29. Oktober 2020
Top-Themen

29. Oktober 2020

Corona-Impfstoff: Wo stehen wir? / Tote bei Wahlen in Tansania / Genitalverstümmelungen durch Corona wieder auf dem Vormarsch

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

1. Corona-Impfstoff: Wo stehen wir?
Wie Deutschlandfunk berichtet, ist das Rennen um die Suche nach einem wirksamen Covid-19-Impfstoff im vollen Gange. Remdesivir, ein antivirales Medikament und ehemaliger Hoffnungsträger, sei laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bedingt wirksam – es sei sogar zu Nierenschäden bei Betroffenen gekommen. Die nur wenige Wochen andauernde Testung von den Malaria-Medikamenten Chloroquin und Hydroxychloroquin sei ebenfalls eingestellt worden, da die Mittel laut einigen klinischen Studien nicht nur unwirksam seien, sondern sogar gefährlich sein können. Auch das HIV-Kombinationspräparat Lopinavir/Ritonavir zeige laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wenig bis gar keine Wirkung. Das Kortison-Präparat Dexamethosan schüre Hoffnung. Zum einen sei es auf Grund des abgelaufenen Patentschutzes preiswert. Zum anderen seien die Nebenwirkungen bereits bekannt. Es könne daher laut dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte für Patient*innen mit schwerem Verlauf in Betracht gezogen werden, die eine Sauerstofftherapie benötigen. Am vielversprechendesten sei derzeit die Behandlung mit Rekonvaleszenten-Plasma, wozu auch in Deutschland Studien laufen. Am Ende des Tages werde die Lösung wahrscheinlich sein, eine Kombination mehrerer Medikamente anzuwenden.

2. Tote bei Wahlen in Tansania
Wie der Spiegel, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Tageszeitung (Taz), die Frankfurter Rundschau und die Deutsche Welle melden, ist es im Zuge der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Tansania auf der halbautonomen Insel Sansibar zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Dabei sollen zehn Menschen ums Leben gekommen sei. Zudem gebe es schwerwiegende Vorwürfe gegen die derzeitige Regierungspartei CMM: Wahlumfragen seien untersagt, Wahlbeobachter*innen werde der Zugang zu Wahlkabinen verwehrt und in Tansanias größter Stadt Daressalam seien vorab befüllte Wahlurnen beschlagnahmt worden. Im ganzen Land seien am Wahltag Online-Dienste wie WhatsApp blockiert worden. Zudem werfen Menschenrechtsorganisationen dem amtierenden Präsidenten John Magufuli einen autoritären Führungsstil sowie tiefe Einschnitte in die Presse- und Meinungsfreiheit vor. Laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch seien allein seit Mitte Juni 17 Oppositionspolitiker*innen und Regierungskritiker*innen festgenommen worden. Zudem erhebt Oppositionsführer Tunda Lissu schwere Vorwürfe gegen die Regierung: Diese solle verantwortlich für einen missglückten Mordanschlag sein, der 2017 an ihm verübt werden sollte. Laut Magufulis Stellvertreterin Samia Suluhu Hassan werde die derzeit regierende CMM auch die nächste Regierung bilden, selbst, wenn Magufuli nicht die Mehrheit der Stimmen bekommen sollte. Lissu wiederum gab bekannt, dass er zu Protesten aufrufen werde, wenn sich der Verdacht auf Wahlmanipulation gegen die Regierung erhärten sollte.

3. Genitalverstümmelungen durch Corona wieder auf dem Vormarsch
Wie Martina Schwikowski in der Deutschen Welle beschreibt, habe die Pandemie zum Anstieg von Genitalverstümmelungen auf dem afrikanischen Kontinent geführt. Durch den stärker werdenden ökonomischen Druck sehen sich viele Eltern dazu gezwungen, ihre Töchter zu verheiraten. So soll diese für den Rest der Familie sorgen können. Zudem wollen die Eltern damit auch die Versorgung ihrer Töchter sicherstellen. Eine Heirat gehe in vielen Regionen Afrikas jedoch oft mit einer Beschneidung der Frauen einher. Die Aufklärungsarbeit gegen diese Form der Genitalverstümmlung bleibe wegen der Corona-Pandemie auf der Strecke, der Zugang zu medizinischen Diensten werde erschwert und in Schulen falle es kaum auf, wenn Mädchen dem Unterricht fernbleiben. Nach Schätzungen der WHO seien 200 Millionen Mädchen und Frauen weltweit von Genitalverstümmelung betroffen. Diese Zahl sei laut Asita Maria Scherrieb, Fachreferentin der Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes, durch die Folgen der Covid-19-Maßnahmen bereits um weitere zwei Millionen angestiegen. In einigen westafrikanischen Ländern gebe es nun dezentrale Telefon-Hotlines für bedrohte Frauen und Mädchen, so Daniela Gierschmann, Westafrika-Expertin bei der Frauenorganisation Medica Mondiale.

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Du willst immer auf dem Laufenden sein, wie du dich im Kampf gegen extreme Armut engagieren kannst?

Dann trag dich auf unserem Verteiler ein, um E-Mails von ONE zu erhalten und gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Deine Unterstützung bedeutet uns sehr viel. Wir werden dich niemals um Spenden bitten. Du kannst dich jederzeit austragen.
Privacy options
Bist du sicher? Wenn du 'Ja' auswählst, zeigen wir dir weitere Wege, dich mit deiner Stimme im Kampf gegen extreme Armut einzusetzen. Du kannst dich jederzeit austragen.

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

You agree to receive occasional updates about ONE’s campaigns. You can austragen at any time.

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt. Es gelten die Google Datenschutz & Geschäftsbedingungen

Ähnliche Beiträge