29. November 2018
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29. November 2018

Deutsche sind für Entwicklungshilfe / Sambia: Skepsis gegenüber China steigt / Ghanaische Ministerin in Island

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1. Deutsche sind für Entwicklungshilfe

Im Tagesspiegel stellt die Organisation SOS-Kinderdörfer die Ergebnisse einer Online-Umfrage zum Thema Entwickungshilfe und Spendenverhalten vor. Laut der repräsentativen YouGov-Umfrage sind zwei Drittel der Deutschen der Meinung, dass Entwicklungszusammenarbeit wirksam sei und die Verhältnisse in armen Ländern verbessere. 68 Prozent der Befragten gaben an, dass Entwicklungshilfe eine Pflicht eines wohlhabenden Staates sei. Gleichzeitig spenden immer weniger für Hilfe im Ausland. Nur acht Prozent der Befragten spenden für internationale Entwicklungshilfe. 37 Prozent spenden grundsätzlich nicht, Tendenz steigend. Als Gründe für die kategorische Ablehnung des Spendens geben Befragte einerseits an, dass Deutschland selbst genug Probleme habe. Andererseits stellen viele die Wirksamkeit von Entwicklungshilfe in Frage. Unter anderem tagesschau.de, das Handelsblatt und die Kölnische Rundschau berichten zudem über eine Studie im Auftrag des Deutschen Spendenrats. Die Studie zeige, dass weniger Menschen spenden, diese dafür in einem größeren Umfang. Die Zahl der Spender*innen gehe seit Jahren zurück. m Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei die Spendensumme sei in diesem Jahr dennoch um sechs Prozent auf 3,3 Milliarden Euro gestiegen. Besonders großzügig sei die Generation der über 70-Jährigen.

 2. Sambia: Skepsis gegenüber China steigt

Für die Süddeutsche Zeitung schreibt Bernd Dörries über das wachsende Misstrauen der sambischen Bevölkerung gegenüber chinesischen Großinvestitionen. Nur 20 Prozent der auf den Baustellen eingesetzten Arbeiter*innen seien Einheimische. Zudem seien die Projekte meist überteuert, so der sambische Bürgerrechtler Jimmy Maliseni von der Organisation Alliance for Community Action. Die Gesamtverschuldung Sambias bleibe unklar. Das Land habe seine Abhängigkeit von der Entwicklungshilfe drastisch reduzieren können, bis 2010 der Kupferpreis dramatisch fiel. Seitdem steige die Verschuldung und die Korruption. Finnland, Schweden und Großbritannien haben Teile ihrer Entwicklungsmittel für das Land eingefroren, weil Gelder verschwunden seien.

3. Ghanaische Ministerin in Island

Die Deutsche Welle berichtet vom Women Leaders Global Forum in Islands Hauptstadt Reykjavik. Eine der Teilnehmerinnen war Sarah Adwoa Safo, Ghanas Ministerin für öffentliche Beschaffung. Ghana investiere 60 Prozent seines verabschiedeten Haushaltes in die Bildung, so Safo. Es gebe immense Probleme. So seien die Klassen seien überfüllt und die Ausbildung der Lehrer*innen oft unzulänglich. Allerdings sei Ghana in der Region Vorreiter, wenn es darum gehe, Bildung für alle zu ermöglichen. Beim Women Leaders Global Forum sei außerdem eine Studie vorgestellt worden, in der die Wahrnehmung von Frauen in Führungspositionen untersucht wurde. Überrascht habe die Expert*innen das Ergebnis für Deutschland: Hierzulande seien nach wie vor viele Männer der Meinung, dass Männer Führungspositionen bekleiden sollten. In Frankreich und Großbritannien sei die Wahrnehmung von Frauen in Führungspositionen deutlich positiver. In Afrika sei die Studie bislang noch nicht durchgeführt worden. Eine Ausweitung auf alle Kontinente sei jedoch geplant.

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