26. Oktober 2021
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26. Oktober 2021

Putsch in Sudan / Tote bei Angriff auf Moschee in Nigeria / Corona-Impfstoff aus Afrika

1. Putsch in Sudan

Viele Medien, darunter BILD.de, Spiegel, Tagesschau.de, die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Tageszeitung (taz), die Frankfurter Rundschau und die Deutsche Welle berichten über die Situation im Sudan nach dem gestrigen Militärputsch. Mindestens drei protestierende Menschen sollen durch Schüsse von Soldat*innen getötet worden sein. Mehr als 80 seien verletzt worden. Der höchste Militärvertreter im Sudan, General Abdel Fattah al-Burhan, habe die Entmachtung der zivilen Regierungsmitglieder verkündet und einen landesweiten Ausnahmezustand verhängt. Mitarbeiter*innen der Zentralbank seien in den Streik getreten. Im ganzen Land sollen sich Ärzt*innen weigern, in Militärkrankenhäusern zu arbeiten, Ausnahmen gebe es nur in Notfällen. Die US-Regierung setze angesichts der Machtübernahme des Militärs Hilfszahlungen in Höhe von 700 Millionen US-Dollar vorerst aus. Der UN-Sicherheitsrat wolle sich heute in einer Dringlichkeitssitzung mit der Lage im ostafrikanischen Land beschäftigen. Gestern hatten sudanesische Militärs Regierungschef Abdalla Hamdok und weitere zivile politische Mitglieder der Regierung festgenommen. Sie werden an einem unbekannten Ort festgehalten.

 

2. Tote bei Angriff auf Moschee in Nigeria

Bewaffnete haben in Nigeria mindestens 18 Gläubige erschossen. Darüber berichten unter anderem Spiegel und Zeit Online. Die Angreifer hatten während des Morgengebets an der Moschee des Dorfes Mazakuka im Westen des Landes auf die Gemeinde geschossen. Laut eines Augenzeugen seien mindestens 20 weitere Menschen verletzt worden. Mehr als zehn Personen seien entführt worden. Die Bewaffneten seien vermutlich nomadisch lebende Fulani-Hirten und seien entkommen. Das Gebiet sei sehr weit abgelegen und über Straßen nicht zu erreichen. Deshalb habe die Polizei nicht schnell reagieren können. Der Überfall stehe laut der Polizei im Zusammenhang mit einem Konflikt zwischen Dorfbewohner*innen und Hirten. Durch ethnisch motivierte Gewalt seien in diesem Jahr in Nigeria bereits Hunderte Menschen getötet worden. Bei dem seit Jahrzehnten schwelenden Konflikt gehe es um den Zugang zu Wasser und Land.

 

3. Corona-Impfstoff aus Afrika

Bernd Dörries thematisiert in der Süddeutsche Zeitung das neue Projekt des deutschen Pharma-Unternehmens BioNTech in Afrika. Das Institut Pasteur, ein Ableger des französischen Grundlagenforschungszentrums für Biologie und Medizin, stelle in Dakar seit vielen Jahrzehnten Gelbfieberimpfstoffe her. Es sei der einzige Impfstoffhersteller des Kontinents mit einer Zertifizierung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Das mache ihn für Kooperationspartner interessant. Deshalb wolle BioNTech jetzt eine komplette Impfstofffabrik in Dakar aufbauen. Weitere seien in Ruanda und Südafrika geplant. Die Anlagen sollen aus Deutschland kommen, die Hallen vom Institut Pasteur gestellt werden. Nach zwei oder drei Jahren solle die Fabrik in lokales Eigentum übergehen. Die Stiftung Kenup, die von der EU zur Förderung von medizinischen Innovationen gegründet wurde, helfe BioNTech beim Aufbau der Impfstoffherstellung in Afrika. Es handele sich um ein bis dato einzigartiges Vorhaben in der Pharmaindustrie.

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