmen per Gesetz verpflichten wollen, im Ausland zu fairen Bedingungen zu produzieren. Zudem trafen Beide auf Äthiopiens Premier und Friedensnobelpreisträger Abiy Ahmed Ali und besuchten ein Geflüchtetenlager an der Grenze zum Südsudan. Das Entwicklungsland beherberge derzeit über 700.000 Geflüchtete, die meisten von ihnen aus Südsudan, Somalia und Eritrea.

3. Perspektivlos in Simbabwe
In seiner aktuellen Ausgabe nimmt der Spiegel die Lage in Simbabwe genauer unter die Lupe. Zwei Jahre nach dem Sturz von Langzeitdiktator Robert Mugabe gehe es dem Land „schlechter denn je“. Die anfängliche Euphorie neuen Präsidenten Emmerson Mnangagwa sei bereits verflogen. Die einstige „Kornkammer Afrikas“ leide an Versorgungsmangel und schaffe es nicht, seine Bürger*innen vom Rohstoffreichtum profitieren zu lassen. Stattdessen bereichern sich das Politik und das Militär selbst. 90 Prozent der Menschen seien ohne feste Arbeit. Ein Drittel der Bevölkerung sei von einer Hungersnot bedroht und bis zu drei Millionen Menschen seien wegen der widrigen Umstände bereits ausgewandert.

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