12. Januar 2018
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12. Januar 2018

Bevölkerungswachstum bleibt Herausforderung/ Migration als Beitrag zur globalen Entwicklung/ Südafrika: Rückschläge für McKinsey nach Korruptionsvorwürfen

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1. Afrika: Bevölkerungswachstum bleibt Herausforderung
In einem Interview mit der Funke-Mediengruppe, das unter anderem  in der Berliner Morgenpost, der Neuen Ruhr Zeitung und im Hamburger Abendblatt erschienen ist, thematisiert die Leiterin der Stiftung Weltbevölkerung, Renate Bähr, das Bevölkerungswachstum Afrikas und warnte vor einer Armutsspirale durch wirtschaftliche Perspektivlosigkeit. In 49 von den 54 Staaten des afrikanischen Kontinents nehme das Bevölkerungswachstum jährlich um durchschnittlich drei Prozent zu. Da in Subsahara-Afrika zwischen 70 und 80 Prozent der Menschen unter 30 Jahre alt seien, sei die Zahl jährlicher Geburten sehr hoch. Zwei von fünf Schwangerschaften seien allerdings ungewollt. Bähr kritisierte deshalb, dass es zu wenig Aufklärungsarbeit in den Bereichen „Verhütung, Frauenrechte und Familienplanung“ gebe. Zwar bestehen zahlreiche Präventionsprogramme, dennoch gebe es Hindernisse in der Umsetzung. So mangele es einerseits an Infrastruktur in vielen Entwicklungsländern und andererseits an Interesse seitens der internationalen Gemeinschaft, was sich anhand der Mittelkürzungen widerspiegele. Da die USA als verlässlicher Partner abgesprungen sei, käme Europa eine größere Rolle zu, so Bähr.

2. Migration als Beitrag zur globalen Entwicklung
In einem Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau kritisiert der Generalsekretär der Vereinten Nationen (UNO), Antonio Guterres, den Umgang der Politik mit dem Thema Migration. Viele Menschen seien schockiert gewesen über die Bilder von Geflüchteten auf einem Sklavenmarkt in Libyen, die letztes Jahr auf vielen Bildschirmen zu sehen waren. Die Zahl der Menschen in Zwangsarbeit sei dabei jedoch vielfach höher. Insgesamt rund sechs Millionen Migrierende seien laut Angaben der UNO betroffen. Guterres kritisiere zudem auch die Einstellung der Weltgemeinschaft gegenüber Migrierenden. Diese „leisten enorme Beiträge sowohl für ihre Gast- als auch ihre Herkunftsländer“. Zudem tragen sie zur globalen Entwicklung bei. Die Summe der Geldtransfers, welche sie jährlich in ihre Heimatländer überweisen, habe im letzten Jahr dabei das Dreifache der internationalen Entwicklungshilfe betragen. Damit Migration nicht mit Leid gleichgesetzt werde, müsse die Politik durch Entwicklungszusammenarbeit, Klimaverhandlungen und Konfliktprävention ihren Teil leisten.

3. Südafrika: Rückschläge für McKinsey nach Korruptionsvorwürfen
Laut dem Handelsblatt beendet Coca-Cola seine Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen McKinsey. Der Getränke-Konzern habe seit Juni keine Aufträge mehr an McKinsey vergeben. Alle laufenden Projekte seien mittlerweile beendet. Coca-Cola reagiere damit auf die Korruptionsvorwüfe, welche gegen McKinsey gestellt wurden. McKinsey habe sich zuvor auf fragwürdige Deals mit der Gupta-Familie eingelassen. Die Familie soll sich unter dem Wissen des Präsidenten Zuma Zugang zu staatlichen Institutionen und Aufträgen verschafft haben. Auch McKinsey sei hierin verwickelt gewesen. Zuma und die Gupta-Familie weisen trotz zunehmenden Beweisen bis dato jedoch alle Vorwüfe zurück.

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