23. Juli 2019
Top-Themen

23. Juli 2019

Afrika unter Strom / Korruption in Kenia / Anschlag in Somalia

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

1. Afrika unter Strom

Die Deutsche Welle und das Handelsblatt berichten, dass Siemens langfristig in Nigerias Stromversorgung investieren will. Mit rund 200 Millionen Einwohnern sei Nigeria das bevölkerungsstärkste Land, laut Weltbank seien davon jedoch rund 80 Millionen Menschen ohne eigenen Stromanschluss. Staatspräsident Muhammadu Buhari und Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser haben verkündet, dass die Stromproduktion in Nigeria bis 2023 verdreifacht werden solle. In welcher finanziellen Höhe sich Siemens an dem Projekt beteiligen werde, sei bisher nicht bekannt. Derzeit sei das staatliche Stromnetz Nigerias überlastet. Nigerias schlechte Infrastruktur an Stromnetzen werde oft als Hemmnis für eine wachsende Volkswirtschaft genannt. Alexander Smoltcyk berichtet im aktuellen Spiegel, dass auch erneuerbare Energien im südlichen Afrika auf dem Vormarsch sind. In Subsahara-Afrika habe sich der Zugang zu Strom seit dem Jahr 2000 fast verdoppelt. Dies sei zwar auch weitestgehend auf fossile Brennstoffe zurückzuführen, jedoch werden erneuerbare Energien immer wichtiger. Wasserkraftwerke seien für den Großteil an erneuerbaren Energien verantwortlich. Jedoch steige auch Stromerzeugung durch Erdwärme-, Wind- und Solartechnologie in Afrika deutlich.

2. Korruption in Kenia

Wie Spiegel Online berichtet, werden in Kenia mehrere Spitzenpolitiker*innen wegen Korruptionsverdacht angeklagt. Neben Finanzminister Henry Rotich und seinem Stellvertreter Kamau Thugge seien noch 26 weitere Personen im Visier der Justiz. Darunter befinde sich auch der Chef eines italienischen Baukonzerns. Grund für die Anklage sei die Veruntreuung von öffentlichen Geldern beim Bau zweier Staudämme. Rotich habe „kolossale Beträge” an Privatpersonen sowie Institutionen überwiesen und dadurch Gesetze verletzt, so der Chefankläger Noordin Haji. Die zunächst veranschlagten Kosten von rund 400 Millionen Euro seien vom Finanzministerium auf rund 543 Millionen erhöht worden –allerdings ohne stichfeste Angabe von Gründen. Mit Rotich werde das erste Mal ein amtierender Finanzminister in Kenia angeklagt. Oft bleiben Skandale der politischen Elite in Kenia ohne strafrechtliche Folgen. Auch politisch könne die Verhaftung Folgen haben. Rotich stehe dem aktuellen Vizepräsidenten William Ruto nahe, der den aktuellen Präsidenten Uhura Kenyatta 2022 ablösen möchte. Jedoch habe er nur eine Chance, wenn Kenyatta ihn unterstütze. Die Anklage Rotichs könnte nun erneut für Spannungen bei den Unterstützer*innen von Ruto sorgen. Die Verhaftung sei ein Erfolg, allerdings sei eine Haftstrafe erst ein wirklicher Durchbruch, so Samuel Kimeu, Vorsitzender von Transparency International.

3. Anschlag in Somalia

Wie mehrere Medien, darunter Zeit Online, Focus Online, die Deutsche Welle und der Deutschlandfunk berichten, sind in Somalias Hauptstadt Mogadischu 17 Menschen bei einem Terroranschlag ums Leben gekommen. Rund 30 weitere seien dabei verletzt worden. Der Täter habe sich auf einer Zufahrtsstraße zum Flughafen selbst in die Luft gesprengt. Die Druckwelle habe mehrere Menschen zu Boden gezwungen, so Suado Ali, Anwohner. Nach dem Anschlag habe sich die islamistische Al-Schabaab-Miliz zu der Tat bekannt. Die Terrormiliz habe erst vor rund einer Woche einen Anschlag in der Hafenstadt Kismayo verübt. Die Gruppe kontrolliere große Teile im Süden und Zentrum Somalias und verstehe sich als Teil des Terrornetzwerks Al-Kaida.

×

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unserer Privacy Policy einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.
Du willst immer auf dem Laufenden sein, wie du dich im Kampf gegen extreme Armut engagieren kannst?
Dann trag dich auf unserem Verteiler ein, um E-Mails von ONE zu erhalten und gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Deine Unterstützung bedeutet uns sehr viel. Wir werden dich niemals um Spenden bitten. Du kannst dich jederzeit austragen.
Bist du sicher? Wenn du 'Ja' auswählst, zeigen wir dir weitere Wege, dich mit deiner Stimme im Kampf gegen extreme Armut einzusetzen. Du kannst dich jederzeit austragen.

Diskutiere mit

Regeln für Kommentare

Ähnliche Beiträge