29. September 2017
Top-Themen

29. September 2017

WHO: Jede 2. Abtreibung gefährlich/10 Jahre Africom/Italiens Libyen-Pläne

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

1. Neue Studie: Jede zweite Abtreibung weltweit gefährlich

Viele Medien, darunter der Deutschlandfunk und Spiegel Online, berichten heute über eine neue Studie der WHO, die in dieser Woche in der Fachzeitschrift The Lancet erschienen ist. Demnach werden pro Jahr rund 56 Millionen Abtreibungen durchgeführt, fast die Hälfte (25,5 Millionen) davon unter unsicheren Bedingungen. Der Großteil der unsicheren Abtreibungen fände in Afrika, Asien und Lateinamerika statt. Besonders dramatisch sei die Lage in Afrika, wo weniger als 15 Prozent der Abtreibungen medizinischen Mindeststandards entsprächen. Insgesamt fänden vor allem in den Ländern, in denen Abtreibungen verboten sind, drei von vier Abtreibungen unter gefährlichen Bedingungen statt. In Ländern mit liberaleren Gesetzen sei es nur eine von zehn.

2. 10 Jahre Africom in Stuttgart

Die Stuttgarter Nachrichten schreiben heute über die Rolle der Africom, das 1500 Mitarbeiter*innen starke Stuttgarter Kommando der US-Streitkräfte für Afrika, das alle militärischen Einsätze der USA in Afrika steuert. Seit zehn Jahren operiere es nun von Stuttgart aus, um Konflikte in Afrika zu verhindern oder zu lösen, bevor es zu einem Kampfeinsatz kommt. Daher seien in dem Kommando auch Mitarbeiter*innen des US-Außenministeriums und des Entwicklungsministeriums (USAID) vertreten und an der Spitze stehe mit US-Botschafter Alexander Laskaris ein Zivilist. Dieser beklage, dass die politisch-diplomatischen Bemühungen von Africom zu wenig Wiederhall fänden, obwohl ihrer Arbeit ein klar integrativer Ansatz aus Diplomatie, Entwicklung und Militär zugrunde läge. Daher kritisierten auch andere Africom-Militärs die aktuell von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Einschnitte bei der US-Entwicklungshilfe stark. Der ehemalige Africom-Kommandeur Carter Ham poche darauf, dass die zivilen und militärischen Komponenten im Gleichgewicht gehalten werden müssten, da die Unsicherheit in Afrika von „Hoffnungsverlust“ stamme. Sein Nachfolger Thomas Waldhauser habe kürzlich verkündet, das Militär „verstehe die Notwendigkeit von Entwicklung mehr als die meisten“. Ein Africom-Kommando habe Mitglieder der Terrormiliz IS in Libyen getötet, meldet unterdessen die Deutsche Welle. Die seien die ersten Luftschläge, seit dem Amtsantritt von Donald Trump.

3. Italien will Geflüchtete weltweit umsiedeln

Wie u.a. Euractiv berichtet, will die italienische Regierung in Libyen gestrandete Flüchtlinge weltweit umsiedeln. Dazu solle ein Pilotprojekt mit 1000 Schutzsuchenden gestartet werden. In Italien kommen mit die meisten Geflüchteten an, die in die EU wollen. Seit 2014 erreichten über 600.000 Menschen Italien, viele von ihnen über das Mittelmeer. Ein umstrittenes Programm zur Umverteilung der Geflüchteten sei am Donnerstag ausgelaufen. Gleichzeitig habe US-Präsident Donald Trump verkündet, dass er die Aufnahmegrenze für Geflüchtete von aktuell 110.000 auf 45.000 senken wird, wie u.a. die FAZ berichtet. Zwischen Oktober 2017 und September 2018 sollen 19.000 Geflüchtete aus Afrika in die USA einreisen dürfen. Die Tiroler Tageszeitung berichtet unterdessen, dass Italien italienische NGOS in Libyen fördern wolle, um einen Beitrag zur Verbesserung der Lage dort zu leisten. Der italienische Außenminister Angelino Alfano habe außerdem verkündet, dass Italien den Großteil seiner Entwicklungsgelder für Afrika in Libyen investieren werde.

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Du willst immer auf dem Laufenden sein, wie du dich im Kampf gegen extreme Armut engagieren kannst?

Dann trag dich auf unserem Verteiler ein, um E-Mails von ONE zu erhalten und gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Deine Unterstützung bedeutet uns sehr viel. Wir werden dich niemals um Spenden bitten. Du kannst dich jederzeit austragen.
Privacy options
Bist du sicher? Wenn du 'Ja' auswählst, zeigen wir dir weitere Wege, dich mit deiner Stimme im Kampf gegen extreme Armut einzusetzen. Du kannst dich jederzeit austragen.

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

You agree to receive occasional updates about ONE’s campaigns. You can austragen at any time.

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt. Es gelten die Google Datenschutz & Geschäftsbedingungen

Ähnliche Beiträge