22. Januar 2020

22. Januar 2020

Davos: NGOs fordern mehr Geld für Impfungen / Afrika ohne Netz / Steigende Kakaopreise gegen Armut

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

1. Davos: NGOs fordern mehr Geld für Impfungen
Zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums (WEF) im schweizerischen Davos fordern acht deutsche Entwicklungsorganisationen Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, 700 Millionen Euro für die Impfallianz Gavi bereitzustellen, wie unter anderem Welt Online , Yahoo News, das Deutsche Ärzteblatt und die ÄrzteZeitung berichten. Um seine Arbeit in den kommenden fünf Jahren fortsetzen zu können, benötige Gavi bei der Londoner Wiederauffüllungskonferenz Anfang Juni dieses Jahres mindestens 7.4 Milliarden US-Dollar. Damit könne sie auch in abgelegenen und konfliktstarken Regionen gegen Infektionskrankheiten kämpfen. Gavis Präsident, Dr. Seth Berkley, thematisiert in einem Gastbeitrag im Manager Magazin die langfristigen Vorteile von Impfungen für die Gesundheit und die Wirtschaft. Nach Angaben des International Vaccine Access Center rentiere sich jeder in Impfprogramme investierte US-Dollar mit insgesamt 54 US-Dollar in Form von „eingesparten Gesundheitskosten, krankheitsbedingten Lohnausfällen und Produktivitätseinbußen“ sowie den „gesellschaftlichen Nutzen eines längeren und gesünderen Lebens“. Vor allem Regierungen von Schwellen- und Entwicklungsländern haben erkannt, wie wichtig die Investition in Impfungen für ein „gesunde, wirtschaftlich nachhaltig solide Gesellschaft“ sei. Auf dem WEF riefen darüber hinaus mehrere junge Aktivist*innen die Politik dazu auf, der Wissenschaft mehr Gehör zu schenken, wie die Welt, die Süddeutsche Zeitung, stern.de, die Kölnische Rundschau und die Schweriner Volkszeitung berichten. Die 18-jährige Natasha Mwansa aus Sambia habe in einer Podiumsdiskussion auf die Arbeit der Aktivist*innen in ihren Heimatländern hingewiesen. Von der Politik erwarte sie konkrete Maßnahmen und keine Reden.

2. Afrika ohne Netz
Beschädigte Unterseekabel vor der afrikanischen Westküste haben in Afrika zu starken Internet-Problemen geführt, wie die Bild, t-online.de und der Standard melden. Zwei Internet-Kabel im Atlantischen Ozean seien vergangenen Donnerstag vor der afrikanischen Westküste beschädigt worden. Dies habe zu massiven Internet-Störungen auf dem gesamten Kontinent geführt. In Südafrika, Botswana, Kamerun und Ghana erhielten Nutzer*innen Warnungen, dass das Internet ganz oder teilweise beeinträchtigt sei. Ein Schiff solle bald aus dem südafrikanischen Kapstadt ablegen, um die Kabelschäden zu beheben. Die Abfahrt hatte sich allerdings aufgrund von zu starkem Wind zuletzt verzögert.

3. Steigende Kakaopreise gegen Armut
Kerstin Papon thematisiert in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung steigende Kakaopreise auf dem Weltmarkt sowie die Auswirkungen auf den Lebensstandard von afrikanischen Kakaobäuer*innen. Die größten Kakao-produzierenden Länder Elfenbeinküste und Ghana haben aufgrund von Sorgen um die kommende Zwischenernten einen höheren Kakaopreis festgelegt. Der Klimawandel begünstige starke Regenfälle und lange Dürreperioden, was verheerende Auswirkungen auf die Ernte habe. Auf den erhöhten Terminpreis komme nun auch noch eine Prämie von 400 US-Dollar, die „die Einkommenssituation und Lebensqualität der Bauern“ verbessern solle. Globale Schokoladenproduzenten wie Barry Callebaut, Nestlé, Mars und Ritter Sport unterstützen den „‘Living Income‘-Aufschlag“.

Diskutiere mit

Regeln für Kommentare