27. November 2018
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27. November 2018

EU-Budget kann Armut verringern / Angola: Streit um Staatskasse / Frankreich gibt Kunstwerke an Benin zurück

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1. EU-Budget kann Armut verringern

In der Frankfurter Rundschau schreibt Winnie Byanyima, Geschäftsführerin von Oxfam International, über die Verantwortung der Europäischen Union in der Armutsbekämpfung. Gestern haben sich die Außen- und Entwicklungsminister*innen der EU in Brüssel getroffen, um über das EU-Siebenjahresbudget für die Jahre 2021 bis 2027 zu beraten. Mit der richtigen Ausrichtung könne dieser Haushalt helfen, Armut in der Welt zu beseitigen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, so Byanyima. Dafür brauche es jedoch eine neue Vision von Europa. Statt an kurzsichtigen Eigeninteressen müssen die EU-Staaten sich am Allgemeinwohl orientieren. Die EU müsse ihre Führungsrolle bei der Förderung von globaler Armutsbekämpfung und Klimaschutz beibehalten.

2. Angola: Streit um Staatskasse

Die Deutsche Welle berichtet über den Streit des angolischen Präsidenten João Lourenço mit seinem Vorgänger José Eduardo dos Santos. Präsident Lourenço habe dos Santos, der fast 40 Jahre lang die angolische Regierungsgeschäfte geführt habe, vorgeworfen, das Land heruntergewirtschaftet zu haben. Nun habe sich dos Santos gewehrt. Finanzen und Wirtschaft seien bei der Machtübergabe stabil gewesen, so der Ex-Präsident. Dem angolischen Journalisten und politischen Analysten Alexandre Solombe zufolge gehe es in dem öffentlichen Konflikt um die Deutungshoheit über die jüngste angolanische Geschichte. Der mächtige dos-Santos-Clan, darunter Isabel dos Santos, Tochter des Ex-Präsidenten und reichste Frau Afrikas, versuche, das Erbe José Eduardos ins rechte Licht zu rücken. Dessen Sohn José Filomeno dos Santos sei wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung, illegaler Bereicherung, Geldwäsche und Korruption angeklagt. Die neue Regierung unter Lourenço habe Unternehmen und Privatpersonen eine Frist von sechs Monaten eingeräumt, um illegal außer Landes geschafftes Geld wieder nach Angola zu transferieren. Ab dem 22. Dezember könne auch Isabel dos Santos wegen Korruption angeklagt werden.

3. Frankreich gibt Kunstwerke an Benin zurück

Verschiedene Medien, darunter Süddeutsche Zeitung, Tagesspiegel, Zeit Online und Deutschlandfunk.de, thematisieren Frankreichs Umgang mit Kunstobjekten aus ehemaligen Kolonien. Der französische Präsident Emmanuel Macron habe beschlossen, 26 Kunstwerke an den westafrikanischen Staat Benin zurückzugeben. Damit reagiere er auf den Kolonialismus-Bericht der Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy und des senegalesischen Ökonomen Felwine Sarr. Benin habe die Rückgabe seit langem gefordert. Macron habe außerdem angekündigt, 2019 alle afrikanischen und europäischen Partner*innen in Paris zusammenzubringen, um über den Austausch von Kunstwerken zu diskutieren. Laut Savoy und Sarr könne ein Rücktausch nur ein Gewinn sein. Insbesondere Afrikas Jugend habe ein Recht auf ihr kulturelles Erbe.

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