23. August 2021
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23. August 2021

Booster-Shots vs. globale Impfstoffverteilung / Gentechnik gegen Hunger / Lehren aus Afghanistan für Afrika

1. Booster-Shots vs. globale Impfstoffverteilung

Elena Erdmann kommentiert auf Zeit Online die ungleiche Impfstoffverteilung auf der Welt. Schon ab September sollen in einigen Industrieländern – so auch in Deutschland – alle vollständig geimpften Erwachsenen die Möglichkeit bekommen, ihre Impfung nach acht Monaten durch eine weitere Spritze aufzufrischen. Doch jetzt Booster-Shots an gesunde und bereits vollständig geimpfte Menschen zu verteilen, sei falsch. Denn im Globalen Süden warten immer noch Millionen Menschen auf ihre erste Dosis. In vielen afrikanischen Ländern seien nicht einmal die Menschen im Gesundheitswesen, geschweige denn alle älteren und vorerkrankten Menschen geimpft. In Nigeria, Tschad, Kamerun und im Sudan seien weniger als zwei Prozent der Bevölkerung geimpft. Aus Afrika höre man wenig von Verstorbenen durch Corona, allerdings könne das daran liegen, dass Corona-Todesfälle dort oft nicht offiziell registriert werden. Weltweit seien mehrere Millionen Tote niemals erfasst worden.

 

2. Gentechnik gegen Hunger

Birgit Herden berichtet in der Welt über die Hürden des Einsatzes von Gentechnik bei Pflanzen in Afrika. Wie in Europa sei in Afrika der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen aufgrund strenger Regulierungen bisher kaum möglich. Insbesondere die Zulassung für gentechnisch veränderte lokale Nahrungspflanzen gestalte sich schwierig. Diese seien für Kleinbäuerinnen und -bauern aber besonders wichtig, so Matin Qaim, Agrarökonom an der Universität Göttingen. Der Einsatz von Gentechnik könne Pflanzen resistenter gegen Krankheiten und Schädlinge machen und so Ernteausfälle verhindern. Das trage zur Ernährungssicherheit bei. Allerdings “verteufeln” viele NGOs aus Europa Gentechnik generell und schaden damit Afrika. Das könne sich nun ändern, denn erste afrikanische Länder setzen sich über europäische Bedenken hinweg und wollen den Anbau zulassen. Ein Grund dafür sei die Entdeckung der sehr präzisen und sicheren Crispr/Cas-Methode, bei der sich der Eingriff in die DNA prinzipiell nicht mehr von natürlich entstandenen Mutationen unterscheide.

 

3. Lehren aus Afghanistan für Afrika

Mimi Mefo Takambou thematisiert in der Deutsche Welle Militärinterventionen vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse in Afghanistan. Die meisten Interventionen seitens der USA, China und der Kolonialmächte haben nur dazu beigetragen, Konflikte zu verschärfen anstatt eine Grundlage für friedliche Lösungen zu schaffen. Autoritäre Regierungen in Afrika und Rebell*innen haben ihre Macht größtenteils durch importierte Waffen und Munition festigen können. Ausländische Interessen haben lediglich die Dynamik von innerafrikanischen Streitigkeiten verändert – oft seien dadurch regionale Konflikte eskaliert. Investitionen hätten stattdessen in den Aufbau von Infrastruktur und in die Armutsbekämpfung fließen sollen. Die Tragik von Afghanistan solle eine Mahnung sein: Es gehe darum, in Afrika nicht denselben Fehler zu machen.

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