24. Januar 2020
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24. Januar 2020

TI: Zwei Drittel der Welt „korrupt“ / Davos: Merkel verkündet Zusage für Gavi / Nigeria: Tote durch Lassafieber

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1. TI: Zwei Drittel der Welt „korrupt“
Viele Medien thematisieren den Korruptionswahrnehmungsindex der Nichtregierungsorganisation Transparency International (TI), der gestern in Berlin vorgestellt wurde, darunter Tagesschau.de, die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Welt, Focus Online, Zeit Online, Deutschlandfunk und die Deutsche Welle. Ganz oben auf der Rangliste stehen Dänemark und Neuseeland. Deutschland landet mit 80 von 100 möglichen Punkten auf Platz neun. Allerdings rutschen mit den USA, Frankreich, Großbritannien und Kanada vier der G7-Länder im Ranking ab. Zwei Drittel aller untersuchten Länder erzielen einen Score von unter 50 Punkten und gelten damit als korrupt. Am grassierendsten sei die Korruption in Jemen, Syrien und Somalia. Es gebe einen deutlichen „Zusammenhang zwischen Korruption und Instabilität“. Insgesamt schneide Subsahara-Afrika am schlechtesten ab. Einer der Hauptgründe sei die einseitige Nutzung des Rohstoffreichtums. Ausländiche Unternehmen investieren ihre Gewinne nicht vor Ort und es stehen kaum Mittel bereit für die Bekämpfung von Korruption. Für Deutschland fordere TI die Einführung eines Lobby-Registers sowie eine transparente Parteienfinanzierung. Auch das Sponsoring bei Parteitagen sei „kritisch“.

2. Davos: Merkel verkündet Zusage für Gavi
Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte beim Weltwirtschaftsforum der Impafallianz Gavi 600 Millionen Euro für die Arbeit in den kommenden fünf Jahren zu. Das berichten mehrere Medien, darunter das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), FAZ.net, Focus Online, Yahoo News und das Ärzteblatt. Mit den Mitteln ermögliche Gavi insbesondere Kindern in Entwicklungsländern den Zugang zu Impfungen. Bis 2018 seien durch Gavis Unterstützung bereits 760 Millionen Kinder geimpft worden. Dadurch habe man bereits 13 Millionen Leben schützen können, so Gavi. Auch Entwicklungsminister Gerd Müller strich Gavis Erfolge im Kampf gegen vermeidbare Krankheiten wie Polio, Masern und Durchfallerkrankungen hervor. Deutsche Entwicklungsorganisationen fordern allerdings genauso wie Gavi-Geschäftsführer Dr. Seth Berkley eine Erhöhung des deutschen Beitrags auf 700 Millionen Euro. Der verkündete Beitrag stehe für ein „Weiter so“. Bereits bei der letzten Finanzierungskonferenz 2015 habe Deutschland der Impfafllianz für die aktuellen Fünfjahrespersiode 600 Millionen Euro zugesagt. Bei der anstehenden Finanzierungskonferenz für die Jahre 2021-2025 benötige Gavi mindestens 7,4 Milliarden US-Dollar seitens der Geber.

3. Nigeria: Tote durch Lassafieber
Wie unter anderem Focus Online, der Bonner General-Anzeiger, die Freie Presse, der Deutschlandfunk, melden, sind in Nigeria seit Jahresbeginn 24 Menschen an Lassafieber gestorben. In den erstren drei Wochen des Jahres seien über 160 Fälle der Fieberkrankheit bestätigt worden. Die Zahl der Toten könne weiter steigen. Laut dem Robert-Koch-Institut stecken sich jährlich rund 300.000 Menschen in Westafrika mit dem Lassafieber an. 80 Prozent der Infizierten zeigen jedoch keine Symptome.

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