26. Juli 2019
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26. Juli 2019

Gewalt im Kongo / Nigeria: Protest für Freilassung von religiösem Führer / Oxfam: Mehr Hilfeleistungen gegen drohende Hungerkatastrophe nötig

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1. Gewalt im Kongo

Wie unter anderem der Deutschlandfunk und die Neue Zürcher Zeitung berichten, gab es von Januar bis Juni fast 700 außergerichtliche Hinrichtungen in der Demokratischen Republik Kongo. Laut des UNO-Menschenrechtsbüros seien davon 418 Hinrichtungen von bewaffneten Kämpfern ausgeführt worden. Andere Taten seien auf Sicherheitsbeamt*innen zurück zu führen. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Menschenrechtsverstöße nach aktuellen Zahlen leicht zurück, so Abdul Aziaz Thioye, Direktor des Uno-Menschenrechtsbüros. Im Kongo gebe es seit dem Machtwechsel im Dezember letzten Jahres allerdings eine höhere Zahl an organisierten politischen Verbrechen. Der Oppositionspolitiker Felix Tshisekedi hatte nach 18 Jahren den Präsidenten Joseph Kabila abgelöst.

2. Nigeria: Protest für Freilassung von religiösem Führer

Zaharaddeen Umar berichtet in der Deutschen Welle, dass Proteste der schiitischen Gruppe der Islamischen Bewegung für Nigeria (IMN) in Nigerias Hauptstadt Abuja mit Gewalt niedergeschlagen wurden. Mindestens acht Menschen, unter ihnen auch ein Journalist, seien bei den Protesten am Montag getötet worden. Die Polizei sei mit Tränengas und scharfer Munition gegen die Demonstrant*innen vorgegangen. Anlass für den Marsch der IMN sei die Inhaftierung des geistigen Führers der Gruppe, Ibrahim Zakzaky, gewesen. Dieser sei bereits 2015 wegen Terrorismusvorwürfen verhaftet worden. Allerdings ordnete ein Gericht ein Jahr später die Freilassung des Religionsführers an, die Ermittlungen seien rechtswidrig gewesen. Demonstrant*innen seien bereit, die Märsche fortzuführen, bis Zakzaky frei sei. Die Regierung habe sich bis jetzt allerdings geweigert, den Anweisungen des Gerichts nachzukommen, so Mukhtar El-Khasim, Analyst in Nordnigeria. Der Großteil der nigerianischen Bevölkerung zählt zu der Gruppe der Sunniten, Zakzakys gründete die schiitische IMN als Studentenbewegung. Diese sollte eine islamische Revolution in Nigeria vorantreiben. Nigerianische Behörden werfen den Demonstrant*innen gewaltsames Vorgehen gegen Polizist*innen und Bürger*innen, sowie öffentliches und privates Eigentum vor. Diese hielten dagegen: es seien immer friedliche Proteste gewesen.

3. Oxfam: Mehr Hilfeleistungen gegen drohende Hungerkatastrophe nötig

Wie Zeit Online berichtet, fordert die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam mehr Unterstützung bei der Bekämpfung von Hunger. In den Ländern Äthiopien, Kenia und Somalia breite sich die Dürre immer weiter aus. Die Hilfe für diese Regionen sei allerdings viel zu niedrig, nur rund ein Drittel sei finanziert, so ein neuer Bericht von Oxfam. Die Vereinten Nationen (UN) gehen von rund 7,6 Millionen Hungerleidenden in der Region aus. Bereits 2011 habe es ein kollektives Versagen gegeben. Man müsse schnell handeln, um Leben zu retten, so Lydia Zigomo, Oxfam Regionaldirektorin für das Horn von Afrika. Ausbleibender Regen vernichte die Ernte und somit die Lebensgrundlange vieler Menschen. Die Klimakrise befeuere diesen Trend und es sei entscheidend, humanitäre Maßnahmen mit der Bekämpfung des Klimawandels zu verbinden. Im Jahr 2018 seien rund 16,1 Millionen Menschen auf Grund von wetterbedingten Ereignissen aus ihrer Heimat vertrieben worden.

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