23. Februar 2021
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23. Februar 2021

Steinmeier fordert weltweite Verteilung von Impfstoffen / OECD fordert mehr Unterstützung für Afrika / Afrikas Sprachenvielfalt bedroht

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1. Steinmeier fordert weltweite Verteilung von Impfstoffen

Wie viele Medien, darunter Tagesschau.de, Tagesspiegel, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Deutschlandfunk, schreiben, mahnt Bundespräsident Steinmeier gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu mehr Gerechtigkeit bei der globalen Verteilung von Corona-Impfstoffen. Steinmeier lobte die Zusagen der G7-Staaten, die internationale Impfstoff-Initiative COVAX mit insgesamt über vier Milliarden US-Dollar zu unterstützen. Impfstoffe müssen aber für die armen Länder auch tatsächlich zur Verfügung gestellt werden. Daher plädiere Steinmeier dafür, dass Deutschland und Europa einen Teil ihrer Impfstoffe mit der Welt teilen. Auch der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus wies darauf hin, dass Geld wirkungslos sei, wenn davon kein Impfstoff gekauft werden könne, da Industrieländer sich alle verfügbaren Impfstoffe sicherten. Die EU solle bis zu fünf Prozent der vertraglich gesicherten Dosen an COVAX abgeben, fordert Tedros. Eine aktuelle Studie der Boston University, die im Focus und bei Spektrum.de thematisiert wird, deute darauf hin, dass Corona auf dem afrikanischen Kontinent verbreiteter ist als gedacht. Bei einer Untersuchung von Verstorbenen in Sambia sei bei unerwartet vielen Menschen das Virus nachgewiesen worden.

2. OECD fordert mehr Unterstützung für Afrika

Mehreren Medien, darunter das Handelsblatt, das Redaktionsnetzwerk Deutschlands, Tagesschau.de, Spiegel und Stern.de, melden, dass der Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Angel Gurría, beim 20. Afrika-Wirtschaftsforum der Organisation zu mehr internationalem Engagement für den afrikanischen Kontinent aufgerufen hat. Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise treffen Afrika besonders hart, so Gurría. Prognosen zeigen, dass Rücklagen auf dem Kontinent für das Jahr 2020 um 18 Prozent gesunken seien könnten und das Bruttoinlandprodukt im Schnitt um drei Prozent geschrumpft sei. Entwicklungszusammenarbeit müsse neu gedacht werden. Neben mehr finanzieller Unterstützung für COVAX sollten seiner Ansicht nach das Schuldenmanagement in afrikanischen Ländern gestärkt und illegale Geldflüsse gestoppt werden. So könnten nationale Ressourcen besser genutzt werden. 

3. Afrikas Sprachenvielfalt bedroht

Anlässlich des Internationalen Tags der Muttersprache thematisierte Sara El Damerdash am vergangen Sonntag bei ZDF.de, wie künstliche Intelligenz Sprachensterben in Afrika verhindern kann. In Afrika werden mehr als 2.000 verschiedene Sprachen gesprochen. Gängige niedrigschwellige Übersetzungsangebote von Anbietern wie Google bieten jedoch Übersetzungen für sehr wenige dieser Sprachen an. Bonaventure Dossou, Student für Dateningenieurswesen an der Universität Bremen, habe daher eine Übersetzungs-App für Regionalsprachen erfunden. Ausgangspunkt sei für ihn gewesen, dass er seine Mutter verstehe, wenn sie Fon spreche, eine der 50 Sprachen und Dialekte, die im westafrikanischen Benin gesprochen werden. Obwohl dort nur 8,8 Prozent der Bevölkerung Französisch sprechen, sei die ehemalige Kolonialsprache weiterhin offizielle Amtssprache. Wer in der Schule Fon gesprochen habe, sei sogar bestraft worden, erinnert sich Dossou. In einem Meinungsbeitrag in der Deutsche Welle plädiert Harrison Mwilima dafür, dass Staaten des afrikanischen Kontinents ihre Abhängigkeit von kolonialen Sprachen verringern sollten, um ihre vielfältigen Identitäten zu bewahren und dem Sprachensterben entgegenzuwirken.

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