22. Februar 2021
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22. Februar 2021

G7 stemmt sich gegen die Pandemie / Afrikas wirtschaftliches Potential / Corona gefährdet Entwicklungszusammenarbeit

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1. G7 stemmt sich gegen die Pandemie

Wie viele Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, die Welt, das Handelsblatt und Zeit Online, berichten, sagten die G7-Staaten bei ihrem Online-Treffen am vergangen Freitag Milliardenbeiträge für den internationalen Kampf gegen die Corona-Pandemie zu. Bei dem Treffen erhöhten die G7 ihre Zusagen für die Impfstoffverteilung insbesondere in ärmeren Ländern um mehr als vier Milliarden US-Dollar. Deutschland sei mit einer Zusage von zusätzlich 1,5 Milliarden Euro nun der größte Geber – vor den USA und Großbritannien. Bezugnehmend darauf spricht Entwicklungsminister Gerd Müller in einem Interview mit der Passauer Neuen Presse von einem wichtigen Signal Merkels für internationale Solidarität – unter anderem  Stern.de und die Hamburger Morgenpost greifen das auf. Er warnt vor einer dramatischen Benachteiligung ärmerer Länder bei der Versorgung mit Corona-Impfstoffen. Eine faire globale Verteilung der Impfstoffe sei nicht nur aus humanitären Gründen geboten, sondern liege auch im eigenen Interesse. Andernfalls komme das Virus “im nächsten Flieger zurück, vielleicht noch gefährlicher”, so Müller.

2. Afrikas wirtschaftliches Potential

Martin Franke thematisiert in der Reihe „Schneller schlau“ der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wie mithilfe chinesischer Investitionen Afrikas enormes wirtschaftliches Potential ausgeschöpft wird. Der afrikanische Kontinent sei reich an Bodenschätzen, aber trotzdem arm. Das liege unter anderem daran, dass die Wirtschaft stark von Rohstoffexporten abhängig sei, vor allem von Erdöl. Wenn afrikanische Länder ihre Wirtschaft breiter aufstellen und diverse Exportprodukte anbieten, würde das ihre Handelsbilanz stärken, wie es in Südafrika oder Marokko bereits der Fall sei. 2019 stammten nur 2,5 Prozent der auf der Welt exportierten Waren aus Afrika. Die meisten dieser Exporte gehen nach China. Laut dem panafrikanischen ‘Afrobarometer’ steige das Ansehen Chinas auf dem afrikanischen Kontinent immer mehr. China habe mit seinen günstigen Krediten auf dem ganzen Kontinent zur Verbesserung der Infrastruktur beigetragen. Ein allgemeines Problem sei jedoch, dass ein großer Teil ausländischer Gelder wegen Korruption nicht an geplanter Stelle ankommen. Von jedem geliehenen US-Dollar verlassen bis zu 63 Cent den afrikanischen Kontinent innerhalb von fünf Jahren, weil sie als Privatvermögen außer Landes gebracht werden. Deutschland sei auf Platz sechs der Zielländer.

3. Corona gefährdet Entwicklungszusammenarbeit

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung meldet, wirkt sich die Corona-Pandemie negativ auf die Entwicklungszusammenarbeit aus. Die Deutsche Entwicklungsgesellschaft (DEG) habe mit 1,4 Milliarden Euro deutlich weniger zugesagt als die ursprünglich geplanten 1,9 Milliarden Euro. Das liege einerseits an den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie in vielen Ländern. Andererseits liege es daran, dass deutsche DEG-Mitarbeiter*innen zwischenzeitlich ihre Einsatzländer verlassen mussten. Besonders für Südamerika seien die Neuzusagen zurückgegangen. Für Afrika hingegen, wo die Pandemie weniger stark ausgeprägt sei, seien die Neuzusagen der DEG um zwölf Prozent gewachsen. Die DEG helfe Unternehmen in ärmeren Ländern, indem sie sich an ihnen beteilige oder die Abnahme deutscher Exportgüter finanziere.

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