25. Februar 2021
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25. Februar 2021

COVAX startet Impfkampagne / Schuldenerlass für arme Staaten gefordert / Südafrika trennt sich von Kolonialnamen

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1. COVAX startet Impfkampagne

Mehrere Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, Tagesschau Deutschlandfunk, Spiegel und N-TV berichten, dass die internationale Impfstoff-Initiative COVAX gestern mit der größten Impfkampagne in der Geschichte begonnen hat. Als erstes Land der Welt habe Ghana von COVAX insgesamt 600.000 Corona-Impfstoffdosen des Herstellers AstraZeneca erhalten. Bis zum Jahresende wolle COVAX mindestens 20 Prozent der Bevölkerung Afrikas gegen Corona impfen lassen. Um 60 Prozent der Menschen auf dem gesamten Kontinent zu impfen, was der Mindestanforderung für Herdenimmunität entspreche, würden etwa 1,5 Milliarden Impfstoffdosen benötigt. Aktuelle Zahlen zeigen jedoch, dass COVAX das grundsätzliche Verteilungsproblem bisher nicht lösen könne. So seien rund 70 Prozent der bislang verabreichten Impfungen in den 50 reichsten Ländern eingesetzt worden. In den 50 ärmsten Ländern seien hingegen bisher nur 0,1 Prozent der weltweit einsetzbaren Impfdosen verabreicht worden. Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt, moniert im Interview mit der Frankfurter Rundschau, dass die Krise die Ungleichheit auf der Welt sehr deutlich aufzeige. So hätten Patente längst ausgesetzt werden müssen, wie das bei HIV-Präparaten der Fall war, um weltweit mehr und kostengünstiger zu produzieren, so Füllkrug-Weitzel.

2. Schuldenerlass für arme Staaten gefordert

Kristina Rehbein, Politische Koordinatorin beim deutschen Entschuldungsbündnis erlassjahr.de, und Klaus Schilder, Experte für Entwicklungsfinanzierung bei der Entwicklungsorganisation Misereor, fordern in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau, dass die 20 reichsten Industrie- und Schwellenländer den ärmeren Staaten die Schulden erlassen müssen. Die durch die Corona-Pandemie ausgelöste wirtschaftliche Rezession habe viele Länder im globalen Süden in eine Schuldenkrise geführt. 132 von 148 Ländern seien kritisch verschuldet, 21 Länder bereits zahlungsunfähig. Betroffen seien vor allem Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, die vorher schon in einer wirtschaftlich instabilen Situation gewesen seien. Statt die Forderungen der internationalen Gläubiger zu bedienen, sollten sie die knappen Mittel nutzen können, um sich gegen die Pandemie zu stemmen und ihre Gesundheitssysteme stärken, so Rehbein und Schilder. Im April 2020 habe die G20 mit dem Schuldenmoratorium für arme Länder zwar schon Maßnahmen zum Zahlungsaufschub im Krisenfall ergriffen. Allerdings verschiebe dies die Zahlungsverpflichtungen nur in die Zukunft. Einen Tag vor dem Treffen der G20-Finanzminister*innen fordern die Autor*innen daher echte Schuldenerlasse und eine Beteiligung privater Gläubiger an den Entschuldungsmaßnahmen.

3. Südafrika trennt sich von Kolonialnamen

Wie die Welt schreibt, werden in Südafrika auf Bestreben der Regierung Städte und Flughafen umbenannt, die koloniale Siedler*innen aus Europa geprägt haben. So werde Port Elizabeth nun zu Gqeberha und Berlin zu Ntabozuko. Schon in den vergangenen Jahren seien diverse Orte aus demselben Grund umbenannt worden.

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