26. Februar 2020
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26. Februar 2020

Südafrika: Frauen während Geburt zwangssterilisiert / Afrika: Ausländische Investitionen zu niedrig, EU wenig ambitioniert / Kenia verbietet das Schlachten von Eseln

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1. Südafrika: Frauen während Geburt zwangssterilisiert
Südafrikanische Ärzt*innen und Pflegekräfte haben 48 Frauen durch Zwangssterilisation schwer körperlich verletzt, so die Ergebnisse einer am Montag veröffentlichten Untersuchung der südafrikanischen Gleichstellungskommission (CGE). Zwischen 2002 und 2015 seien die Frauen, die in den meisten Fällen positiv auf HIV getestet wurden, kurz vor der Entbindung vom medizinischem Personal „genötigt oder gezwungen“ worden, in ihre Sterilisierung einzuwilligen. Diese sei dann während des Kaiserschnitts erfolgt, indem die Eileiter durchtrennt wurde. Bis heute leiden die betroffenen Frauen an den psychischen und sozialen Folgen der Misshandlung. Die CGE bezeichne diese Behandlung als „menschenunwürdig“, das medizinische Personal habe „gegen seine Fürsorgepflicht verstoßen“. Darüber hinaus fordere sie das Gesundheitsministerium dazu auf, in der Zukunft schriftlichen Einwilligungen zu Sterilisierungen genauer zu überprüfen und eine Widerrufsfrist zwischen Unterzeichnung und OP einzuführen.

2. Afrika: Ausländische Investitionen zu niedrig, EU wenig ambitioniert
Auf dem Wissenschaftsportal the Conversation thematisiert der ghanaische Wirtschaftswissenschaftler Muazu Ibrahim ausländische Investitionen in afrikanische Staaten, so der Deutschlandfunk. Es werde mehr Geld in andere Länder des Globalen Südens investiert als in afrikanische Länder. Ein zusätzliches Problem sei das unterentwickelte Bankensystem, das Kredite nicht effektiv verteile. Afrikanischen Regieren sollten laut Ibrahim sicherstellen, dass Regulierungsbehörden besser arbeiten und Kredite effektiver verteilen. Auf Euractiv thematisiert Benjamin Fox den Entwurf einer EU-Afrika-Strategie der EU-Kommission, der Anfang März offiziell vorgestellt werden soll. Die neue Strategie forciere neben diversen „Geschäftsmöglichkeiten“ und Investitionen „Möglichkeiten zur Steigerung des Handels zwischen der EU und Afrika“. Die EU verspreche darüber hinaus, das dieses Jahr in Kraft tretende Freihandelsabkommen auf dem afrikanischen Kontinent zu unterstützen. Bisherige regelte das ‚Cotonou-Abkommen‘ „die Handels- und politischen Beziehungen zwischen der EU und den afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten“. Dieses laufe allerdings bereits im März aus. Eine baldige Einigung auf einen neuen Vertrag sei nicht in Sicht. Dabei befinde sich die EU in großer und wachsender Konkurrenz zu anderen Ländern beim Versuch, engere Beziehungen zu afrikanischen Ländern zu knüpfen, allen voran China, den USA, dem Vereinigten Königreich, usw.

3. Kenia verbietet das Schlachten von Eseln
Kenia verbietet das Töten von Eseln und den Handel mit Eselprodukten, so das Landwirtschaftsministerium unter Peter Munya am Dienstag, wie die Tageszeitung (taz), Deutschlandfunk Nova, das Handelsblattt, die Suttgarter Nachrichten, die Schwäbische Post und die Badische Zeitung berichten. Aus der Haut von Eseln werde Ejiao gewonnen, eine Gelatine, der in China heilende Kräfte nachgesagt werden. Doch weil die Eselpopulation so rapide schrumpfe, sei China auf Importe angewiesen. Einige afrikanische Länder wie Äthiopien, Tansania, Botsuana und Mali haben das Schlachten bereits verboten. Kenia aber habe vor einigen Jahren noch vier Schlachtlizenzen vergeben, weswegen zuletzt hunderttausende Esel getötet wurden. Esel seien allerdings für die kenianische Bevölkerung sehr wichtig – als Nutztier und Einnahmequelle. Ihnen wurden aber immer mehr Esel gestohlen und wegen der hohen Preise an Schlachthäuser verkauft. Die Regierung in Nairobi, Kenias Hauptstadt, wolle dies nun beenden – zur Freude von Tierschutzorganisationen, die dies schon lange fordern.

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