29. Juli 2021
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29. Juli 2021

Afrika braucht eigene Impfstoffe / 70. Jubiläum der Genfer Flüchtlingskonvention / Schulschließungen haben langfristige Folgen für Kinder

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1. Afrika braucht eigene Impfstoffe

Bernd Dörries kritisiert in einem Kommentar in der Süddeutschen Zeitung das Abkommen zwischen BioNTech und der südafrikanischen Pharmafirma Biovac. Beide haben verkündet, den BioNTech-Impfstoff gemeinsam in Südafrika herstellen zu wollen. Es handele sich bei der “Herstellung” jedoch nur um eine Abfüllung. Das sei technisch anspruchsvoll, aber letztlich ändere es wenig an der globalen Ungleichheit. Um eine wirkliche Impfgerechtigkeit zu erreichen, müsse man beginnen, auch auf anderen Kontinenten in Forschung und Herstellung zu investieren. Währenddessen berichtet Barbara Hoynacki in der Westdeutsche Allgemeine Zeitung über den Beschluss des Gesundheitsministeriums in NRW, die Lieferung von Impfdosen nach Tansania abzulehnen. Ärzte wollen rund 2000 AstraZeneca- und Johnson&Johnson-Impfdosen mit baldigem Ablauf des Haltbarkeitsdatums abgeben. Verträge mit Herstellern schließen die Weitergabe an Dritte jedoch ausdrücklich aus. Dabei werde der Impfstoff in Afrika dringend gebraucht, vor allem in Tansania. Die Deutsche Welle berichtet über die Kehrtwende in der Corona-Politik des Landes. Erst kürzlich schloss sich Tansania der internationalen Initiative COVAX an und begann am Mittwoch seine Impfkampagne.

 

2. 70. Jubiläum der Genfer Flüchtlingskonvention

Mehrere Medien, darunter Zeit Online, Deutschlandfunk und Deutsche Welle berichten über die Bilanz der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK), die am 28. Juli 1951 verabschiedet wurde. Ihr zentrales Versprechen, niemanden mit einer “begründeten Furcht vor Verfolgung” zurückzuweisen, stehe in starkem Widerspruch zur gegenwärtigen Situation an Europas Grenzen. Besonders deutlich werde das durch unrechtmäßige, teils gewaltsame Zurückweisungen an der kroatisch-bosnischen Grenze sowie im östlichen Mittelmeer, sogenannte Pushbacks. Der politische Wille fehle, die Rechte von Geflüchteten aus dem Abkommen umzusetzen, finden Expert*innen. Die GFK bleibe hinter ihrem Potenzial zurück. Es mangele an internationaler Zusammenarbeit, weil es keine verbindlichen Verpflichtungen gebe. Dies könne nur durch eine Reform der UN-Flüchtlingskonvention erreicht werden. Länder in Afrika seien da schon fortschrittlicher und gehören heutzutage zu den Staaten, die weltweit am meisten Geflüchtete aufnehmen. Fast jedes Land des Kontinents habe die GFK unterzeichnet.

 

3. Schulschließungen haben langfristige Folgen für Kinder

Deutschlandfunk veröffentlicht heute ein Interview zwischen Matthis Jungblut und Christine Kahmann von UNICEF Deutschland, in der es um die durch Corona bedingten Schulschließungen geht. Die weltweite Zahl der Kinder, die nach landesweiten Schulschließungen nicht mehr in Schulen zurückgekehrt sind, sei erschreckend, so Kahmann. Schulen in reicheren Ländern seien im letzten Jahr rund 50 Tage geschlossen gewesen, in ärmeren Ländern hingegen mehr als doppelt so lang. Die Hilfsorganisation warne davor, dass die Folgen der Schulschließungen in vielen Teilen der Welt noch in Jahrzehnten zu spüren sein werden. Kinderarbeit oder Kinderehen seien für viele in Not geratene Familien der Ausweg – mit der Folge, dass bis zu 24 Millionen Kinder nicht mehr in die Schule zurückkehren können. Kahmann fordere, Schulschließungen um jeden Preis zu vermeiden bzw. Schulen so schnell wie möglich wieder zu öffnen, etwa durch die verstärkte Bereitstellung von Impfdosen für ärmere Länder.

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