29. Juli 2019
Top-Themen

29. Juli 2019

Entwicklungsländer: Lebensmittel aus Deutschland / Nigeria: Anschlag durch Boko Haram / Südafrika: Entschädigung nach 15 Jahren

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

1. Entwicklungsländer: Lebensmittel aus Deutschland

Wie der Deutschlandfunk, die Neue Osnabrücker Zeitung und Evangelische.de berichten, exportierte Deutschland 2018 Lebensmittel im Wert von rund sechs Milliarden Euro in Entwicklungsländer. Das sei fast doppelt so viel wie vor zehn Jahren. Hauptabnehmer der Waren sei China. Durch eine solche „wettbewerbsverzerrende Exportpolitik“ dürfe der Aufbau einer Landwirtschaft in Entwicklungsländern nicht gefährdet werden, warnen die FDP-Politiker*innen Carina Konrad und Olaf in der Beek. Auch die Frankfurter Rundschau stellt die Frage nach der Zukunft der Landwirtschaft in Afrika. Eine hohe Industrialisierung, Monokulturen und Einsatz von hochmodernen Maschinen stünden einem kleinbäuerlichen Ansatz gegenüber. Die Welternährungsorganisation FAO hält eine nachhaltige Landwirtschaft unter Einbezug der Kleinbauern und Kleinbäuerinnen als wichtigen Faktor, um die UN-Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

2. Nigeria: Anschlag durch Boko Haram

Mehrere Medien, darunter die Welt, Tagesschau, Spiegel Online und Deutsch Welle berichten über einen Anschlag im Nordosten Nigerias. Mitglieder der Gruppe Boko Haram hätten am Samstag 65 Menschen bei einem Anschlag auf eine Beerdigungsgesellschaft in der Ortschaft Badu getötet. Es seien auch zehn Angreifer*innen unter den Opfern gewesen. Zwei Wochen zuvor hätten sich die Bewohner*innen des Dorfes gegen die Terrormiliz zur Wehr gesetzt. Es sei ein Vergeltungsschlag gewesen, so Mahammed Bulama, Chef der Provinzregierung. Auch Bartholomäus Grill berichtet im aktuellen Spiegel über die Gefahren für Helfer*innen in den Gebieten Boko Harams. Die seit 2009 existierende Gruppe sei nach wie vor die gefährlichste Terrororganisation weltweit. Sie hätten ihre Netzwerke ausgebreitet und unterhielten Verbindungen zu Organisationen in Mali, Burkina Faso, Togo, Benin, Ghana und Somalia. Die Terrormiliz sei für rund 1,8 Millionen Binnenvertriebene und rund 20.000 Tote verantwortlich, so eine Bilanz der UN 2018. Eine Eindämmung der Gefahr sei nicht in Sicht, auch, weil sogar Generäle Waffen an Boko Haram verkaufen, so ein Ex-Offizier der Armee. Unterdessen berichtet Bernd Dörries in der Süddeutschen Zeitung, dass die Redeemed Christian Church of God in Abuja, eine Pfingstkirche, immer mehr Zulauf findet. Dies läge auch an dem idyllischen Gelände der Kirche. Viele Bewerber*innen wollen Lagos entfliehen. In den Kirchen funktioniere alles, auf die Regierung könne man nicht warten, so Olaitan Olubiyi, Chefredakteur der lokalen Zeitung.

3. Südafrika: Entschädigung nach 15 Jahren

Martina Schwikowski berichtet in der Tageszeitung Online (taz), das südafrikanische Bergarbeiter*innen im Goldabbau nach 15 Jahren Gerichtsstreit nun Entschädigungszahlungen bekommen. Bereits 2004 habe der juristische Konflikt begonnen, heute seien bereits viele der Betroffenen tot. Viele der Minenarbeiter*innen seien von Tuberkulose und Silikose betroffen, dafür seien die unzureichenden Sicherheitsmaßnahmen beim Abbau verantwortlich. Jahrzehntelang seien die Leiden der Bergleute von den Konzernen ignoriert worden. Nun erhielten Arbeiter*innen, die ab 1965 in den Minen arbeiten oder gearbeitet haben, Entschädigungszahlungen. Im Jahr 2016 gab zum ersten Mal ein Gericht in Johannesburg einer Sammelklage gegen 32 Bergbaukonzerne den Kläger*innen recht.

 

×

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unserer Privacy Policy einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.
Du willst immer auf dem Laufenden sein, wie du dich im Kampf gegen extreme Armut engagieren kannst?
Dann trag dich auf unserem Verteiler ein, um E-Mails von ONE zu erhalten und gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Deine Unterstützung bedeutet uns sehr viel. Wir werden dich niemals um Spenden bitten. Du kannst dich jederzeit austragen.
Bist du sicher? Wenn du 'Ja' auswählst, zeigen wir dir weitere Wege, dich mit deiner Stimme im Kampf gegen extreme Armut einzusetzen. Du kannst dich jederzeit austragen.

Diskutiere mit

Regeln für Kommentare

Ähnliche Beiträge