28. Oktober 2021
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28. Oktober 2021

Forderung nach weltweiter Impfgerechtigkeit / Gates: Entwicklungsinvestitionen nicht kürzen / Von der Leyen: Klimawandel jetzt gemeinsam bekämpfen

1. Forderung nach weltweiter Impfgerechtigkeit

Vor dem anstehenden G20-Gipfel in Rom haben mehrere Entwicklungsorganisationen die reichen Industrienationen aufgefordert, sich für eine faire Verteilung von Impfstoffen einzusetzen. Darüber berichten ZDF.de, die Süddeutsche Zeitung, das Redaktionsnetzwerk Deutschland, das Handelsblatt und die Westdeutsche Zeitung. Einige Organisationen, darunter Oxfam und Global Citizen, forderten eine Freigabe von Corona-Impfstoffpatenten. In ärmeren Ländern seien erst 1,8 Prozent der Bevölkerung geimpft, in Industrienationen seien es dagegen bereits 63 Prozent. Das Versprechen, für eine faire Verteilung der Impfstoffe zu sorgen, sei nicht eingehalten worden. Die Mehrheit der G20-Staaten, darunter Südafrika und Indien, sei für eine Aussetzung der Patente, während vor allem Deutschland, die Europäische Union und das Vereinigte Königreich blockieren. Auch die Entwicklungsorganisation ONE fordert einen „Kurswechsel“. Statt flächendeckende Drittimpfungen in ihren eigenen Ländern anzubieten, sollten sich die G20-Mitglieder für den Zugang der ärmsten Länder zu Impfstoffen einsetzen. Je länger die Menschen weltweit ungeimpft seien, desto mehr Corona-Varianten werde es geben, die nicht vor Grenzen halt machten, mahnt Stephan Exo-Kreischer, Direktor von ONE Deutschland.

 

2. Gates: Entwicklungsinvestitionen nicht kürzen

In einem Interview mit Zeit Online hat Microsoft-Gründer und Philanthrop Bill Gates an die künftige Bundesregierung appelliert, weiterhin in die Entwicklungszusammenarbeit zu investieren. Darüber berichten unter anderem auch das Handelsblatt, die Hannoversche Allgemeine Zeitung und der Münchner Merkur. Gates hoffe, dass die Entwicklungsmittel nicht zugunsten eines anderen Etats gekürzt werden. Deutschland habe nach vielen Jahren das Ziel erreicht, 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistung für Entwicklungszusammenarbeit aufzuwenden. Gates betont, Philanthropie solle sich auf Maßnahmen mit großer Wirkung konzentrieren, wie zum Beispiel die Ausrottung einer Krankheit. Es habe Versäumnisse der Industrienationen beim Kampf gegen die Corona-Pandemie gegeben. Der globale Süden sei wegen des hohen Anteils junger Menschen in der Regel nicht stärker durch Corona gefährdet als die wohlhabenden Gesellschaften. Weltweit hätten jedoch alle älteren Menschen vorrangig geimpft werden sollen, bevor junge Menschen an der Reihe sind, so Gates. Er sprach sich zudem gegen eine Aussetzung der Impfstoffpatente aus. Damit werde lediglich der “Erfindergeist in der Pharmabranche” abgewürgt.

 

3. Von der Leyen: Klimawandel jetzt gemeinsam bekämpfen

Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, plädiert in einem Gastbeitrag im Handelsblatt für die Rettung des Weltklimas. Die Klimakrise sei eine existenzielle Bedrohung. Deshalb müsse man sich bei der kommenden UN-Klimakonferenz in Glasgow auf konkrete Schritte zur Senkung der Emissionen einigen, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Das Weltklima könne nur gemeinsam gerettet werden, so von der Leyen. Gerade ärmere Länder seien auf externe Finanzierung ihrer Klimamaßnahmen angewiesen. Deshalb haben sich die großen Volkswirtschaften dazu verpflichtet, bis 2025 jährlich 100 Milliarden US-Dollar für Klimaschutzmaßnahmen der ärmsten Länder bereitzustellen. Europa erfülle diese Verpflichtung seit Jahren. Andere große Industrienationen seien bei der Umsetzung des globalen Ziels aber erheblich im Rückstand. Die EU erwarte von ihren Partnern, dass auch sie ihre Finanzierungszusagen erhöhen.

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