23. Juli 2021
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23. Juli 2021

Impfstoff "made in Africa"? / Madagaskar: Attentat auf Präsidenten vereitelt / DR Kongo vernichtet massenhaft Corona-Vakzine

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1. Impfstoff “made in Africa”?

Tagesschau.de thematisiert heute die Situation in Senegal, inbesondere mit Blick auf die Corona-Pandemie. Von den rund 17 Millionen Bürger*innen seien erst knapp 700.000 geimpft. Weit über 15.000 Corona-Toten seien bislang offiziell registriert worden. Die Hoffnungen richten sich nun auf eine eigene Impfstoffproduktion. Mit einer dezentralen Produktion in Afrika verbessere sich laut Amadou Alpha Sall, Leiter des Instituts Pasteur in Dakar, die Verfügbarkeit des Impfstoffes. In Afrika Impfstoff für Afrika herstellen zu können sei ein “Schlüsselinstrument” in der Pandemiebekämpfung. “Wir haben die Erfahrung, wir stellen seit 80 Jahren Impfstoffe her”, so Sall. Afrika produziere auch den Impfstoff gegen Gelbfieber, der den Qualitätsansprüchen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entspreche und weltweit vertrieben werden könne. 2022 soll ein Corona-Impfstoff für Afrika ausgeliefert werden können. Deutschland unterstütze das Projekt in Senegal mit 20 Millionen Euro.

 

2. Madagaskar: Attentat auf Präsidenten vereitelt

Spiegel.de, ntv.de und Rheinpfalz.de thematisieren das versuchte Attentat auf Madagaskars Staatspräsidenten Andry Rajoelina sowie weitere Regierungsmitglieder. Eine Gruppe madagassischer und ausländischer Staatsangehöriger habe laut Generalstaatsanwältin Berthine Razafiarivony geplant, verschiedene madagassische Persönlichkeiten zu “eliminieren”. Die Verdächtigen seien im Rahmen einer Ermittlung wegen der Gefährdung der Staatssicherheit festgenommen worden. Unter den Festgenommenen seien auch zwei Franzosen. Der 47 Jahre alte Rajoelina sei seit 2019 Präsident von Madagaskar. Zuvor habe es einen jahrelangen Machtkampf gegeben. Bereits während der Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag Madagaskars am 26. Juni habe die Polizei verkündet, ein Attentat auf Sicherheits-Staatssekretär Richard Ravalomanana vereitelt zu haben. Der General gelte als rechte Hand des Präsidenten.

 

3. DR Kongo vernichtet massenhaft Corona-Vakzine

Judith Raupp berichtet in der Deutsche Welle über die Corona-Situation in der Demokratischen Republik Kongo. Seit einigen Wochen gebe es vor allem in der ostkongolesischen Provinz Nord-Kivu immer mehr Corona-Tote. Grund dafür sei der Ausbruch des Nyiragongo-Vulkans im Mai gewesen. In der Folge haben viele Menschen flüchten mussten und Hygieneregeln nicht mehr beachtet. Kongo habe bis Mitte Juli mehr als 46.000 Corona-Fälle verzeichnet. Den Krankenhäusern gehen Sauerstoff, Masken, Handschuhe und Schutzumhänge aus. Es werde nur wenig getestet. Das Land habe Anfang März im Rahmen der internationalen Impfstoff-Initiative COVAX 1,7 Millionen AstraZeneca-Impfdosen für seine 90 Millionen Einwohner erhalten. Doch der Impfstoff sei vielerorts aufgrund von schlechter Infrastruktur und Zweifeln am Produkt nicht verbraucht worden. Nun müssen die kongolesischen Behörden große Mengen vernichten, da das Haltbarkeitsdatum überschritten worden sei. Kongo sei in einer kritischen Situation, so Stéphane Hans Bateyi, Chefarzt und Verantwortlicher für alle Impfkampagnen der Provinzregierung. Aufgrund der Skepsis seien bisher nur wenige Leute geimpft. Jetzt, da durch die Delta-Variante die Todeszahlen steigen, habe das Land keinen Impfstoff mehr. Es seien inzwischen nochmals fünf Millionen Impfdosen bei der COVAX-Initiative angefragt worden, die Ende des Monats eintreffen sollen.

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