11. Januar 2018
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11. Januar 2018

Glückskekse für mehr Entwicklungshilfe/ Forscher erstellen Karte weltweiter Entwicklungslücken/ Gefälschte Medikamente großteils in Afrika

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1. Glückskekse für mehr Entwicklungshilfe
Mehrere Medien, darunter die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, die Westfalenpost, das Hamburger Abendblatt und die Berliner Morgenpost berichten über den Stand der Sondierungsgespräche für eine neue Regierungskoalition zwischen Union und SPD. Bis Freitag früh sollen demnach die Grundlagen für Koalitionsgespräche feststehen. Nach einem Treffen mit der Nichtregierungsorganisation ONE habe CSU-Entwicklungsminister Gerd Müller Glückskekse mit entwicklungspolitischen Botschaften unter den Verhandlungspartnern verteilt. Darin fordert ONE die Verhandelnden dazu auf, 0,7% der deutschen Wirtschaftsleistung für Entwicklungshilfe aufzuwenden.

2. Forscher erstellen Karte weltweiter Entwicklungslücken
Spiegel Online thematisiert eine britische Studie zum Thema Besiedlung der Erde. Die beteiligten Wissenschaftler haben eine Karte erstellt, auf der die durchschnittliche Fahrtzeit zur nächsten größeren Stadt dargestellt wird. Während im Ruhrgebiet die Menschen auf Grund des Ballungsraumes knapp 15 Minuten zur nächsten Stadt benötigen, dauere die Anfahrtszeit für Teile der Menschen in Afrika deutlich länger. Dort können nur etwa 51% der Bevölkerung innerhalb einer Stunde in einer größeren Stadt sein. Die Forscher haben zudem herausgefunden, dass es einen Zusammenhang zwischen Wohlstand und der Nähe zur Stadt sowie dem Bildungsniveau und der Behandlung von Fieber gebe. Je kürzer der Weg in die Stadt, desto höher sei der Wohlstand beziehungsweise die medizinische Versorgung. Laut den Wissenschaftlern könne die Karte nun genutzt werden, um Entwicklungslücken zwischen Bevölkerungsgruppen in urbanen und ländlichen Regionen aufzuzeigen.

3. Gefälschte Medikamente verhindern Genesung heilbarer Krankheiten
Die Deutsche Welle macht auf die Fälschung von Medikamenten in Afrika aufmerksam. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sei auf dem Kontinent „eines von zehn Medikamenten in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen gefälscht“. Zwar seien Medikamentenfälschungen überall zu finden, allerdings sei Afrika überproportional stark betroffen. Pernette Bourdillon Esteve, Datenanalystin der WHO, sehe die Gründe hierfür vor allem in dem schlechten Zugang zu Medikamenten, mangelhafter Regierungsführung und einer geringen fachlichen Kapazität. In vielen betroffenen afrikanischen Ländern sei das Zusammenspiel dieser Faktoren verantwortlich für das Problem. Laut Wiltshire Johnson, Chef der Arzneimittelbehörde in Sierra Leone, nötige die weit verbreitete Armut viele Menschen dazu, die ‚Medikamente‘ in Anspruch zu nehmen, die am günstigsten sind. Rund 287.000 Todesfälle seien allein für Malaria und Lungenentzündungen auf gefälschte Medikamente zurückzuführen. Da die Fälscher mittlerweile global agieren, fordere Bourdillon Esteve von der WHO deshalb umfangreiche Maßnahmen. Neben Aufklärungsarbeit und der korrekten Erfassung der Fälle, benötige es weiterer Maßnahmen. Ein ghanaisches Startup biete beispielsweise einen Telefonservice an, welcher die Echtheit eines Medikaments überprüfe.

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