21. Juni 2019
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21. Juni 2019

Keine Krise zwischen Ruanda und Uganda? / Wüstensand gegen Armut / Impfskepsis: Reiche Länder liegen vorne

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1. Keine Krise zwischen Ruanda und Uganda?

Im Interview mit der tageszeitung (taz) spricht Ruandas Präsident Paul Kagame über die  aktuellen politischen Spannungen zwischen Ruanda und Uganda. Wichtig sei ihm vor allem das Thema nachhaltige Entwicklung und der Kampf gegen Ungleichheit. Ausschreitungen zwischen seinem Land und Uganda sehe er aktuell nicht. Er kritisiere das restriktive Vorgehen Ugandas gegen Runander*innen. Viele seien dort ohne Angabe genauer Gründe inhaftiert. Kagame warne seine Bevölkerung davor, nach Uganda zu reisen, einen Anlass für Kämpfe gebe es jedoch nicht. Seine Regierung sei auf einen guten Weg und er sehe die Ruander*innen die ihn unterstützen. Auch die Ankündigung des Kongolesischen Präsident Félix Tshisekedi, Mitglied der Ostafrikanischen Gemeinschaft werden zu wollen, begrüße er. Kagame wolle in Zukunft mit der demokratischen Republik Kongo enger in Verteidigungs- und Sicherheitsbelangen zusammenarbeiten.

2. Wüstensand gegen Armut

Wie der Tagesspiegel berichtet, könnte eine Innovation aus München dafür sorgen, in Krisenregionen schnell Wohnraum zu schaffen. Laut UN sei Sand der am meisten gehandelte Rohstoff nach Wasser. Doch der Bedarf wachse, vor allem im Mittleren Osten. Wüstensand sei bislang nicht nutzbar zu machen, doch verschiedene deutsche Unternehmen arbeiten daran dies zu ändern. Vor allem nach Katastrophen und in ärmeren Gebieten bringe dies viele Vorteile. Der Thüringer Gerhard Dust habe ein Verfahren entwickelt, mit dem Bausteine in 20 Minuten formbar seien. Sein Ansatz ziele nicht auf die Bauindustrie ab, sondern auf Armutsbekämpfung und den Wiederaufbau in Krisengebieten. Aktuell baue er eine erste Fabrik in Namibia. Weitere Verhandlungen liefen in Ländern wie Ghana, Senegal, Südafrika und Ruanda. Dort ließe sich der Wüstensand direkt vor Ort entnehmen. Aktuell sei das Verfahren allerdings noch nicht nachhaltig genug, so Barbara Leydolph vom Institut für Angewandte Bauforschung in Weimar.

3. Impfskepsis: Reiche Länder liegen vorne

Wie unter anderem Spiegel Online, Welt Online, Süddeutsche Zeitung Online und Westdeutsche Allgemeine Zeitung Online berichten, steigt die Zahl der Impfskeptiker*innen vor allen in Industrieländern. Aktuell sei in den USA der größte Masernausbruch seit 27 Jahren zu verzeichnen. Weltweit würden sich die Fälle häufen, trotz des Ziels, die Masern bis 2020 auszurotten. Vor allem die Skepsis gegenüber Impfungen in wohlhabenden Ländern sei dafür verantwortlich, so die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In Ländern wie beispielsweise Ruanda, Äthiopien und Ghana liege der Anteil der Menschen, die Impfungen für nicht sicher halten, bei zwei bis drei Prozent. In Österreich und Belgien hingegen bei 21 Prozent. Die größte Skepsis herrsche in Frankreich mit 33 Prozent. Am überzeugtesten von der Sicherheit von Impfungen seien die Menschen in Ruanda und Bangladesch. Hier halte fast die gesamte Bevölkerung Impfungen für ungefährlich.

 

 

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