28. Mai 2019

28. Mai 2019

Malaria auf dem Vormarsch / Südafrika besteuert CO2 / Sudan: Rückendeckung für den Militärrat

1. Malaria auf dem Vormarsch
Die Süddeutsche Zeitung thematisiert den aktuellen Stand bei der Bekämpfung von Malaria. Algerien, wo die Krankheit ursprünglich entdeckt worden sei, gelte nun nach Mauritius und Marokko als drittes afrikanisches Land ohne Malaria. Weltweit treffe dies noch auf 38 weitere Länder zu. 80 Staaten kämpfen noch immer mit der Tropenkrankheit, die insbesondere bei kleinen Kindern hohes Fieber, Anämien und Krämpfe auslöse. 2017 haben sich weltweit 219 Millionen Menschen mit Malaria infiziert, 435 000 seien daran gestorben. Seit 2015 seien die Krankheitsfälle kaum zurückgegangen, die Todesfälle sogar gestiegen. Fehlende Mittel, nachlassender Enthusiasmus und zunehmende Resistenzen der Menschen gegen Medikamente und der Überträgermücken gegen Insektizide seien Gründe dafür. Alle Hoffnung liege jetzt auf dem neuen Impfstoff RTS,S oder Mosquirix. Dieser Impfstoff, der in den ersten zwei Lebensjahren viermal verabreicht werden müsse, schütze allerdings nur 40 Prozent der geimpften Kinder. Ob er langfristig praktikabel sei, werde gerade in einer Machbarkeitsstudie der WHO untersucht. Im Zuge dieser werden 300 000 Kindern in Malawi, Ghana und Kenia mit dem Wirkstoff geimpft.

2. Südafrika besteuert CO2
Wie unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Spiegel Online und die Welt berichten, führt Südafrika ab dem 1. Juni eine CO2-Steuer ein. Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa habe das entsprechende Gesetz bereits am Sonntag unterzeichnet. Demnach sollen bis Ende 2022 südafrikanische Unternehmen für jede ausgestoßene Tonne Kohlenstoffdioxid 7,40 Euro zahlen. Nach Abzug möglicher Steuerfreibeträge seien das zwischen 40 Cent und drei Euro pro Tonne. Klimaschützer*innen kritisieren diesen Preis als zu niedrig, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Südafrika sei als zweitgrößte afrikanische Volkswirtschaft auch eines der Länder, die am meisten Emissionen ausstoßen. Im Greenpeace-Ranking der schmutzigsten Länder der Erde belege Südafrika den 14. Platz. Ein Großteil seines Stroms beziehe das Land aus Kohlekraftwerken. Auch in diesen Tagen nehme Südafrika zwei neue riesige Kohlekraftwerke in Betrieb. In Deutschland werde unterdessen auch über eine CO2-Steuer diskutiert. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) habe gestern die Ressortabstimmung zum Klimaschutzgesetz für Deutschland eingeleitet. Kritik an dem Gesetzeswurf komme insbesondere von der Union.

3. Sudan: Rückendeckung für den Militärrat
Wie die Tageszeitung (taz) heute berichtet, ruhen im Sudan die Verhandlungen über die zukünftige Machtverteilung zwischen Militär und Opposition seit einer Woche. Während die Opposition zu einem zweitägigen Generalstreik ausgerufen habe, bekomme der Militärrat Unterstützung von verschiedenen Seiten. Die zwei wichtigsten Mitglieder des Militärrates seien ins Ausland gereist, um Unterstützung aus dem Ausland zu sichern. Der Vorsitzende, General Abdel Fattah al-Burhan, habe den ägyptischen Präsidenten und derzeitigen Vorsitzenden der Afrikanischen Union, Abdel Fattah al-Sisi, einen Besuch abgestattet. Der Vize-Vorsitzende des Militärrates, Mohamed Hamdan Dagolo, habe sich unterdessen mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman getroffen. Sowohl Ägypten als auch Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate seien auf der Seite des sudanesischen Militärs. Darüber hinaus seien sudanesische Islamist*innen, die bisher von den Verhandlungen ausgeschlossen gewesen seien, in den letzten Tagen nach Karthum gekommen und haben ihre Unterstützung für den Militärrat demonstriert. Sie wollen, dass die Scharia als Gesetzesgrundlage bestehen bleibt. Gleichzeitig bekomme die Opposition zwar Rückendeckung von westlichen Regierungen, diese üben allerdings keinen Druck aus. Bei einem Treffen in den USA im April haben sich westliche Länder, die Vereinten Nationen und die Afrikanische Union beispielsweise auf keinen Aktionsplan für den Sudan einigen können.

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