29. Mai 2019

29. Mai 2019

Mehr Kinder mit Kindheit / Nordafrikanische Regierungen unter Druck / Nigeria: Öl gegen Armut?

1. Mehr Kinder mit Kindheit
Wie unter anderem Tagesschau.de, das ZDF, der Tagesspiegel, Spiegel Online, die Deutsche Welle und die Frankfurter Rundschau berichten, hat sich einem Bericht der Hilfsorganisation Save the Children zufolge die Lage für Kinder weltweit verbessert. Laut dem „Childhood Index“ werde nichtsdestotrotz noch immer jedes vierte Kind, insgesamt 690 Millionen Kinder, „seiner Kindheit beraubt“. Gemeint sind damit Kinder, die von Kinderehen, ungewollten Schwangerschaften, unzureichendem Zugang zu Bildung, Mangelernährung, gesundheitlichen Belastungen und Gewaltdelikten betroffen seien. Allerdings sei die Zahl der Betroffenen im Vergleich zum Beginn dieses Jahrtausends um 280 Millionen gesunken. Insbesondere Frühverheiratung, Kinderarbeit und Hunger seien zurückgegangen. Deutschland liege im internationalen Vergleich auf Platz sechs. Die Länder Niger, Tschad und die Zentralafrikanische Republik haben am schlechtesten abgeschnitten. Obwohl die Lage in Subsahara-Afrika für viele Kinder prekär sei, werden in einigen der ärmsten Länder der Welt die größten Fortschritte verzeichnet. Der einzige negative Faktor, der in den letzten 20 Jahren zugenommen habe, seien die zunehmenden Konflikte und Vertreibungen. Den 420 Millionen Kindern, die in Konfliktzonen leben, gehe es am schlechtesten.

2. Nordafrikanische Regierungen unter Druck
Wie die Tageszeitung (taz) meldet, fordern Demonstrant*innen in Algerien weiterhin, dass die Präsidialwahl verschoben wird. Für die am 4. Juli geplante Wahl seien lediglich zwei vollkommen unbekannte Kandidaten angetreten: der Tierarzt und Unternehmer Abdelhakim Hamadi und der Pharmavertreter und Bauunternehmer Hamid Touahri. Der Verfassungsrat prüfe gerade, ob die beiden alle Voraussetzungen für die Kandidatur erfüllen. Die Opposition arbeite unterdessen an einer gemeinsamen Strategie. Zum zweiten Mal treffen sich dafür über 60 zivilgesellschaftliche Organisationen. Währenddessen sieht sich die ägyptische Regierung mit schweren Vorwürfen konfrontiert, wie unter anderem Tagesschau.de, die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, Zeit Online, der Deutschlandfunk, die Deutsche Welle, das Handelsblatt und die Frankfurter Rundschau berichten. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch habe schwere Vorwürfe gegen die ägyptischen Sicherheitskräfte erhoben. Im Rahmen ihres Anti-Terror-Kampfes auf der Sinai-Halbinsel sollen sie schwere Menschenrechtsverletzungen begangen haben. Laut dem Nahostdirektor der Organisation, Michael Page, haben die Sicherheitskräfte „eine totale Geringschätzung für das Leben der Anwohner an den Tag gelegt und ihren Alltag in einen endlosen Albtraum verwandelt“. Human Rights Watch habe zwei Jahre lang Folter, unrechtmäßige Verhaftungen, Verschleppungen und außergerichtliche Hinrichtungen im Norden der Halbinsel dokumentiert. Die ägyptischen Behörden haben die Vorwürfe zurückgewiesen.

3. Nigeria: Öl gegen Armut?
Die Süddeutsche Zeitung thematisiert den Öl-Raffinerie-Bau im Süden Nigerias. Obwohl Nigeria zu einem der weltweit größten Ölproduzenten gehöre, habe das Land bisher kaum davon profitiert. Dem Land gehe sogar regelmäßig das Benzin aus. Lediglich ein Zehntel der zwei Millionen Barrel, die Nigeria täglich fördere, werde im Land zu Benzin weiterverarbeitet. Deshalb entstehe im Süden des Landes gerade eine der größten Raffinerien der Welt, die zukünftig ein Drittel des geförderten Rohöls weiterverarbeiten und somit den Benzinverbrauch des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas decken soll. Die nigerianische Presse und der Internationale Währungsfonds sehen das Projekt als eine große Chance für das Land, in dem weltweit die meisten Menschen in extremer Armut leben. Das Großprojekt werde vom Unternehmer Aliko Dangote finanziert, der als reichster Mann Afrikas gelte. Seinen Reichtum habe er durch die Herstellung von Produkten erwirtschaftet, die zuvor importiert worden seien. Die nigerianische Regierung habe ihn mit protektionistischen Wirtschaftsmaßnahmen dabei unterstützt. Wie bei den anderen Produkten sei es nun auch beim Öl Dangotes Ziel, größere Teile der Wertschöpfungskette in Afrika zu behalten.

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