27. Juli 2020
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27. Juli 2020

Was kommt nach Cotonou-Abkommen? / Corona: Südafrika kommt nicht zur Ruhe / Gewalt im Sudan

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1. Was kommt nach Cotonou-Abkommen?
Daniel Pelz thematisiert in der Deutschen Welle, wie es um das sogenannte Cotonou-Abkommen steht. Das Cotonou-Abkommen klärt die Beziehungen zwichen der Europäischen Union und 80 Entwicklungsländern aus Afrika, der Karibik und dem Pazifik (AKP-Staaten). Da dieses zum Ende des Jahres ausläuft, verhandeln die EU und AKP-Staaten nach länger Corona-Pause seit Anfang Juni wieder um ein Nachfolgeabkommen. Die finnische EU-Verhandlungsführerin und Kommissarin für Entwicklungszusammenarbeit Jutta Urpilainen zeige sich optimistisch. Seitens der AKP sei Verhandlungsführer Robert Dussey, Außenminister Togos, noch zurückhaltend. Seit 2018 werde über die Neuausrichtung der Partnerschaft verhandelt. Es gehe um die politischen Beziehungen, Wirtschaft, Handel und Entwicklungspolitik zwischen 106 Ländern, den EU-Staaten und ehemaligen europäischen Kolonien. Die afrikanische Seite fordert, dass auch ihre Prioritäten in einem neuen Abkommen stärker berücksichtigt werden, erklärt der südafrikanische Diplomat John Maré. Insbesondere im Handel werde ein neuer Kurs gefordert. Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, die sogenannten EPAs, mit einzelnen AKP-Staaten seien umstritten. Lokale Märkte werden mit Billigimporten aus der EU geflutet und dadurch die lokale Wirtschaft zerstört, wie Maré beklagt. Zudem arbeite die Afrikanische Union an einer panafrikanischen Freihandelszone. Dies erschwere die Aushandlung des neuen Abkommens, da Einzelabkommen der mit afrikanischen Ländern diese Freihandelszone unterminieren können.

2. Corona: Südafrika kommt nicht zur Ruhe
Wie unter anderem die Stuttgarter Zeitung und die Augsburger Allgemeine berichten, hat die Coronakrise Südafrika weiter fest im Griff. Durch Armut und Korruption werde die Eindämmung von Covid-19 weiter erschwert. Auch bei leichteren Fälle, die sich zu Hause auskurieren lassen, sind viele auf Kliniken angewiesen, da viele Menschen kein Zuhause haben, in dem sie sich isolieren können. Zudem seien nur ein Bruchteil der Betten in Corona-Zentren im Land auch an Sauerstofftanks angeschlossen. Für mittelschwere und schwere Verläufe sei eine Beatmung mit Sauerstoff aber überlebenswichtig. Die Lieferanten kommen zudem nicht nach und der Sauerstoff werde immer knapper, wie der südafrikanische Gesundheitsminister Zweli Mkhize zugibt. Die Pandemie sei zwar mit zeitlicher Verzögerung, dafür aber mit voller Wucht in Südafrika angekommen. Francoise Venter, Virologe der Johannesburger Witwatersrand-Universität, bedauert, dass die Chance verspielt worden sei von anderen Ländern zu lernen, die früher von der Pandemie betroffen waren. Bisher sei die offizielle Sterberate noch relativ gering. Allerdings werden jene nicht erfasst, die ohne einen Test an Covid-19 gestorben sind.

3. Gewalt im Sudan
Wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung, Zeit Online, Deutschlandfunk und BR24 berichten, sind bei einem Angriff in Dafur im Sudan 60 Menschen getötet und 60 weitere verletzt worden worden. 500 bewaffnete Männer sollen am Samstag das Dorf Masteri in der Nähe der Landesgrenze zum Tschad überfallen haben, wie das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten mitteilte. Die Angreifer haben Häuser und den örtlichen Markt in Brand gesteckt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Suna haben die Kämpfe von Samstagmorgen bis Sonntagabend angedauert. In Dafur sind UN-Soldat*innen stationiert, um Sudan auf dem Weg zu Frieden und Demokratie zu unterstützen. Jedoch zeigen immer wieder auftretende Ausschreitungen, wie fragil die Lage in der Region weiterhin sei. Wie unter anderem die Deutsche Welle und evangelisch.de melden, sei im Süden des Sudans zudem ein  Massengrab mit Überresten von 28 Militärs entdeckt worden. Es stamme vermutlich aus der Zeit des ehemaligen Präsidenten Omar al-Baschir. Die derzeitige Übergangregierung in Khartum habe versprochen, Verbrechen unter dem langjährigen Machthaber aufzuklären. Seitdem werden immer wieder Massengräber im Land gefunden.

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