24. August 2021

24. August 2021

Südafrika exportiert Impfstoffe nach Europa / Armutskrankheiten durch Corona-Pandemie vernachlässigt / Tansania: Neue Präsidentin, alter Stil?

1. Südafrika exportiert Impfstoffe nach Europa
Vom in Südafrika hergestellten Corona-Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson bleibe lediglich eine relativ kleine Menge (zwei Millionen) im Land am Kap. Ein viel größerer Teil der Vakzine (32 Millionen) wird nach Europa exportiert, schreibt Bernd Dörries, Afrika-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung. Während in Afrika lediglich zwei Prozent der Bevölkerung eine Impfung erhalten haben, denke man in Europa bereits über Drittimpfungen nach. Südafrika habe sich verpflichten müssen, keine Exportbeschränkungen vorzunehmen. Gleichzeitig habe Europa Exportverbote für bestimmte Medikamente ausgesprochen. Diese Ungerechtigkeit erinnere an “koloniale Zeiten”, so Moses Mulumba, Direktor des ugandischen Zentrums für Menschenrechte und Entwicklung. Der Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson sei in Afrika besonders wichtig. Er sei wirksam gegen die südafrikanische Beta-Variante, lasse sich bei Kühlschranktemperaturen lagern und es werde lediglich eine Impfung benötigt statt der sonst üblichen zwei. Melanie Loos behandelt in der Welt ebenfalls die globale Verteilung von Corona-Impfstoffen. Die internationale Impfstoff-Initiative Covax habe sich zum Ziel gesetzt, bis Ende dieses Jahres ein Drittel aller Menschen in ärmeren Ländern mit Impfstoffen zu versorgen. Davon sei man jedoch noch weit entfernt, unter anderem, weil Europa und Deutschland hinter ihren Versprechen zur Lieferung von Impfdosen zurückbleiben. Clemens Schwanhold, politischer Referent der Entwicklungsorganisation ONE, fordert Europa auf, bis Ende des Jahres 500 Millionen Impfdosen zu spenden, damit ärmere Länder besseren Zugang zu den Vakzinen erhalten.

2. Armutskrankheiten durch Corona-Pandemie vernachlässigt
Im Deutschlandfunk thematisieren Marc Engelhardt und Bettina Rühl die Folgen der Corona-Pandemie für die Bekämpfung vermeidbarer Krankheiten wie Aids, Tuberkulose oder Malaria. Betroffen seien insbesondere Menschen, die in ärmeren Ländern leben. Laut Schätzungen von UNAIDS führe die Pandemie dazu, dass zusätzlich zu den 2,4 Millionen jährlichen Todesfällen noch mehrere Hunderttausend dazukommen. Insbesondere in ärmeren Ländern werden die ohnehin knappen Mittel im Gesundheitssektor zur Bekämpfung der Corona-Pandemia aufgewendet – und fehlen dann an anderer Stelle. Peter Sands, Direktor des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria, warnt davor, dass die Zahl der Todesfälle, die indirekt durch Covid-19 ausgelöst werden, die Zahl der direkten Todesfälle übersteigen könne. Er kritisiert den mangelnden politischen Willen zur Finanzierung der Bekämpfung vermeidbarer Armutskrankheiten.

3. Tansania: Neue Präsidentin, alter Stil?
Nach dem Tod von Tansanias Präsident John Magfuli war die Hoffnung groß, dass seine Amtsnachfolgerin Samia Suluhu Hassan sich vom autoritären Führungsstil ihres Vorgängers abgrenzt, schreibt Alloyce Kimbunga in der Tageszeitung (Taz). Mit der Verhaftung des Oppositionsführers Freeman Mbowe sei zu befürchten, dass die repressive Politik Magfulis fortgesetzt wird. Mbowe sei verhaftet worden, kurz bevor er ein Programm für eine Verfassungsänderung vorstellen wollte. Suluhua Hassan wirft Mbowe vor, die Verhaftung aus politischen Motiven “kalkuliert” zu haben, um sie in Zusammenhang mit seinen Plänen für eine Verfassungsänderung zu bringen. Chadema, die Partei Mbowes, plane nun juristisch gegen Präsidentin Suluhu Hassan vorzugehen. Ein Unterschied zur Regierungs Magfulis sei jedoch, dass sie das Coronavirus nicht leugne. Ferne habe die Präsidentin die Situation um die Pressefreiheit im Land verbessert. Allerdings habe sie auch ihre eigene Parteizeitung zeitweise suspendiert, weil sie Suluhu Hassan mutmaßlich falsch zitiert habe.

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