22. November 2021
Aktuelles

22. November 2021

Sudan: Hamdok wieder im Amt / Booster-Impfung auf Kosten armer Länder? / Kongo: Ex-Präsident Kabila beutet eigenes Land aus

1. Sudan: Hamdok wieder im Amt

Einen Monat nach seiner Entmachtung durch einen Militärputsch hat Sudans Regierungschef Abdalla Hamdok sein Amt wieder übernommen. Darüber berichten Tagesschau.de, die Süddeutsche Zeitung, die Tageszeitung (taz) und die Deutsche Welle. Hamdok habe sich zusammen mit dem Anführer des Putsches, General Abdel Fattah al-Burhan, im Fernsehen gezeigt, um eine neue Vereinbarung zur Machtteilung zu unterzeichnen. Teil der Vereinbarung sei auch die Wiederbelebung der Übergangsregelung zur Demokratie, auf die sich die Parteien bereits 2019 nach dem Sturz des langjährigen Präsidenten Omar al-Baschir geeinigt hatten. Sie sehe eine Teilung der Macht zwischen Militär und Zivilist*innen und Wahlen für 2023 vor. Laut eines Sprechers des Zivilbündnisses, das den Ministerpräsidenten vor zwei Jahren aufgestellt und mit ihm regiert hatte, habe sich Hamdok nur unter Zwang auf die neue Vereinbarung eingelassen. Das Militär hatte am 25. Oktober die Macht übernommen und Hamdok sowie mehrere weitere Minister unter Hausarrest gestellt. Der Putsch hatte Massendemonstrationen ausgelöst, bei denen mindestens 40 Menschen starben.

 

2. Booster-Impfung auf Kosten armer Länder?

Lisa Hänel thematisiert in der Deutsche Welle die große Impflücke zwischen reicheren und einkommensschwächeren Ländern. Während in europäischen Staaten die Impfquoten von vollständig Geimpften bei teilweise über 70 Prozent liegen, seien in Ländern mit niedrigerem Einkommen nur 4,4 Prozent der Menschen einmal geimpft. Das sei ein Fehler für alle, so der Gesundheitsökonom Michael Stolpe. Impfgerechtigkeit sei die “beste Gewähr” gegen eine globale Ausbreitung des Virus und Fluchtmutationen. Auch WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus halte breit angelegte Booster-Impfungen angesichts von ungeimpftem medizinischem Personal in vielen Ländern für “unfair, ungerecht und unmoralisch”. Laut Stolpe könne die internationale Impfstoff-Initiative Covax das Problem lösen, indem sie die Patente der Impfstoffhersteller abkaufe. Das sei zwar teuer, würde sich aber langfristig lohnen, da sich durch eine erfolgreiche Impfkampagne die Wirtschaft erholen könne. Zudem gäbe es dann keine Konkurrenz mehr zwischen dem Boostern in reichen und der Erstimpfung in armen Ländern, weil letztere ihren Impfstoff selbst herstellen könnten.

 

3. Kongo: Ex-Präsident Kabila beutet eigenes Land aus

Recherchen des Spiegels und seiner internationalen Partner enthüllen, dass die Familie des kongolesischen Ex-Präsidenten Joseph Kabila über Jahre hinweg mindestens 138 Millionen US-Dollar Staatsgeld einnahm. Darüber berichten Nicola Naber, Maximilian Popp und Alexander Sarovic im Spiegel. Kabila habe nach seiner Amtszeit ein Land hinterlassen, das noch immer zu den ärmsten der Welt gehöre, obwohl es reich an Rohstoffen sei. Während 70 Prozent der Menschen im Kongo nur über 1,90 Dollar oder weniger pro Tag verfügen, habe der Kabila-Clan ein gewaltiges Vermögen angehäuft, unter anderem durch die Übernahme des Sud-Oil-Netzwerkes. Kabilas Familie kontrolliere gut 70 Firmen und besitze mehr als 120 Schürflizenzen für Gold, Diamanten, Kupfer, Kobalt und andere Mineralien. Zu einem Großteil seines Vermögens sei der Clan gekommen, indem er sich über Jahre aus der Staatskasse bedient habe.

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Du willst immer auf dem Laufenden sein, wie du dich im Kampf gegen extreme Armut engagieren kannst?

Dann trag dich auf unserem Verteiler ein, um E-Mails von ONE zu erhalten und gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Deine Unterstützung bedeutet uns sehr viel. Wir werden dich niemals um Spenden bitten. Du kannst dich jederzeit austragen.
Privacy options
Bist du sicher? Wenn du 'Ja' auswählst, zeigen wir dir weitere Wege, dich mit deiner Stimme im Kampf gegen extreme Armut einzusetzen. Du kannst dich jederzeit austragen.

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Ich möchte per E-Mail über aktuelle Kampagnen informiert werden (Du kannst dich jederzeit hier austragen)

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt. Es gelten die Google Datenschutz & Geschäftsbedingungen

Ähnliche Beiträge