28. Juli 2021
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28. Juli 2021

Impfstoffmangel verstärkt soziale Ungleichheit / UN dringen auf humanitäre Hilfslieferungen nach Tigray / Rückzug der französischen Antiterroroperation Barkhane

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1. Impfstoffmangel verstärkt soziale Ungleichheit

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung, das Handelsblatt und der Weser Kurier thematisieren die Analyse des Internationalen Währungsfonds (IWF), nach der sich die Schere zwischen armen und reichen Ländern zunehmend weitet. Industrieländer wachsen nach der neuen Prognose stärker als bisher gedacht, Schwellenländer und arme Länder dagegen weniger. Die Corona-Mutationen und die ungleiche Impfstoffverteilung stellen laut IWF das größte Risiko für die Erholung der Weltwirtschaft dar. Während in den Industrieländern rund 40 Prozent der Bevölkerung geimpft worden seien, verzeichnen Schwellenländer eine Impfquote von 11 Prozent. Entwicklungsländer liegen im niedrigen einstelligen Bereich. Die globale Erholung der Wirtschaft sei nicht gesichert, „bis die Pandemie weltweit zurückgeschlagen ist“, betone Gina Gopinath, IWF-Chefvolkswirtin. Währenddessen sind sich die Mitgliedstaaten der Welthandelsorganisation (WTO) weiterhin uneins über eine Aussetzung der Patente für Corona-Impfstoffe, berichtet Tagesschau.de. Ein Ende der Diskussionen sei nicht absehbar, so WTO-Sprecher Keith Rockwell nach mehrstündigen Beratungen des Allgemeinen Rats der WTO. Die WTO-Mitglieder wollen Anfang September bei einem informellen Treffen erneut beraten.

 

2. UN dringen auf humanitäre Hilfslieferungen nach Tigray

In der Krisenregion Tigray in Äthiopien droht eine Hungersnot und die Gewalt eskaliert. Darüber berichten das Redaktionsnetzwerk Deutschland, Der Standard, und Evangelisch.de. Hilfslieferungen in die umkämpfte Region müssen zugelassen werden, fordere David Beasley, der Direktor des Welternährungsprograms (WFP). Menschen seien „am verhungern”. Die Essensvorräte reichen laut WFP nur noch bis Freitag. Nach UN-Angaben sind in Tigray bis zu 400.000 Menschen betroffen, rund 1,6 Millionen seien auf der Flucht. In Gefahr sei laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR auch die Hilfe für schätzungsweise 24.000 eritreische Geflüchtete in Tigray. Rund um die Geflüchtetenlager Mai Aini und Adi Harush eskalieren zunehmend die Kämpfe zwischen bewaffneten Gruppen und die Versorgung werde immer schwieriger. Das Trinkwasser neige sich dem Ende, es gebe keine Gesundheitsversorgung und Hunger sei eine echte Gefahr, so UNHCR-Sprecher Babar Baloch. Im November letzten Jahres sei in der Region ein Ringen um die Macht zwischen der Zentralregierung und der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) eskaliert.

 

3. Rückzug der französischen Antiterroroperation Barkhane

François Misser berichtet in der Tageszeitung über den Teilabzug französischer Truppen aus Mali und der Sahelzone. Die islamistischen Terrorgruppen seien stärker denn je, militärisch seien sie aber nicht dauerhaft zu schlagen. Eine Alternative gebe es bisher nicht. Die französische Antiterroroperation Barkhane, die seit 2014 in Mali, Niger und Burkina Faso islamistische Terrorgruppen bekämpft, sei erst vor anderthalb Jahren auf 5.100 Soldat*innen aufgestockt worden. Jetzt werde sie bis 2023 halbiert. Pierre Laurent, der Vizepräsident des französischen Senats, ziehe über Barkhane eine bittere Bilanz: 51 tote französische Soldat*innen und zehn Milliarden Euro Kosten. Wenn Schlachten gewonnen werden, der Feind aber immer stärker werde, sei „Waffengewalt vielleicht nicht ausreichend“, so Louis Saillans, Oberleutnant und französischer Militärexperte.

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