28. Januar 2021
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28. Januar 2021

Warnung vor der nächsten Pandemie / Biden kippt Abtreibungsklausel bei Entwicklungsinvestitionen / Ausstellung zeigt 500 Jahre antikolonialen Widerstand

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1. Warnung vor der nächsten Pandemie

Die Süddeutsche Zeitung thematisiert heute in einem Interview mit Bill Gates und einem Beitrag von Werner Bartens über die drohende Gefahr einer nächsten Pandemie. Seit Jahren warnen Forscher*innen vor einem “Super-Virus”, das sowohl leichter von Mensch zu Mensch übertragen wird als auch tödlicher ist. Darauf sei die Welt nicht vorbereitet. Aber auch längst bekannte Erreger könnten wieder gefährlich werden. Neben Corona fordern vor allem Krankheiten in Entwicklungsländern wie Malaria, Dengue-, Chikungunya- und Gelbfieber mehr Todesopfer als jede andere Krankheit. Obwohl Hilfsorganisationen immer wieder darauf hinweisen, werden diese Krankheiten kaum beachtet. Dabei sind diese Leiden nicht nur nicht verschwunden, sondern breiten sich bedrohlich aus. Neben Mutationen sorge der Klimawandel dafür, dass sich die Tigermücke und tropische Krankheiten im südlichen Europa ausbreitet könnten. Im Interview mahnt Gates an, dass wir auf die nächste Pandemie nicht vorbereitet seien. Er kritisiere vor allem Logistikprobleme während der Corona-Pandemie. Er sehe aber auch Fortschritte: Früher habe es mehr als zehn Jahre gedauert, bis neu entwickelte Impfstoffe in Entwicklungsländern zum Einsatz kamen. Auch mithilfe der globalen Impfallianz Gavi gehe dies nun viel schneller vonstatten. 

2. Biden kippt Abtreibungsklausel bei Entwicklungsinvestitionen

Heiner Hoffmann schreibt heute bei Spiegel über die sogenannte Global Gag Rule der USA und ihre Folgen für den Kampf um das Recht auf Abtreibung in Afrika. Die Global Gag Rule sehe vor, dass ausländische Organisationen, die auch nur indirekt Geld aus dem US-Haushalt bekommen, keine Abtreibungsberatungen anbieten dürfen. Die 1984 von Ronald Reagan erlassene Vorschrift sei seit Bestehen von demokratischen Präsidenten gekippt und von republikanischen Präsidenten wieder eingeführt worden. Zuletzt sei die Verordnung unter dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump sogar noch verschärft worden. US-Hilfsgelder seien bei Abtreibungsberatungen im gesamten Gesundheitssektor gestrichen worden. Dem Reproductive Health Network Kenya (RHNK) sei dadurch 2017 die komplette Finanzierung weggebrochen. RNHK berate kenianische Frauen zu Verhütung, HIV und auch Abtreibungen. Durch die fehlenden Gelder haben sie Personal entlassen müssen und konnten nicht mehr kostenlos beraten. “Viele Frauen und Mädchen hatten keinen Zugang mehr zu adäquater Beratung und Aufklärung. Gerade während der Corona-Pandemie ist die Zahl der Teenager-Schwangerschaften explodiert”, so Nelly Munyasia,  Direktorin des Reproductive Health Networks Kenya im Spiegel-Interview. In Kenia sterben derzeit durchschnittlich sieben Frauen pro Tag wegen unsicherer Abtreibungen, so Munyasia. Der neue US-Präsident Joe Biden wolle die Global Gag Rule nun wieder kippen.

3. Ausstellung zeigt 500 Jahre antikolonialen Widerstand

Mehrere Medien, darunter Tagesspiegel.de, Deutschlandfunk Kultur, die Berner Zeitung und die Solinger Bergische Morgenpost berichten über die Benin-Bronzen und die Ausstellung “Resist!”. Die Sonderausstellung „Resist! Die Kunst des Widerstands“ des Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum beleuchte 500 Jahre antikolonialen Widerstand im globalen Süden sowie die bis heute reichenden Folgen kolonialer Unterdrückung. Ein 90-minütiger Film zur Ausstellung werde ab Freitag auf der Museums-Website abrufbar sein. Zu sehen sein werden Arbeiten von mehr als 40 zeitgenössischen Kunstschaffenden, die Geschichten von Rebellion, Krieg, Gewalt, aber auch von Überleben und Resilienz erzählen. Die Ausstellung beschäftige sich auch mit geraubten Kulturgütern aus dem Benin. Die Kunstwerke finden sich heute in mehreren Museen Europas wieder, unter anderem im Humboldt Forum Berlin. Viele Museen schweigen zu den geraubten Kunstwerken. 

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