13. Februar 2018
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13. Februar 2018

Gates lobt deutsche Entwicklungspolitik/ Rücktritt bei Oxfam/ Liberia: Auszeichnung für Ex-Präsidentin

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1. Gates lobt deutsche Entwicklungspolitik
In einem Interview mit Spiegel Online spricht der Microsoft-Gründer Bill-Gates über die Eröffnung des deutschen Standorts der gleichnamigen Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung. Angesichts größerer Bestrebungen der Bundesregierung in den Feldern Armutsbekämpfung und globaler Gesundheit habe sich die Stiftung zu diesem Schritt entschieden. Gates lobte Deutschland für die Erhöhung der Fördergelder im Kampf gegen Malaria und HIV. Außerdem betonte er die globalen Erfolge, die im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit bereits erzielt worden seien. Dazu zählen eine höhere Lebensdauer, eine niedrigere Kindersterblichkeitsrate und mehr Arbeitssicherheit. Angesichts dieser Fortschritte kritisierte Gates einen „mangelnden globalen Optimismus“. Kritisch zeigte sich der Milliardär auch gegenüber möglicher Mittelkürzungen der USA in der Entwicklungspolitik. Andere Regierungen, Stiftungen, Konzerne oder Privatleute könnten die Lücke nicht kompensieren. Zukünftig wolle sich die Gates-Stiftung Forschungsmaßnahmen zur Bekämpfung von Alzheimer, Diabetes oder Immunschwächen widmen.

2. Rücktritt bei Oxfam
Viele Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Welt, das Handelsblatt und die Deutsche Welle berichten über den Rücktritt der Oxfam-Vizechefin in Großbritannien, Penny Lawrence. Lawrence reagiere damit auf Berichte über mutmaßliche Sexpartys mit Prostituierten, die einige Oxfam-Mitarbeiter*innen in Haiti und Tschad veranstaltet haben sollen. Damals sei Lawrence Programmdirektorin gewesen. Sie zeige sich nun „beschämt, dass dies unter ihrer Aufsicht passiert sei“. Oxfam teilte mit, dass die Organisation bereits nach dem Vorfall reagiert, die Reaktionen jedoch nicht den „heutigen Standards“ entsprochen haben. Auch das Deutschland-Büro von Oxfam kritisierte das Fehlverhalten nach Berichten der Süddeutschen Zeitung scharf. Als Reaktion auf die Berichte drohe die britische Entwicklungsministerin Penny Mordaut mit einem Ende der staatlichen Fördermittel. Auch die EU-Kommission äußerte sich zu dem Vorfall. Eine EU-Sprecherin teilte mit, die Institution sei „bereit, die Unterstützung für jeden Partner zu überprüfen und, wenn nötig, einzustellen, der nicht den erforderlichen hohen ethischen Standards entspricht“.

3. Liberia: Auszeichnung für Ex-Präsidentin
Wie die Deutschen Welle meldet, wird die ehemalige Präsidentin Liberias, Ellen Johnson-Sirleaf, mit dem Mo-Ibrahim-Preis für gute Regierungsführung geehrt. Der Leiter des Preis-Komitees, Salim Ahmed Salim, teilte am Montag mit, Johnson-Sirleaf habe die Grundlage für ein versöhntes und demokratisches Liberia gelegt. Nach einem Bürgerkrieg, der vierzehn Jahre andauerte, habe Sirleaf 2006 das Amt der Staatschefin übernommen. Für ihren Einsatz habe sie bereits 2011 den Friedensnobelpreis erhalten. Der Mo-Ibrahim-Preis sei bislang nur fünf Mal vergeben worden. Kriterien für die Auszeichnung seien laut Angaben auf Spiegel Online „vor allem gute Regierungsführung und das freiwillige Ausscheiden aus dem Amt nach Ablauf der von der Verfassung vorgesehenen Regierungszeit“. Der Preis werde durch den sudanesischen Mobilfunk-Chef Mo Ibrahim vergeben und sei mit mehr als fünf Millionen US-Dollar dotiert.

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