Die G7-Länder brauchen einen revolutionären Plan, um Frauen weltweit zu stärken

Die G7-Länder brauchen einen revolutionären Plan, um Frauen weltweit zu stärken

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Sag es Justin Trudeau: Jede Frau verdient die Chance, ihr Potenzial zu entfalten

Der G7-Gipfel. Staats- und Regierungschef*innen aus einigen der weltweit fortschrittlichsten Volkswirtschaften treffen sich einmal im Jahr, um über das Schicksal der Welt zu diskutieren. Kann bei diesen Zusammenkünften etwas Substanzielles passieren, jenseits von Plauderei, Erklärungen und ein paar netten Fotos? Wir glauben daran – sofern die Staats- und Regierungschef*innen der Welt bereit sind, ihren Worten Taten folgen zu lassen.

Der G7-Gipfel 2018 findet am 8. und 9. Juni in der kanadischen Region Charlevoix statt. Dieses Jahr bietet der Gipfel eine beispiellose Gelegenheit, die Gleichstellung der Geschlechter und die wirtschaftliche Stärkung von Frauen zu fördern. Warum? Weil Kanada eine feministische internationale Entwicklungspolitik verfolgt und sich verpflichtet hat, die Gleichstellung der Geschlechter in den Mittelpunkt der G7-Agenda zu stellen. Wenn diese schönen Worte mit konkreten Taten und einem ehrgeizigen finanziellen Engagement einhergehen, könnten die Auswirkungen ebenso enorm wie nachhaltig sein. Deshalb fordert ONE die kanadische Regierung auf, eine mutige neue Initiative zu starten, die mehr als 100 Millionen Frauen weltweit stärkt.

Wir fordern dies, weil es von entscheidender Bedeutung ist. Armut ist sexistisch – Mädchen und Frauen in den ärmsten Ländern der Welt werden daran gehindert, ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Sie kämpfen für einen gerechten Zugang zu Bildung, einer Erwerbstätigkeit und für finanzielle Unabhängigkeit.

Wenn wir Frauen weltweit stärken, profitieren wir alle davon. Wenn jede Frau ihr eigenes Potenzial zu arbeiten, Geld zu verdienen und ihre Zukunft in die eigenen Hände zu nehmen, nutzen könnte, wären die Auswirkungen revolutionär. Frauen könnten frei und selbstbestimmt leben und mehr in die Gesundheit und Bildung ihrer Kinder investieren. Davon würde nicht nur ihr direktes Umfeld profitieren, sondern es würde auch künftige Generationen stärken. Wenn alle geschlechtsspezifischen Unterschiede in Arbeit und Gesellschaft überwunden würden, wäre das ein unglaublicher Gewinn von 28 Billionen US-Dollar für die Welt.

Trotzdem ist die ökonomische Stärkung von Frauen ein vernachlässigter Bereich. Im Gesundheitssektor gibt es ehrgeizige und wirksame internationale Partnerschaften wie den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria oder GAVI die Impfallianz. Im Bildungsbereich gibt es die Globale Partnerschaft für Bildung. Aber wo ist der globale Fonds oder die globale Partnerschaft für die Verbesserung der wirtschaftlichen Möglichkeiten von Frauen?  Es ist an der Zeit, dass die Staats- und Regierungschef*innen weltweit die wirtschaftliche Stärkung von Frauen vorantreiben.

Wir sind der Meinung, dass eine Partnerschaft die Geber*innen, die Privatwirtschaft, die Zivilgesellschaft und die Regierungen der Entwicklungsländer zusammenbringen sollte, um finanzielle und politische Verpflichtungen einzugehen, sich gegenseitig zur Rechenschaft zu ziehen und gemeinsam Ergebnisse erzielen. Die Art und Weise, wie die Open Government Partnership funktioniert, könnte eine große Inspiration für diese neue Initiative sein.

Im Mittelpunkt dieser Initiative sollten Investitionen stehen, die nachweislich die wirtschaftlichen Möglichkeiten und Erfolgsaussichten von Frauen verbessern. Dazu zählen etwa der Zugang zum Kapitalmarkt, die Möglichkeit Land zu besitzen und Waren auf lokalen wie globalen Märkten zu verkaufen und eine qualitativ-hochwertige Aus- und Weiterbildung. Der Mechanismus müsste dabei auch flexibel genug sein, um Investitionen in ein breiteres Spektrum von Bereichen zu ermöglichen – wie in Infrastrukturmaßnahmen, in Projekte, die die unbezahlte Pflegebelastung verringern, und vor allem Programme, die auf die Verringerung geschlechtsspezifischer Gewalt abzielen.

All diese Ideen müssen mit Geldern unterstützt werden. Das letzte Mal, als Kanada 2010 Gastgeber des G8-Gipfels war, startete es die Muskoka-Initiative zur Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern. Diese Initiative plant mit 2,4 Milliarden US-Dollar für fünf Jahre und ermutigt andere Geberländer, sich an der Initiative zu beteiligen, um mehr als 6 Milliarden US-Dollar zu erreichen. Mit einem ähnlichen Engagement könnten diesmal mehr als 100 Millionen Frauen weltweit Zugang zu den Ressourcen und Möglichkeiten erhalten, die sie benötigen, um zur Schule zu gehen, Geld zu verdienen und ihr Potenzial voll auszuschöpfen.

Lasst uns gemeinsam sicherstellen, dass Premierminister Trudeau und seine G7-Kolleg*innen sich ein Beispiel am vorherigen G7-Gipfel in Kanada nehmen und zeigen, dass Taten mehr bewirken als Worte. Unterzeichne jetzt unsere Petition an den kanadischen Regierungschef Justin Trudeau.

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Sag es Justin Trudeau: Jede Frau verdient die Chance, ihr Potenzial zu entfalten

Sehr geehrter Premierminister Trudeau, sehr geehrte G7, bitte investieren Sie in Mädchen und Frauen in den ärmsten Ländern der Welt, damit diese ihr volles Potenzial entfalten können. Verpflichten Sie sich auf dem G7-Gipfel, eine mutige Initiative umzusetzen, die mindestens 100 Millionen Frauen die Chance gibt, zu lernen, zu arbeiten und unabhängiger zu sein.

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