21. November 2018
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21. November 2018

Pharmakonzerne vernachlässigen Armutskrankheiten / Mali: Deutsch-französische Militärkooperation / Südafrika: Deutsche Wirtschaft zögert mit Investitionen

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1. Pharmakonzerne vernachlässigen Armutskrankheiten
Die Welt
thematisiert den Einsatz von Pharmaunternehmen bei der medizinischen Versorgung in Entwicklungsländern. Dieser sei deutlich geringer, also von ihnen kommuniziert werde, so Welt-Autorin Anja Ettel. Der „Access to Medicine“-Bericht der gleichnamigen Nichtregierungsorganisation attestiere einigen pharmazeutischen Firmen zwar Fortschritte bei der Ausweitung von Hilfsprogrammen und Preisgestaltung in den am stärksten von Armut betroffenen Ländern. Allerdings werde ausgerechnet die Erforschung von Krankheiten vernachlässigt, die vornehmlich in Entwicklungsländern um sich greifen. Darüber hinaus tragen lediglich fünf der größten Konzerne den „Großteil hochpriorisierter Forschung und Entwicklung“, kritisiert Access to Medicine. Zudem konzentrieren sich die meisten Anstrengungen auf die Bekämpfung von Malaria, Aids, Tuberkulose, Leishmaniose und die Chagas-Krankheit. Besonders herausfordernd sei die Bekämpfung von Tuberkulose, an der alleine im vergangenen Jahr zehn Millionen Menschen erkrankt seien. Die Erreger seien oftmals resistent gegen die Standardtherapie. Krankheiten mit geringeren Fallzahlen und öffentlichem Interesse wie das Lassafieber oder Zika würden nach wie vor vernachlässigt.

2. Mali: Deutsch-französische Militärkooperation
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet über den aktuellen Einsatz der Bundeswehr in Mali. Diese sei hauptsächlich in der Stadt Gao stationiert und engagiere sich an der Ausbildung der malischen Armee. Deutschland unterstütze Frankreich, das militärisch gegen islamistische Kämpfer vorgegangen war, die drohten, das Land einzunehmen. Rund um Gao habe es innerhalb der letzten zwei Jahre bereits rund 100 Hinterhalte gegeben sowie einen direkten Angriff auf das Lager der Soldat*innen, bei dem es Tote und Verletzte gegeben habe. In Mali seien zudem über 250 Entwicklungshelfer*innen der staatlichen GIZ im Einsatz. Sie unterstützen die einheimische Bevölkerung bei der Verbesserung der Ernteerträge, der Wasserversorgung sowie bei administrativen Aufgaben und werden dabei von der UN-Truppe geschützt. Deutschland und Frankreich statten darüber hinaus eine Streitkraft aus fünf Sahelländern (G5) aus, die perspektivisch selbst die Aufgaben wahrnehmen sollen, welche die deutschen und französischen Truppen derzeit übernehmen.

3. Südafrika: Deutsche Wirtschaft zögert mit Investitionen
Mehrere Medien, darunter Spiegel Online und der Deutschlandfunk thematisieren den Südafrika-Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Südafrikas Präsident, den sich sein verstorbener Amtsvorgänger Nelson Mandela als seinen Nachfolger gewünscht haben soll, wolle Vertrauen zurückgewinnen. Dies sei unter seinem direkten Vorgänger Jacob Zuma verloren gegangen. Dazu wolle er Akteure zur Rechenschaft ziehen lassen, durch deren korrupte Aktivitäten Südafrika zehn Milliarden US-Dollar entgangen seien. Sowohl Steinmeier als auch Ramaphosa haben sich für mehr Investitionen der deutschen Privatwirtschaft am Kap ausgesprochen. Sorge bereiten deutschen Unternehmen die sogenannten Black-Empowerment-Regeln, welche vorsehen, die schwarze und indisch-stämmige Bevölkerung wirtschaftlich und beruflich zu fördern. Unternehmen, die sich nicht an diese Regeln halten, können von öffentlichen Ausschreibungen ausgeschlossen werden. Ramaphosa betonte, die geplanten Landreformen würden deutsche Investoren nicht benachteiligen.

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